Browser Cache richtig löschen – aber wie?

In Ausnahmefällen kann es vorkommen, dass geänderte Inhalte einer neuen Version einer Webapplikation nicht direkt sichtbar sind. Die Erklärung dafür ist fast immer dieselbe: Weil der Browser Cache nicht geleert wurde. Dieser Beitrag liefert eine kurze Anleitung und geht dem Thema „Browser Cache leeren“ auf den Grund.Mehr

IoT Prototyp: Entwicklung einer IoT Tunnellösung für Azure und ThingWorx

Im Rahmen meiner Bachelorarbeit habe ich Netzwerktunnellösungen von IoT Plattformen untersucht und selbst eine Tunnellösung entwickelt. Zu den untersuchten IoT Plattformen gehören Microsoft Azure, PTC ThingWorx und die Eurotech Everyware Cloud. Herausgekommen ist eine Client-Server-Anwendung in Java. Sie kann im Standalone-Modus und im Zusammenspiel mit bestehenden IoT Plattformen genutzt werden.

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Mob Testing: Kollaboratives Testen und Wissenstransfer

Als Test Manager, der vor allem fachliche, manuelle Tests betreut, habe ich insbesondere ein Thema des diesjährigen German Testing Days in Frankfurt mitgenommen: Mob Testing aus einem Vortrag von Katharina Warak und Benedikt Wörner (beide Maiborn Wolff).

Beim Mob Testing handelt es sich um eine kollaborative explorative Testmethode. Kollaboratives Testen hat per se schon den Vorteil, dass mehrere Tester einfach mehr sehen. Dies ist jedoch nicht der einzige Vorteil, den Mob Testing zu bieten hat.


Doch zunächst einmal zur Vorgehensweise:

Beim Mob Testing gibt es folgende vier Rollen, die möglichst cross-funktional besetzt sein sollten (Projekt Manager, Fachbereich, Entwickler, Anwender, Tester, …):

  • Facilitator: beobachtet die Testsession, notiert die gefundenen Abweichungen (Findings) und achtet darauf, dass Regeln und Zeit eingehalten werden. Diese Rolle wird innerhalb einer Session als einzige nicht ausgewechselt.
  • Navigator: bestimmt die Vorgehensweise und gibt dem Driver Anweisungen.
  • Driver: führt die Anweisungen des Navigators aus, ohne sie infrage zu stellen oder mitzureden. Und das ist nicht so einfach, wie es klingt.
  • Mob: zwei bis fünf Personen im Mob beraten (auf Anfrage) den Navigator.

 

Mob Testing doubleSlash Christian Spohr
Bild: doubleSlash Christian Spohr

Nach einer fest definierten Zeit (meist zwischen 4 und 7 Minuten) werden die Rollen durchgewechselt, immer in der gleichen Reihenfolge. Je nach Größe des Teams wird also jeder mehrere Runden im Mob sein, aber immer nur einmal in Folge Navigator oder Driver.


Mob Testing bietet zahlreiche Vorteile:

