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am 03.05.2008 von Oliver Belikan

Vergangene Woche ging in München die internationale Konferenz zum Identity Management zuende. Zum zweiten mal veranstaltete die Analystengruppe KuppingerCole diesen wohl nach der DigitalIDWorld zweitgrößten Event seiner Art.

Identity Conference im Deutschen Museum in MünchenSelbst Microsofts Identity-Chefarchitekt Kim Cameron (Seven Laws of Identity und CardSpace) liess es sich nicht nehmen an dem Einen oder Anderen Diskussionspanel mitzumachen. Entsprechend lebendig waren die Diskussionen rund um das Thema User-Centric Identity.

Dabei fiel mir immer wieder auf, dass häufiger über den Businessnutzen des Identity Managements gesprochen wurde als noch vor einem Jahr. In meinen Augen eine längst überfällige Diskussion. Johannes Ernst, einer der OpenID-Erfinder leitete gleich ein ganzes Panel mit der Überschrift “Business of User-Centric Identity“. Darin wurde endlich eine klare Trennlinie zwischen dem klassischen Identity Management und der benutzerbezogenen Sicht (User-Centric) gezogen. Auch Jörg Heuer von den Telekom Laboratories, betonte die Unterschiede in seinem sehr interessanten Vortrag “Merging User-Centric and Corporation-Centric Identity Management in Telcos“.

Die IAM-Branche wird erwachsen

Weiterhin fiel mir auf, dass die noch junge Branche des Identity Managements erwachsener geworden zu sein scheint. So bietet inzwischen jedes größere IT-Haus irgendein Softwareprodukt zum Identity Management an. Sogar diejenigen die -wie z.B. SAP- lange Zeit mit einem Markteintritt zögerten, stellten ihre zugekauften “out-of-the-box” Produkte aus. Zumindest oberflächlich entsteht dadurch der Eindruck, dass sehr ausgereifte Produkte mit vielen Funktionen angeboten werden.

Glücklicherweise ist auch die zweite Ausgabe der Konferenz nicht zu einer reinen Produktshow verkommen. Neben etwas visionäreren Vorträgen und einigen Zukunftsblicken lebt die Veranstaltung vor allem von den zahlreichen amerikanischen Gästen und den praxisbezogenen Anwenderberichten.

Verbesserungen?

Für technisch interessierte Identity Geeks könnte man einen Tag vorher ein kostenloses Identity-BarCamp veranstalten. Die vielen Anmeldungen fürs kommende IdentityCamp in Bremen zeigen dass hierfür großes Interesse bestehen würde.

Ich jedenfalls gratuliere KCP zu dem großartigen Event und bin gespannt wie sich die IAM-Branche entwickelt. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste, dritte EIC 2009 (5.5.-8.5.2009).

Kategorien: Security & Identity

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