Erfolgreiche Zusammenarbeit in Projekten mit Partnern aus China (Teil 2)

Zusammenarbeit in Projekten mit Partnern aus ChinaIn dieser Blogserie sprechen wir über unsere Erfahrungen mit chinesischen Projektpartnern, die wir durch mehrjährige Zusammenarbeit sammeln durften.  Teil 1 hat sich damit beschäftigt, warum China anders als der Rest der Welt ist und wie man mit diesen Unterschieden im Projektgeschäft umgeht. In diesem Beitrag werden die chinesische Technologiepolitik und die personalpolitischen Rahmenbedingungen unter die Lupe genommen.

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Erfolgreiche Zusammenarbeit in Projekten mit Partnern aus China (Teil 1)

Deutsch-chinesische Zusammenarbeit in ProjektenWährend sich viele fernöstliche Länder wie Japan bereits seit Jahrzehnten in regem Austausch mit der westlichen Welt befinden, ist China erst in den letzten Jahren dabei, sich der Welt zu öffnen. Die Auswirkungen sind in allen Bereichen der Wirtschaft spürbar. Eine prozentual kleine – aber durch die Größe des Landes zahlenmäßig dennoch wirtschaftlich mächtige – Schicht in China profitiert von wachsendem Wohlstand. Das zeigt sich beispielsweise auch darin, dass der Absatz von europäischen Premium-Fahrzeugen in der jüngeren Vergangenheit in China, überproportional gestiegen ist [1].
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Vom Fuhrparkverwalter zum Flottenoptimierer: Wie Telematik und E-Mobility das Flottenmanagement revolutionieren

Carrier businessSchön, groß und immer das Neueste vom Neusten – darauf wurde bei der Fahrzeugauswahl im Fuhrpark lange Zeit großen Wert gelegt. Doch das können und wollen sich viele Unternehmen mit Fuhrparks nicht mehr leisten und legen neue Schwerpunkte – frei nach dem Motto „attraktiv, aber günstig“! Im Flottenmanagement hat sich in den letzten Jahren viel getan und die Flottenmanager stehen vor neuen Herausforderungen.
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Proof-of-Concept: Abgeschlossene Projektevaluierung und dann?

Zielscheibe Dart_PixelquelleEine Projektsituation wie sie oft anzutreffen ist: Die Evaluierung eines Produkts oder einer neuen Technologie wurde mit den bekannten Mitteln, z.B. einer gewichteten Alternativenmatrix, durchgeführt. Und wie geht es jetzt weiter? Nach der Entscheidung für eine Lösung sind noch nicht alle Hürden genommen. Das Produkt oder die Technologie muss sich erst noch in der Praxis bewähren.
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Prozessoptimierung in der Praxis: Mit M2M noch effizienter arbeiten

Durch Prozessoptimierung lassen sich Prozesse effizienter und kostengünstiger gestalten – wenn die Unternehmenskultur stimmt. Nun stellt sich die Frage, kann der Prozess noch weiter optimiert werden, wenn M2M Technologien bzw. Internet of Things (IoT) zum Einsatz kommen? IoT bedeutet, dass selbst einfache Gebrauchs-gegenstände mit dem Internet verbunden sind und so miteinander agieren können. Durch die Kommunikation zwischen technischen Geräten können Prozesse noch weiter optimiert werden, sodass sich die Durchlaufzeit fast halbieren kann.

Beispiel-Prozess „Kaffee holen“ mit M2M optimieren

Variante 1:

Der Kaffeeautomat ist mit dem Arbeitsrechner des Mitarbeiters vernetzt. Der Mitarbeiter kann so den Automaten schon vom Arbeitsplatz remote starten – und so funktioniert es: Der Mitarbeiter triggert mit dem PC an, dass der Kaffeeautomat sich anschalten soll. Er geht in die Küche, nimmt sich eine Tasse aus dem Schrank und einen Löffel aus der Schublade. Währenddessen schaltet sich der Kaffeeautomat ein und heizt auf. Er stellt seine Tasse unter den Automaten und drückt den Startknopf. Der Automat mahlt die Bohnen und gibt den Kaffee aus, parallel kann der Mitarbeiter Zucker und Milch hinzugeben. Danach kann er den Kaffee wieder mit zurück ins Büro nehmen und ihn dort trinken.

Abbildung 3: M2M-Variante 1
M2M-Variante1
variante 1
Fazit Variante 1:
Der Initialprozess der IST-Analyse (Verweis auf Teil 1) unseres Beispiels hatte eine Gesamtdauer von 1 Minute 7 Sekunden. Durch die reine Prozess-optimierung könnten 14 Sekunden eingespart werden (Gesamtdauer optimierter Prozess: 53 Sekunden). Die alleinige Vernetzung des Automaten mit dem PC brachte eine Prozessverkürzung um 15 Sekunden. Im Vergleich zum optimierten Prozess konnte nur 1 Sekunde gespart werden, da weitere Prozesse nicht weiter optimiert wurden.


