Auf die Schnittstelle kommt es an

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Schnittstellen TitelbildDurch zunehmende Digitalisierung und Automatisierung erhöht sich der Grad der Vernetzung zwischen Systemen. Das führt wiederum dazu, dass sich die Anzahl der Schnittstellen potenziert. Um die nötige Flexibilität zu bekommen, müssen moderne Softwaresysteme mit offenen Schnittstellen ausgestattet sein. Der Spagat zwischen Datenhoheit und der nötigen Offenheit für die Digitale Transformation stellt für Unternehmen eine Herausforderung dar.


 
Der Weg zum digitalen Unternehmen bedeutet, dass vorhandene Daten möglichst übergreifend, einheitlich und in Echtzeit zur Verfügung stehen müssen. Dafür braucht es Programmierschnittstellen, sogenannte APIs. Nimmt man den Gedanken der „API-Ökonomie“ auf, so sind es diese Schnittstellen, die eine automatische Kommunikation zwischen Systemen ermöglichen und damit Voraussetzung für erfolgreiche Digitalisierung sind.

Systeme ohne Schnittstellen sind unflexibel

Um zu verstehen, wie Systeme früher miteinander kommuniziert haben, lohnt sich ein Blick in die Welt, die heute in vielen Unternehmen noch vorherrscht: Systemlandschaften mit isolierten Datenquellsystemen, zahlreichen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen sowie undurchsichtigen Datenströmen. Änderungen an der bestehenden Infrastruktur führen zu hohen Anpassungs- und Abstimmungsaufwänden. Neue Datenlieferanten lassen sich schwer integrieren. Das Risiko für redundante oder widersprüchliche Daten steigt. Das erschwert die reibungslose Kommunikation von Systemen und den wertvollen Erkenntnisgewinn durch Daten bzw. die Anbindung neuer Systeme.

Aus Sicht der Digitalisierung ergeben sich zahlreiche Anforderungen an moderne APIs:

  • Standards: Durch standardisierte Schnitt­stellen reduzieren sich Entwicklungsauf­wände, da bereits bestehende Implemen­tierungen wiederverwendet werden können. An einen Standard können beliebig viele Systeme einfacher angebunden werden.
  • Offenheit: Offene Schnittstellen ermöglichen eine Wiederverwendung des Services und können zur Kosteneinsparung beitragen. Der Grad der Offenheit sollte durch eine Informationsklassifizierung abgewogen werden.
  • Denkmuster aufbrechen: Schnittstellen werden heute oft nur für einen speziellen Anwendungsfall gebaut. Die Digitalisierung bedingt aber, 1:n Szenarien mit zu bedenken, weil man heute den Bedarf von morgen noch nicht kennt, aber die Entwicklungskosten für die Anbindung weiterer Systeme gering halten muss, um skalierbar zu sein.

 
Noch mehr Effizienz erreichen Unternehmen mit dem Einsatz von zentralen Datenhubs. Sie vernetzen bereits bestehende Services über End-2-End-Verbindungen.

Datenhoheit, Datensicherheit und Offenheit als Herausforderung für Unternehmen

Was muss passieren, damit die Brücke zwischen Datenhoheit und der nötigen Offenheit für Digitalisierung gelingt? „Die Abteilungen müssen ihre Daten offen legen – unter Berücksichtigung von Daten- und Informationsschutz“, sagt Konrad Krafft, Geschäftsführer bei doubleSlash. Schnittstellen müssen die nötigen Voraussetzungen mitbringen, wie z.B. eine geeignete Sicherheitsarchitektur. „Gute Hilfsmittel sind Berechtigungskonzepte zur Informationsklassifizierung nach ISO 27001. Sie regeln, welche Daten öffentlich, intern und streng vertraulich sind.“
Erfolgreiche Digitalisierung gelingt, wenn das sogenannte Information (Data) Hiding aufgelöst wird. Unternehmen müssen sich trauen, Daten in einen Topf zu legen. Nur so können sie in Beziehung zueinander gesetzt werden und zur Informationsgewinnung, Prozessoptimierung und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle beitragen.

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