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am 14.01.2013 von Hanna Frei

Zukunft der Smartphones liegt in den Sensoren

Als Smartphones werden für gewöhnlich Mobiltelefone bezeichnet, die internetfähig sind. Übersetzt man smart jedoch mit der zweckmäßigen Bezeichnung von „intelligent“ oder „schlau“ merkt man schnell, dass dies nur die wenigsten Geräte leisten können. Tatsächlich gibt es jedoch zahlreiche Möglichkeiten, Smartphones noch smarter zu machen.

Schon jetzt setzten Hersteller Sensoren ein, um dem Nutzer intelligente Funktionen zu bieten. So findet man in nahezu jedem Smartphone einen Bewegungssensor und Lichtsensor, einen digitalen Kompass und einen Näherungssensor. Durch diesen schaltet sich beispielsweise der Touchscreen automatisch aus, wenn sich das Telefon am Ohr befindet. Dank des Preisverfalls von Sensoren werden diese bald auch Einzug in andere Geräte finden – und natürlich die Smartphones revolutionieren.

Fünf Fragen zum Thema intelligente Smartphones an Konrad Krafft

5 Fragen an Konrad Krafft, Geschäftsführer von doubleSlash:

1. Welche Möglichkeiten bieten Sensoren für die Zukunft der Smartphones?

Konrad Krafft: Die Sensoren bieten die Möglichkeit beim Einsatz in Mobilfunkgeräten noch mehr die Umgebung des Anwenders zu kennen. Dieser „Kontext“ kann verwendet werden, damit das Smartphone bei der Bedienung „intelligenter“ reagiert. Die Sache mit dem Kontext ist ein altes Problem aus der künstlichen Intelligenz, das darin besteht, dass die Maschinen bislang keinen und nur wenig Kontext kannten. Durch die Sensoren wird das etwas einfacher.Ein Beispiel: Wenn ich sage „Ich will nach Hause“, dann würde ein Mensch wissen, dass ich einen Wunsch habe und mich vermutlich nicht dort befinde, wo mein Zuhause ist. Eine Maschine ohne Kontext kann mit dieser Information nichts anfangen. Eine Maschine mit Kontext würde sowohl wissen wo mein Zuhause ist, als auch über Sensoren (GPS) wo ich mich gerade befinde. Außerdem würde sie meine Aussage als Anfrage interpretieren und mir eine Route vorschlagen.

2. Was bedeutet das für unseren Alltag?

Konrad Krafft: Das bedeutet, dass wir uns in Zukunft noch weniger von unseren liebgewordenen elektronischen Begleitern trennen wollen, weil sie uns zu nützlichen kleinen Helfern geworden sind. Da spreche ich nicht nur von Smartphones, die wir mit uns herumtragen. Das werden auch Geräte mit Sensoren sein, die in unser Haus integriert sind oder in unser Auto. Sie werden uns bestimmte Bedürfnisse erfüllen und deswegen werden wir sie liebgewinnen. Die Anzahl der Bildschirme die uns umgeben, wird weiter steigen, auch im privaten Umfeld.

3. Sensoren in allen möglichen Alltagsgegenständen – wie weit sind wir davon noch entfernt?

Konrad Krafft: Sensoren werden nicht zum Selbstzweck in Geräte eingebaut. Wenn sie aber bedeuten, dass ein Produkt dadurch besser wird, sei es für den Kunden oder für den Service, dann werden wir hier eine permanente Weiterentwicklung erleben. Es ist aber auch denkbar, dass sich Geräte durch eine bessere Vernetzung Sensoren teilen. Bestes Beispiel hierfür ist die Temperatur. Die meisten Smartphones verfügen über keinen eigenen Temperatur-Sensor. Dennoch kann man sich Apps vorstellen, über die sie diese Informationen von Sensoren erhalten, die nicht im Gerät verbaut sind.

4. Was macht die Intelligenz eines Smartphones aus?

Konrad Krafft: Ein Smartphone ist ja ein Begleiter. So was wie ein persönlicher Assistent, den sich fast jeder leisten kann. Ein intelligentes Smartphone kennt mich, weiß also viel über mich. Diese Dinge müssen sie dem Smartphone natürlich vorher verraten.
Die Intelligenz des Smartphones wird dadurch definiert, wie gut es meine mobilen Bedürfnisse erfüllen kann. Dazu zählen primär Auskünfte, wie „wo ist was?“, als auch die Wegbeschreibung dorthin.

5. Was kann doubleSlash zur Intelligenz der Geräte beitragen?

Konrad Krafft: Wir kümmern uns darum, dass Geräte intelligent miteinander vernetzt werden können. Wir sprechen dabei allerdings nie von einer direkten Kommunikation, sondern immer über die Cloud, das Internet also. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass wir in der Cloud Intelligenz und Wissen sammeln und erweitern können, ohne dass die Geräte geändert werden müssen. Somit werden die Geräte an sich permanent intelligenter, ohne dass programmiert werden muss und die Geräte per Update aktualisiert werden müssen. Das ist wie bei einer Web-Site, die nicht auf dem Computer installiert wird.
Wir bieten dazu Beratung, und fertige Produkte an. Zusätzlich auch Betrieb einer Cloud-Lösung im SaaS-Modell.

Eine Antwort zu “ Zukunft der Smartphones liegt in den Sensoren ”

  1. Mobile Sensing sagt:

    […] kurzem hat das Interview mit Konrad Krafft zum Thema „Zukunft der Smartphones liegt in den Sensoren“ auf das Gebiet „Context-aware Computing“ aufmerksam gemacht. Im Rahmen einer Artikelserie […]

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