Variante 2:

Der Kaffeeautomat ist wie in Variante 1 mit dem Arbeitsrechner des Mitarbeiters vernetzt. Der Kaffeeautomat ist so intelligent gesteuert, dass er nach dem Aufheizen gleich beginnt die Bohnen zu mahlen. Wie in Variante 1 triggert der Mitarbeiter den Start des Automaten. Dieser heizt auf und mahlt die Bohnen, während der Mitarbeiter in die Küche geht und sich eine Tasse aus dem Schrank und einen Löffel aus der Schublade nimmt. Er stellt seine Tasse unter den Automaten und drückt den Startknopf. Jetzt gibt der Automat sofort Kaffee aus und der Mitarbeiter kann parallel Zucker und Milch hinzugeben. Danach kann er den Kaffee wieder mit zurück ins Büro nehmen und ihn dort trinken.

Abbildung 4: M2M-Variante 2
M2M-Variante2
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Fazit Variante 2:
Da der Automat nach dem Aufheizen direkt mit dem Mahlen der Bohnen beginnt, kann der Prozess weiter optimiert werden. Im Verhältnis zum IST-Zustand (1 Minute 7 Sekunden) kann der Prozess um 20 Sekunden verbessert werden.

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Variante 3:

In der Variante 3 kann der Automat nach dem Aufheizen die Kaffeebohnen mahlen und parallel einen Becher und einen Löffel bereitstellen (durch ein integriertes Bereitstellungssystem). Der Automat kann ohne, dass der Mitarbeiter den Startknopf betätigt, den Kaffee ausgeben.Der Start des Automaten wird wieder getriggert. Dieser heizt auf und kann parallel die Kaffeebohnen mahlen und einen Becher und Löffel bereitstellen und gibt danach direkt den Kaffee aus. Der Mitarbeiter geht in die Küche und gibt Zucker und Milch zum Kaffee und kann die Küche gleich wieder verlassen und den Kaffee trinken.

Abbildung 5: M2M-Variante3
M2M-Variante3
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Fazit Variante 3:
Der Mitarbeit muss hier nur noch in die Küche gehen und bei Bedarf Zucker und Milch zum Kaffee geben, den Rest erledigt der Automat. Prozentual erspart man sich, durch die intelligente Vernetzung des Automaten, 45% der Dauer des Prozesses (1 Minute 7 Sekunden = 100%).


Vorteile von Prozessoptimierung mit M2M auf einen Blick

Durch den Einsatz von M2M Technologien können Prozesse noch weiter optimiert werden. Dank technologischer Mittel kann ein Prozess in seiner kompletten Struktur und seinem Ablauf geändert werden: Restriktionen, die bisher bei einer Prozessoptimierung gesetzt waren, sind nun veränderbar . Somit wird M2M im Umfeld der Prozessoptimierung ein „Game-Changer“ mit folgenden Vorteilen:

  • Höhere Automatisierung von Prozessen führt zu effizienteren Abläufen
  • Tiefgehende Digitalisierung von Prozessen erhöht die Transparenz und führt zu besseren Entscheidungen
  • Aufbrechen von Restriktionen führt zu einer grundlegenden Veränderungen von Abläufen und ist damit Grundlage einer neuen „Prozessrevolution“

Neue Prozesse und Geschäftsmodelle sind nun möglich, die vorher nicht umsetzbar waren. M2M bzw. IoT ist damit eines der wichtigsten Werkzeuge für die Zukunft erfolgreicher Unternehmen.

 


Quellen:
[1] Bildquelle: Fotolia © vallepu

Wie gehe ich richtig in den Urlaub?

laptop in a spring fieldAm 31. Juli beginnen die Sommerferien der Schüler in Baden Württemberg, Bayern und bald auch in anderen Teilen Deutschlands – somit auch der Urlaub vieler Eltern. Neben der Vorfreude und dem Buchen eines Traumurlaubs gibt es einige ToDo’s für Eltern in ihrem Job zu tun, die dafür sorgen, dass sie ganz entspannt ihre Reise antreten können.

Urlaubsorganisation ist ein großes Thema um diese Jahreszeit. Gerade in großen Kundenprojekten ist diese unverzichtbar, um einen optimalen Arbeitsablauf während der Urlaubszeit zu ermöglichen, die Kollegen vorzubereiten und nicht befürchten zu müssen, in ein Chaos zurückzukehren, dass mühselig aufgearbeitet werden muss und die gesamte Urlaubsentspannung schon wieder verfliegen lässt.

