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Ausblick: Mobile Sensing und das Internet der Dinge

14.05.2013

Beim vierten und damit letzten Artikel in unserer Blogserie „Mobile Sensing“ wagen wir einen Ausblick in die Zukunft.

RFID CloudDas Internet der Dinge ist eine Bewegung, die noch an ihren Anfängen steht. Das volle Potential kann erst entfaltet werden, wenn Lösungen für die im letzten Artikel beschriebenen Herausforderungen gefunden werden. Zu Beginn ging es vor allem darum, physische Dinge digital greifbar zu machen. Ein Beispiel dafür ist der Einsatz von RFID-Technologie. Diese Phase ist bereits angelaufen. Schon 2008 setzte laut [ref]Dr. Jens Strüker, Daniel Gille, and Titus Faupel.
RFID Report 2008.
Technical report, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Institut für Informatik und Gesellschaft, Abt. Telematik, 2008[/ref] die Hälfte aller deutschen Großunternehmen RFID ein. In der nächsten Phase wird diesen Dingen eigene Intelligenz gegeben. Hieran wird momentan gearbeitet. Notwendige Schritte sind die Integration einer Datenverarbeitung, Möglichkeiten zur Vernetzung mit anderen Systemen, sowie Sensoren, mit denen sie ihren Kontext erfassen können. All dies sind Fähigkeiten, die Smartphones bereits innehaben. Für sich allein sind sie schon intelligente Dinge, die über das Internet vernetzt sind. Durch ihre Schnittstellen bieten sie darüber hinaus einen Zugangspunkt für Gegenstände ohne eigene Internetverbindung. Dadurch haben sie im Internet der Dinge eine zentrale Rolle als Vermittlungspunkt und Steuerungseinheit inne.

Ebenfalls wichtiger Bestandteil dieses Netzwerkes sind Backend-Systeme. Sie übernehmen die Sammlung und Verarbeitung der, von den intelligenten Dingen erzeugten Daten. Der Wichtigkeit solcher Systeme werden sich immer mehr Hersteller bewusst. Ihr Ausbau wird eine wesentliche Aufgabe der nächsten Jahre darstellen. Beispiele für solche Plattformen sind Axeda, Cumulocity, EVRYTHNG, Thingsquare Mist, und SmartThings.

In Zukunft sind wir umgeben von intelligenten Dingen, die ihren Kontext mithilfe von Sensoren erfassen. Die so erlangten Daten nutzen sie, um unser Leben noch angenehmer zu gestalten. Paradigmen wie das Internet der Dinge, context-aware Computing und Mobile Sensing sind dafür die Grundlage. Möglicherweise kann Mark Weiser’s Vision vom Ubiquitous Computing somit schon in naher Zukunft umgesetzt werden.

Von den Autoren: Marc Mai und Marco Bratz

Lesen Sie auch aus dieser Reihe:

1. Was ist Mobile Sensing?
2. Die Herausforderungen von Mobile Sensing
3. Entwicklung von Mobile Sensing Systemen
4. Ausblick: Mobile Sensing und das Internet der Dinge

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Ein Kommentar zur “Ausblick: Mobile Sensing und das Internet der Dinge

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