Microsoft CardSpace wurde bereits in dem früheren Artikel "Zeigt her eure Karten…" grob eingeführt.
Doch wie läuft eine Authentifizierung mittels CardSpace ab?
Folgende Grafik veranschaulicht die dazu notwendigen Schritte:

Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:
- Szenario mit einer WS-* implementierender Relying Party
- Szenario mit einer nicht WS-* implementierender Relying Party (normale Webseite),
Anwendung = Webbrowser)
Szenario mit einer WS-* implementierender Relying Party
1a) Security Token-Anforderung erfragen
1b) Policy beschrieben durch WS-SecurityPolicy wird mittels WS-MetadataExchange zurückgegeben
2) Idenity Card auswählen
2a) CardSpace Identity Selector graut digitale Identitäten aus, die nicht zur Policy passen
2b) der Benutzer kann eine der passenden digitalen Identitäten auswählen
3) Security Token anfragen (WS-Trust)
4) Security Token präsentieren, Übermittlung an Relying Party mittels WS-Security



Mit CardSpace bringt Microsoft bei Windows Vista eine sehr interessante Entwicklung in den Markt des Identity und Access Management ein. Microsoft definiert eine digitale Identität dabei als Menge von Behauptungen, welche durch eine Art Beweis bestätigt werden. Im realen Leben äußert sich dies meist in Form von Karten. So stellt der Staat zum Beispiel den Führerschein aus, um zu bestätigen, dass der Autofahrer tatsächlich berechtigt ist ein Kraftfahrzeug zu führen. Diese Metapher nutzt Microsoft bei CardSpace und erhofft sich mit ihr denselben Erfolg, den seiner Zeit die Metapher des Ordners für Verzeichnisse im Dateisystem hatte.