  • Vier(oder mehr)-Augen-Prinzip: Mehr Tester entdecken mehr Fehler und kommen im explorativen Test auf mehr Ideen, auch abseits der Standardprozesse zu testen.
  • Vielfältige Perspektiven: Wenn die Besetzung des Test-Teams möglichst breit gefächert ist, führen die unterschiedlichen Blickwinkel nicht nur zu einer breiter gestreuten Durchführung des Tests, sondern helfen auch, andere Herangehensweisen bzw. Perspektiven als die eigenen kennenzulernen.
  • Wissenstransfer: Durch die unterschiedlichen Blickwinkel und Vorgehensweisen wird auch Wissen gestreut. Beispielsweise sieht ein Entwickler, wie der Fachbereich mit der Applikation umgeht und entwickelt ein Verständnis dafür und umgekehrt.
  • Interdisziplinär: Die Kommunikation zwischen den Teilnehmern und damit ihren Arbeitsbereichen wird gefördert.
  • Group Thinking: Aus dem gemeinsamen Erlebnis von Problemstellungen und daraus resultierenden Anforderungen zieht das Team an einem Strang und findet sich leichter in einer gemeinsamen Lösung wieder.
  • Rotation: Eher zurückhaltende Kollegen finden sich ohne großen Stress in einer Rolle wieder, in der sie Entscheidungen treffen (als Navigator). Andere, die sonst eher im Vordergrund stehen, müssen damit leben, nur auf Nachfrage zu beraten (in der Mob-Rolle) oder Dinge wider (vermeintlich) besseren Wissens durchzuführen (als Driver).
  • Nicht zuletzt: eine Mob Testing Session macht Spaß! Für viele Beteiligte ist das ein Raus-aus-der-Routine, etwas Neues kennenlernen – und der Zusammenhalt wird gestärkt.

 

Mob Testing bietet sich an:

 

  • als ganzheitlicher Prüfstand für ein Produkt.
  • als regelmäßiger Event, um allen im Projekt Beteiligten das Produkt, an dem sie arbeiten, greifbar zu machen und up to date zu bleiben. Das betrifft auch Bereiche, an denen sie in ihrer täglichen Arbeit selbst nicht tätig sind.
  • als Einführung für Kollegen, die neu in ein Projekt / Team kommen. So lernen sie das Produkt auf einfache Art und Weise praktisch kennen.

 

Ich bin sehr gespannt, wie sich Mob Testing in unterschiedlichen Projekten bewährt. Im Gespräch mit Entwickler-Kollegen hat sich übrigens herausgestellt, dass sie dieses Vorgehen in ihren Coding Dojo Sessions ebenfalls anwenden, um so Wissen im Bereich Softwareentwicklung zu verteilen.
Ich denke, diese vielversprechende Methode ist so vielseitig einsetzbar, dass es sich lohnt, sie als Option zu betrachten, wenn es um Tests oder Wissenstransfer in unterschiedlichen Bereichen geht.

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Was ist eigentlich TypeScript?

TypeScript etabliert sich zur neuen Standard-Programmiersprache im Webfrontend. In diesem Blogpost möchte ich die Herkunft und die Grundlagen dieser Sprache, sowie die Vorteile und Unterschiede gegenüber JavaScript erläutern.

Was ist ECMAScript?

Bevor wir über TypeScript reden, muss erklärt werden, woher die Spezifikation von TypeScript kommt. Die ECMAScript-Spezifikation wird seit jeher von der European Computer Manufacturers Association festgelegt und definiert quasi, wie JavaScript funktioniert.
Die ECMA-Organisation beschäftigt sich jedoch nicht nur mit JavaScript, sondern auch mit anderen Standards, wie z.B. die gute alte CD-ROM, die Floppy-Disk oder das Office-Open-XML-Format. Hier eine Liste aller ECMA-Standards).

ECMA-Script (kurz ES) wird – seit 2015 – jedes Jahr im Juni neu Released und trägt auch den entsprechenden Jahresnamen in der Spezifikation. Die aktuelle Version ist z.B. ECMAScript 2017.
Aber Vorsicht (!) ECMAScript 2017 heißt in der Kurzform ES8 oder ECMAScript 8 (für 8th Edition) – ziemlich verwirrend, oder?

Versionsname (kurz) Versionsname (lang) Name der Spezifikation Signifikanteste Änderungen
ES6 ECMAScript 6 ECMAScript 2015 Added classes and modules.
ES7 ECMAScript 7 ECMAScript 2016 Added exponential operator (**). Added Array.prototype.includes.
ES8 ECMAScript 8 ECMAScript 2017 Async Functions, Shared memory and atomics.
ES.Next Generischer Name für die nächste, kommende Spezifikation.