Der interne Beantragungsprozess des Urlaubs ist wahrscheinlich der mit am besten dokumentierte Prozess im IT-Umfeld, da er oft hergenommen wird, um ihn beispielshaft zu modellieren oder als Referenzworkflow zu testen. In diesem Beitrag soll der Fokus auf die Urlaubsplanung und -übergabe gelegt werden. Der Urlaubsübergabe-prozess ist übrigens eine gute Möglichkeit für den Projektmanager, folgendes Risiko im Projekt zu reflektieren: Ist die Dokumentation ausreichend und auf dem neusten Stand und funktioniert der Know-how-Transfer zwischen den einzelnen Projektmitgliedern?

Urlaubsplanung im Unternehmen fängt weit vor dem Urlaub an

Je nachdem wie früh der Urlaub beantragt wird, sollten bereits im Vorfeld einige Fragen beachtet werden:

  • Fällt der Urlaub in eine „heiße“ Projektphase, beispielsweise ein anstehender Go-Live Termin einer Software – externe Deadline – oder einen projektinternen wichtigen Zieltermin?
  • Welche wichtigen Aufgaben, Entscheidungen, möglichen Probleme und Risiken fallen in diese Zeit? Das Thema „wichtige Aufgaben“ sollte normalerweise von einer Urlaubsvertretung übernommen werden können, sofern diese die ausreichenden Kompetenzen und Qualifikationen besitzt.
  • Ist diese Urlaubsvertretung bei den anderen Projektmitgliedern bekannt oder ist eine persönliche Bekanntmachung notwendig?
  • Wichtig ist zu klären, ob der Vertreter über den gesamten Zeitraum verfügbar ist und für die Vertreterrolle Kapazitäten eingeplant sind.
  • Gerade bei vielfältigen Themenbereichen kann ein Aufsplitten der Aufgaben auf mehrere Vertreter notwendig sein.

Sind ein oder mehrere Vertreter gefunden, sollten vorbereitende Aufgaben frühzeitig durchgeführt werden:

  • Das Weiterleiten aller relevanten Termine.
  • Termine für zu erledigende Routineaufgaben einstellen, eventuell mit einer kleinen Tätigkeits-beschreibung als Checkliste und einer Priorisierung der Aufgaben.
  • Benötigte Zugänge (z.B. Ticketsystem, Wiki, Konfigurationsoberflächen etc.) für den Vertreter bereitstellen / beantragen. Ist dies nicht möglich, ist es wichtig zu kommunizieren, dass Tickets oder andere Aufgaben, die einen Toolzugang erfordern, in der Abwesenheit nicht bearbeitet werden können.
  • Mögliche Ansprechpartner und Stakeholder, deren Funktionen und Kontaktmöglichkeiten (sind beispielsweise Telefonnummern global oder nur lokal gespeichert) bereitstellen.
  • Offene Entscheidungen und Entscheidungen, die während der Abwesenheit nicht getroffen werden sollen oder dürfen, kommunizieren.
  • Soll ein Statusreport in der Zwischenzeit erstellt werden oder bleibt er für die Urlaubszeit aus.
  • Erreichbarkeit des Urlaubers in dringenden Notfällen kommunizieren und definieren, was unter einem Notfall zu verstehen ist.

Spätestens 2 Wochen vor dem ersehnten Urlaub sollten alle Projektmitglieder und relevanten Kollegen nochmalig und mit einem letzten Update informiert werden. In der Praxis hat sich hier die farblich hervor gehobene Urlaubsankündigung in der E-Mail Signatur bewährt:

Urlaub

 

 

 

Neben der E-Mail- Signatur kann es sinnvoll sein, den anderen Projektmitgliedern einen Termin einzustellen (Wichtig: Verfügbarkeit als frei kennzeichnen, keine Erinnerung für diesen Termin, keine Antwort für diesen Termin anfordern). Dieser Termin kann gleichzeitig dazu dienen, zu klären, ob es noch Themen oder offene Punkte gibt, die vor dem Urlaub geklärt werden müssen.

Am letzten Tag vor dem Urlaub nicht vergessen:

  • Abwesenheitsnachricht für den E-Mail- Account zu erstellen (Hinweis auf Abwesenheitsdauer und Wiedererreichbarkeit, Information, ob E-Mail weitergeleitet  oder gelesen wird.
  • Kontaktinformation der Vertretung (Name, Funktion, Mail-Adresse, Telefon) nennen.
  • Telefon auf die Vertretung umleiten.

