Der Begriff der Digitalen Identität schwirrt seit einigen Monaten im Zusammenhang mit Web 2.0 durch die Diskussionsforen. Wahrscheinlich zurecht. Meint er doch das zentralste im ganzen Internet: Den User und Konsumenten der online Produkte kauft, mit Waren handelt oder sein soziales Netzwerk pflegt.
Einmal geht es um das was andere über den User sagen, dann wieder über seine Vorlieben, seine Erfahrungen, seine Meinungen, sein Wissen, seine Hobbies oder auch wie er in der Arbeitswelt vernetzt ist.
Kurzum: Es geht darum, dass der User Einzelheiten über sich Stück für Stück preisgibt und so eine digitale Schleifspur hinterlässt welche zusammengenommen seine digitale Identität ausmacht. Nicht ein einzelner Login oder Passwort ist die Identität sondern die Summe meiner Vorlieben, Gedanken, Hobbies, Ausbildung, Veröffentlichungen, Meinungen usw. (Siehe hierzu auch die inzwischen legendäre Präsentation von Dick Hardt)
Die Digital Identity Map von Fred Cavazza illustriert dies anhand einer Vielzahl Web 2.0-Dienste eindrucksvoll:




Das Monitoringsystem hat zur Aufgabe den IT-Betrieb mit aktuellen Laufzeitdaten zu unterstützen, damit dieser die Kontrolle über Rechner, Server und Softwareanwendungen behält und Fehlersituationen sofort identifizieren kann. Dabei werden die Daten bzw. Grafiken im Hintergrund (also asynchron) kontinuierlich aktualisiert. Aus der aktuellen Sicht vieler Unternehmen bleibt von der großen Web 2.0 Wolke nicht all zuviel übrig.
Erst recht bei Unternehmen welche ihr Geschäft primär nicht über das Internet abwickeln, sondern eher den Geschäftskunden ansprechen. Der Maschinenbau ist ein Beispiel hierfür. Diese Branche kann sich durchaus berechtigt die Frage stellen, ob denn Blogging, Podcasting, Tagging usw. tatsächlich das ist, was für die Branche wichtig und richtig ist. Aber gerade solche Unternehmen profitieren von den verbesserten Web-Technologien, welche eine neue Art der Anwendungsentwicklung ermöglichen. Im Gegensatz zum Blogging sind hierbei die positiven Effekte der gesteigerten Usability klarer messbar. Kürzere Bearbeitungszeit von Dialogen, kürzere Einarbeitungszeit in Anwendungen, weniger Fehleranfälligkeit und weniger Supportkosten sind hierfür nur einige messbare Größen. Für die Einen heißt Web 2.0 bessere Anwendungen entwickeln zu können, für die Anderen ergibt sich die Möglichkeit Produkte oder Dienstleistungen anders und kreativer vermarkten zu können, so das Resultat des Vortrags.
Die erste Phase bis ca. 2003 war eher geprägt durch einseitige Informationsübermittlung, etwa durch Firmenwebseiten, Shops oder Informationsportale. Der geschäftliche Nutzen bestand darin, Informationen weltweit und rund um die Uhr verfügbar zu haben. Dennoch wurde das „Information Web“ eher als zusätzliches Marketinginstrument und als weiteren Kommunikationskanal zum Kunden hin betrachtet. Doch der Kunde wollte nicht nur einseitig konsumieren, sondern seine Bedürfnisse, Erfahrungen und Empfehlungen „den Anderen“ mitteilen. Egal ob dies die Arbeitskollegen, Anbieter, Geschäftspartner oder Internetuser sind. Das Mitteilungsbedürfnis der eigenen Meinung und des eigenen Wissens schien sehr gross zu sein. Nur dadurch konnten Ideen wie Wikipedia, YouTube und auch Napster so erfolgreich sein.