JavaScript ist also nichts weiter, als eine Implementierung der ECMAScript Spezifikation.
Was ist mit dem Browser-Suppport? Siehe: caniuse.com/#search=ES6 oder w3schools.com/js/js_versions.asp

Was ist TypeScript?

TypeScript (kurz: TS) ist ein Superset von JavaScript. Das bedeutet, TS ist ebenfalls eine Implementierung von ECMAScript, erweitert aber JavaScript mit zusätzlichen „Features“.
Jeder JavaScript-Code funktioniert auch in TypeScript, aber nicht jeder TypeScript-Code funktioniert auch in JavaScript.

Wie der Name schon verrät, erweitert TypeScript JavaScript um Typings (und Annotations). Das heißt die Programmiersprache ist Typsicher – wie z.B. auch Java oder C#.
Hier ein Beispiel zur Verdeutlichung:

JavaScript TypeScript
var companyName= "doubleSlash"; let companyName: string = "doubleSlash";

Die Typsicherheit unterstützt in erster Linie den Entwickler und resultiert somit in einer höheren Code-Qualität, obwohl am Ende die Software in einer „alten JavaScript-Umgebung“ lauffähig ist. Durch statische Codeanalyse kann die Softwarequalität noch weiter gesteiert werden.

Die Typings gehen nach dem Kompilieren verloren (da JavaScript keine Typings kennt) und müssen eigentlich gar nicht genutzt werden. Sie sind laut TS-Spezifikation optional (beim Thema Clean Code sind sie natürlich Mandatory!).
Auf der Homepage typescriptlang.org heißt es übrigens: „TypeScript – JavaScript that scales.„.

Aber nicht nur das: Die von Microsoft entwickelte Sprache kompiliert TypeScript-Code „herunter“ zu einer (fast) beliebigen Ziel-ECMAScript Definition (JavaScript-Version), z.B. ES5 – was von so gut wie allen Browsern unterstützt wird. Dies kann in den Compiler-Options (tsconfig.json) konfiguriert werden. Das bedeutet, in der produktiven Webapp läuft am Ende immernoch JavaScript im Browser, kein TypeScript.
Somit schafft TypeScript in Webfrontend-Projekten auch eine gewisse Browser-Unabhängigkeit, da der/die Entwickler/in sich nicht mehr darum kümmern muss, welche ECMAScript-Features er in welchen Browsern verwenden darf, und welche nicht.

Wie der Code nach der Kompilierung aussieht, kann hier live ausprobieren:

FAQ zu TypeScript

  • Gibt es auch Browser, die TypeScript direkt verstehen (ohne Kompiliervorgang zu JavaScript)?
    → Ja, z.B. Firefox, Chrome oder sogar der IE ab Version 11! Dadurch ist es z.B. möglich über die sog. Source-Maps den TypeScript-Code direkt im Browser zu debuggen.
  • Gibt es auch Konkurrenz zu TypeScript?
    → Ja, z.B. Flow von Facebook – kann im Prinzip genau das gleiche.
  • Mit welchen Frameworks kann ich TypeScript nutzen?
    → Mit so gut wie allen aktuellen, z.B. Angular, React, Electron, Ionic, …

 

Zusammenfassung (tl;dr)

  • die Benamung der ECMAScript Spezifikationen ist äußerst kompliziert und verwirrend
  • TypeScript ist eine Implementierung der ECMAScript-Spezifikation und erweitert JavaScript um Typen, Annotationen und mehr (Superset von JS)
  • man kann als Faustregel sagen, TypeScript ist der aktuellen ECMAScript Spezifikation immer etwas vorraus.
  • der TypeScript Compiler ermöglicht es, zu einer bestimmten Target-Language (JavaScript-Version) zu kompilieren, z.B. ES5 → Stichwort „Browser-Unabhängigkeit“.
  • Debugging von TypeScript ist über Source-Maps direkt im Browser möglich

 

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Wussten Sie schon, was Microservices sind?