Und schon steht einem entspannten Urlaub und einer entspannten Rückkehr nichts mehr im Wege.


[Bild] © www.bildkistl.com-Fotolia.com

 

Zertifizierte Qualitätssicherung – Mit qualifizierten Tests zu erfolgreichenen Projekten

Qualitätssicherung – german testing boardGeschafft! Vier Tage Schulung und anschließend eine Prüfung. Jetzt bin ich zertifizierter Softwaretester und habe eine ganze Menge gelernt, was das professionelle Testen von Software angeht. Nicht nur bezüglich des eigentlichen Testens, sondern auch zur Planung, Vor- und Nachbereitung und Konzeption. Für viele ist das ein eher unangenehmes Thema – langweilig und unproduktiv, muss man eben machen. Aber Qualitätssicherung ist nicht nur ungemein wichtig, sondern auch spannend, wenn man sie professionell betreibt.

Warum hat professionelle Qualitätssicherung bei doubleSlash einen hohen Stellenwert und was bringt das dem Kunden und uns?

Softwareentwicklung hat oftmals den Ruf, unter hohem zeitlichen Druck zu stehen. Und wenn am Ende das Release-Datum naht, wird an den augenscheinlich unproduktiven Aufgaben wie der Qualitätssicherung gespart. Dass diese Tätigkeiten aber keineswegs unproduktiv sind, wird spätestens dann klar, wenn Korrekturen am bestehenden System nötig sind. Der Aufwand, Abweichungen nach der eigentlichen Entwicklungsphase zu korrigieren, ist um ein Vielfaches höher als wenn sie im Entwicklungsprozess entdeckt und behoben werden.

Manche Fehlerquellen können sogar schon im Vorfeld gefunden werden, wenn zum Beispiel die Anforderungen schon frühestmöglich in Reviews validiert und auf Testbarkeit geprüft werden. Ein weiterer Pluspunkt einer frühen Einbindung professioneller Tester: Die später durchzuführenden Softwaretests können intensiv geplant und vorbereitet werden. So entstehen im Testprozess messbare Qualitätswerte, die für spätere Entwicklungszyklen hilfreiche Aufschlüsse geben können.

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Das ist eine von zahlreichen Erkenntnissen, die man von einer Schulung mitnimmt. Eine weitere ist, dass es keine einzig gültig, starre Vorgehensweise für die Qualitätssicherung gibt. Die Vorgehensweise und Zielsetzungen sind immer projektabhängig, beispielsweise von der Prozessmethode in der Entwicklung: In Wasserfall-Projekten wird die Testplanung und -durchführung natürlich anders aussehen als in iterativen agilen Methoden wie beispielsweise Scrum. Die Herausforderung, mit der sich ein Testmanager konfrontiert sieht, ist, eine zum Projekt passende Teststrategie zu konzipieren und zu planen – und das unter Berücksichtigung der bewährten internationalen Standards.

Um eine solche Qualitätssicherung anbieten und betreiben zu können, besuchen die Qualitätssicherer von doubleSlash Schulungen auf Grundlage der Ausbildungspläne des International Software Testing Qualifications Board (ISTQB) und lassen sich im Anschluss vom ISTQB zertifizieren. Mit dieser Zertifizierung stellen wir sicher, dass eben diese Standards in unseren Produkten und Projekten eingehalten werden und bieten unseren Kunden auch professionelle Qualitätssicherung als Service an.

So kann die Qualität konstant hoch gehalten oder sogar noch gesteigert werden. Das steigert die Freude an der Entwicklung, in der Nutzung von und somit auch die Zufriedenheit mit dem Geschaffenem.

Scrum Cooking: Eine geschmackreiche Einführung zur agilen Projektmanagementmethode

P1050066Jeder, der im Softwarebereich arbeitet wird früher oder später mit Scrum in Berührung kommen. Es gibt heute bereits zahlreiche Zertifizierungen, z.B. zum Scrum Master und Product Owner, Literatur und Vorträge, die sich mit Scrum[1] beschäftigen.

Doch, wie lernt man möglichst schnell, effektiv und auch mit ein wenig Spaß, was hinter der Methode Scrum steckt?
Müssen Mitarbeiter erst alle auf eine teure Schulung geschickt werden, bei der sie zwar die Theorie vermittelt bekommen, aber die Übertragung in die Praxis unklar bleibt? Was ist, wenn ich nur verstehen möchte, was hinter Scrum steckt, um mir dann erst zu überlegen, inwieweit die Methode für mein Team geeignet ist? Vielleicht machen wir schon Scrum, merken aber dass es noch nicht bei allen Beteiligten verstanden worden ist?Mehr…