Das Öl muss fließen: Warum ist eine Strategie für das Informationsmanagement im Unternehmen so wichtig?

Dateninformationsmanagement„Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts“ – Will man diesen Rohstoff gewinnbringend nutzen, dann müssen Infrastrukturen geschaffen werden, über die das „Öl“ effizient transportiert und verarbeitet wird, sodass es die Verbraucher auch einfach nutzen können.

Informationsmanagement am Beispiel Fertigung: Datenaustausch zwischen Systemen bestimmt den Prozess

Eine entsprechende Pipeline und Vernetzung aller beteiligten Instanzen ist in der Fertigung beispielsweise unverzichtbar. Der Lebenszyklus eines Produktes beginnt in der Forschung und Entwicklung, gefolgt von Konstruktionsprozessen, in denen unter anderem CAD-Systeme zum Einsatz kommen. Daraufhin greifen ERP-Systeme ein, die basierend auf Entwürfen Artikel- und Stücklisteninformationen erhalten und diese an den Einkauf übergeben. Fertigungssysteme setzen die Produktteile zusammen, Vertrieb und Logistik setzen das Endprodukt ab. Die Prozesskette zeichnet sich durch einen regen Datenaustausch zwischen Quell- und Zielsystemen aus.

Fehlende Strategie für das Datenmanagement führt schnell zu intransparenten und teuren Systemlandschaften

Hat ein Unternehmen keine Strategie für das Daten- und Informationsmanagement, hat das zur Folge, dass immer mehr Verbindungen zwischen einzelnen Systemen aufgebaut werden. Dies führt zu einer schwer beherrschbaren, wenig flexiblen und damit teuren Systemlandschaft. Um im Bild des Öls zu bleiben: Das wäre genau so, als würde man das Öl einzeln in LKWs auf verschlungenen Bergstraßen von den Ölquellen zum Verbraucher bringen. Auch das Raffinieren des Öls findet dezentral und unkontrolliert statt. Die Qualität ist damit reiner Zufall.

Auf die IT-Architektur eines Unternehmens bezogen führt das zu einer engen Verzahnung zwischen heterogenen Systemen und einer schier endlosen Anzahl an Schnittstellen (vgl. Abbildung 1). Die Integrationsarchitektur ist in diesem Fall durch viele Punkt-zu-Punkt-Verbindungen geprägt, deren technische Umstände jeweils individuell überbrückt werden müssen. Dies erhöht den Verwaltungsaufwand für die interne IT und macht Datenflüsse intransparent.

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Abbildung 1: Integrationsarchitektur geprägt durch viele Schnittstellen

 

Zentrale Daten-Drehscheibe als Basis für eine effiziente Unternehmenskommunikation

 
Zur systematischen Förderung des „Rohstoffes“ Daten bedarf es vielmehr eines flexiblen Layers, über den die Interaktion und Kommunikation zwischen heterogenen Systemen erfolgen kann. Eine solche zentrale Daten-Drehscheibe schafft schnelle und transparente Verbindungen (vgl. Abbildung 2). Sie ermöglicht die Integration aller relevanten Unternehmensanwendungen bei gleichzeitiger Reduktion von Schnittstellen. Wiederverwendbare Adapter agieren dabei als überbrückende Elemente und ersetzen direkte physische Kopplungen in einer Anwendungslandschaft. Die Qualität und die Versorgung mit Daten kann sichergestellt werden.

Neue Dienste oder Anwendungen lassen sich zukünftig schneller und kosteneffizienter integrieren, die Anwendungslandschaft des Unternehmens kann agiler gestaltet werden.

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Abbildung 2: Zentrale Daten-Drehscheibe für die Kommunikation zwischen heterogenen Systemen

 
Wird die gebündelte Kommunikation der Daten über eine Pipeline darüber hinaus mit dem Aufbau eines zentralen Datentopfes (Daten-Hubs) verknüpft, lässt sich das Potential großer Mengen an unstrukturierten und strukturierten Daten innerhalb und außerhalb des Unternehmens heben. Die Zusammenführung transaktionaler und geschäftskritischer Daten sowie Daten aus weiteren, heterogenen Applikationen bietet die Chance auf ein qualifiziertes Reporting und führt zu einer vollständigen Datenbasis. Mittels BI-Systemen kann so erfolgskritisches Wissen über Status, Potentiale und Perspektiven des Unternehmens erzeugt und abgeleitet werden.

Plattformen zur Realisierung von Strategien für das Daten- und Informationsmanagement

Einmal definiert, können Strategien für das Daten- und Informationsmanagement mit Hilfe zahlreicher Plattformen unterschiedlicher Anbieter umgesetzt werden. So stellt bspw. der Open-Source-Anbieter „Talend“, neben vielen anderen Anbietern, eine umfassende Integrationsplattform bereit, die über die unternehmensweite Datenintegration hinaus ein vollständiges Stammdatenmanagement, BPM sowie Datenqualität und Datenintegration in ein und derselben Plattform ermöglicht. Erreicht wird dies mit Hilfe umfangreicher Funktionen des Talend-Studios – einem graphischen Designer bzw. Werkzeug, das auf der Eclipse Entwicklungsumgebung basiert.

Hiermit können unter anderem Jobs zur Datentransformation oder -integration definiert, Beziehungen zwischen Komponenten modelliert sowie Kommunikationsfehler innerhalb der Anwendungslandschaft überwacht und debuggt werden. Die mitgelieferten, rund 800 Konnektoren ermöglichen eine unternehmensweite Anbindung aller relevanten Quellsysteme.

Als Code Generator erzeugt Talend automatisch nativen MapReduce-Code, der innerhalb eines Hadoop-Clusters ausgeführt wird. So können Daten transformiert, bereinigt, angereichert und aggregiert werden bevor sie in das Enterprise Data Warehouse geladen werden. ().

Fazit

Die Lösung der Herausforderungen mit Talend ist eine der vielen Möglichkeiten die Datenflüsse im Unternehmen effizient zu gestalten und damit die IT des Unternehmens auf die zukünftigen Anforderungen des Marktes und der Kunden vorzubereiten. Wenn das Öl nicht rechtzeitig und effizient beim Kunden angelangt, so werden sich diese nach alternativen Lieferanten umschauen.

Ob dies gelingt, hängt von der Strategie des Informationsmanagements ab.

 

Mehr zum Scalable Data Hub erfahren Sie hier

 

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