Marketingabteilungen großer Firmen befinden sich in ständigen Planungsprozessen. Viele Produkte und internationale Märkte erfordern eine professionelle und geordnete Marketing- und Aktivitätenplanung. Gute Software kann die Planung in einigen Schritten unterstützen. Welche Schritte gehören hierzu?
1. Analyse- und Zielphase
Der erste Schritt der Marektingplanung beschäftigt sich mit der klassischen Marktanalyse und Marketingforschung. Auf Basis der gewonnenen Kenntnisse wird eine Marketingstrategie (oder Vermarktungsstrategie) abgeleitet. Software zur Verarbeitung von Forschungsdaten, Markttrends und Kundenentwicklung kann hier unterstützen.
2. Entscheidungsphase
Zur Umsetzung der Marketingstrategie stehen meist verschiedene Handlungsoptionen zur Verfügung. Abhängig vom Budget, Produktprogramm, Wettbewerberpositionierung und sonstigen Umweltbedingungen werden Entscheidungen für konkrete Marketingmaßnahmen getroffen. Software kann mehr Gewissheit in die Entscheidungen bringen. Besonders dann, wenn z.B. erfolgreiche Marketingkonzepte aus der Vergangenheit qualifiziert und dokumentiert worden sind.

3. Budgetierungsphase
Für bestimmte Zeiträume (Jahr/Quartal) oder für konkrete Maßnahmen werden Budgets für die einzelnen Marketingorganisationen vergeben. Wird die Budgetierung aus der Marketingzentrale vorgenommen, werden hier regionale Besonderheiten des Marktes/der Regionen (Größe, Kultur, Potential) mit berücksichtigt.
Da dieser Prozesschritt entscheidend für die nachfolgenden Schritte sind, wird hier häufig entsprechende Software zur besseren Kommunikation mit Agenturen, Lieferanten, Medien- und Geschäftspartner eingesetzt.
4. Planungsphase
Die Vorbereitung von Marketingmaßnahmen sind entscheidend für den Erfolg. Das Briefing aller beteiligten Partner muss direkt, konkret und verbindlich erfolgen. Nichts ist schlimmer, als Kommunikationsfehler und Unklarheiten im Vorfeld von Kampagnen oder Marketingaktionen.
Deshalb kann hier Software zur Projektplanung im Marketing sehr gezielt die Kommunikationsqualität verbessern.
5. Durchführung
Schon während Maßnahmen durchgeführt werden, soll festgestellt werden ob vereinbarte Ziele mit vorgegebenem Budget erreicht werden können. Starke Marken/Brands achten in dieser Phase besonders auf die qualitativ hochwertige und richtige Ausführung von Marketingaktionen. Nur durch ein frühzeitiges Erfolgsreporting (Frühwarnsystem) können mögliche Fehler vermieden werden, bevor sie sich negativ auf den Erfolg der Maßnahme auswirken.
Damit der Prozessschritt “Durchführung” optimal durchgeführt werden kann, müssen der Software alle Kampagnendaten vollständig vorliegen. Effiziente Marketingsoftware greift die Daten automatisch aus den Systemen (z.B. CRM, SAP) ab.
6. Die Kontrolle
Nachdem Marketingmaßnahmen durchgeführt worden sind, werden diese bewertet und Ergebnisse zum Management reported. Mit größt möglicher Transparenz sollen erfolgreiche Maßnahmen kommuniziert werden. Andere Märkte sollen Erfolgsrezepte adaptieren und selbst für eigene Zwecke verwenden können.
Für Marketingsoftware sind Kontroll- und Reportingaufgaben die Paradedisziplin. Kennzahlen können automatisch erstellt und in Echtzeit aufbereitet werden. Der Marketingerfolg wird meßbar.



10.02.2010 um 12:09
Sehr gut erfasst! Ich würde gerne mit Ihnen dazu telefonieren.
Gruß,
P. Müller
11.02.2010 um 09:03
Ich Frage mich, ob sich die Prozesse im Marketing mit einer Software abbilden lassen. In meiner Firma würde dies mit einer “out of the Box” Lösung kaum funktionieren, zu unflexibel. An einer aufwendigen Einführung von anpassbarer Software, wie z. B. bei SAP R/3, hat bei uns niemand Interesse.
18.02.2010 um 15:35
Das ist in unserer Marketingabteilung ganz ähnlich. Es ist extrem schwer, die Prozesse Software gestützt zu kriegen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass im Marketing nur mit vertrauter Software gearbeitet wird. Excel, PowerPoint und Co.
Also wenn sie eine Software anbieten, dann muss die schon nicht schlechter sein als Excel&Co. Es muss das leisten aus Excel&Co., was ich brauche, nur viel einfacher.
02.03.2010 um 08:42
Gute Übersicht, schön verständlich. Wer Software-Unterstützung setzen möchte, sollte auch willens sein, sich damit zu beschäftigen… mit “Excel&Co” kommt man nicht weit, die kann jeder Volkshochschüler beherrschen lernen. Eine abgestimmte ERP-Software bringt einen da schon weiter und die aufwendige Einführung macht sich irgendwann bezahlt.
03.03.2010 um 08:54
Hallo Mik Peters,
danke sehr für die Anerkennung.
Softwareeinführungen müssen nicht zwangsläufig sehr aufwendig sein. Gerade im Bereich Marketing sind häufig die kleinsten und einfachsten Lösungen ohne viel Baustellenbelastung die besten.
Grüsse, Oliver