Die fortschreitende Digitalisierung zwingt Unternehmen dazu, flexibel auf Marktanforderungen zu reagieren und ihre Time-to-Market zu verkürzen. Große, monolithische Softwaresysteme können dieser Flexibilität oft nicht mehr standhalten. Eine Microservice Architektur bildet fachliche Funktionen in eigenständigen Modulen ab und vermeidet so unflexible Monolithen.

Wir haben bei unserem Senior Software Architect Marc Mai nachgefragt, wie Microservices funktionieren.

Wie funktionieren Microservices?

Microservices bilden die fachlichen Funktionen in eigenständigen Modulen ab. Im Gegensatz zu einem monolithischen Ansatz wird dabei „der Elefant in kleine Teile geschnitten“. Das vereinfacht Entwicklung, Betrieb und Wartung. Technologische Abhängigkeiten werden verringert, da pro Microservice ein eigener Technologiestack verwendet werden kann. Die Frage „Welche Technologie passt zu meiner Anforderung?“ rückt in den Vordergrund. Für Entwickler bedeutet das allerdings, dass sie gegebenenfalls mehr unterschiedliche Technologien und deren Tools beherrschen müssen.

Was haben Unternehmen dadurch für Vorteile?

Das Credo lautet: Ein Microservice, eine Funktion. Man wird kleiner, schneller und flexibler.
Ein Entwicklungsteam kann sich ganzheitlich um den Service kümmern, was die Effizienz der Entwicklung und des Betriebes enorm steigert (Stichwort „DevOps“). Services sind leichter zu überblicken und neue Entwickler lassen sich schneller einbeziehen. Es kann zielgerichteter skaliert werden, da mehrere Instanzen eines kompakten Services schnell und einfach auf mehrere Server verteilt werden können. Als Letztes sollte man an den Lebenszyklus einer Software denken. Kleine Elemente lassen sich viel leichter austauschen bzw. ablösen als ein Monolith – das spart Zeit und Kosten.

Wie entwickeln sich Microservices weiter?

Aktuell sind Microservices ein Hype. Dabei ist es wie mit jeder neuen Technologie: Mit der Zeit wird sich herausstellen, für welche Szenarien Microservices besonders gut geeignet sind und für welche nicht. Ziel muss sein, durch Weiterentwicklung von entsprechenden Werkzeugen maximale Einfachheit und Automatisierung zu erreichen – das spart Entwicklungskosten.
Gerade im IoT-Kontext sind Microservices besonders wichtig, weil einerseits durch die zunehmende Zahl an Geräten deutlich mehr Dynamik und Skalierbarkeit gefordert ist und andererseits ständig neue Funktionen hinzu- kommen.


Marc Mai Business Consultant und Microservices Experte doubleSlashMarc Mai hat Wirtschaftsinformatik (M.Sc.) studiert und ist seit 2013 bei doubleSlash als Software Architect tätig. Er hat branchenübergreifende Erfahrungen in IT-Projekten, auch im Bereich Automotive, z.B. mit der BMW AG. Marc Mai ist Experte für Java-EE, IoT und Big Data. Sein Einsatzschwerpunkt ist die Konzeption, Erstellung und Optimierung von Backend-Systemen und deren Architekturen.

 

 

 

Augmented Reality (AR): Was ist hier der aktuelle Status Quo?

In den letzten Jahren ist immer wieder das Thema Augmented Reality (AR) in den Medien aufgetaucht und die Technologie als absoluter Hype vermarket worden. Besonders Pokémon Go und Snapchat Filter machten das Thema rund um AR populär. In letzter Zeit war jedoch wieder weniger von AR zu hören. Es stellt sich die Frage, welches Potential diese Technologie um die erweiterte Realität bietet. Da auch bei doubleSlash Augmented Reality und Virtual Reality (RA) Applikationen für IoT Programme entwickelt werden, haben wir das Thema ständig im Blick.1

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