Datenqualität und Reporting

Die Bedeutung einer hohen Datenqualität ist ein immer aktuelles Thema. Aber was ist Datenqualität und warum sollte sie für Ihr Unternehmen wichtig sein?

Unter Datenqualität bzw. Informationsqualität wird die Qualität, also die Relevanz und Korrektheit von Informationen verstanden. Die Datenqualität beschreibt, inwieweit eine Information geeignet ist, die Realität zu beschreiben.

Die Projektgruppe „Normen und Standards“ der Deutschen Gesellschaft für Informations- und Datenqualität e.V., kurz DGIQ, unterscheidet die Informationsqualität in 15 Dimensionen, die hier bzw. graphisch aufbereitet hier zu finden sind. Diese 15 Dimensionen werden in die vier Kategorien „systemunterstützt“, „inhärent“, „darstellungsbezogen“ und „zweckabhängig“ unterteilt. Nun stellt sich die Frage:

Wie hängt Datenqualität mit einem (Projekt-) Reporting zusammen?

Einfach gesagt, es gilt die alte IT-Regel: „Garbage In, Garbage Out“, die besagt, dass man mit einem schlechten oder fehlerhaften Input keinen validen Output liefern kann. Ein (Projekt-)Bericht als Output kann also nur so gut und verlässlich sein, wie es die Datenqualität des Inputs zulässt.

Warum sollte das Thema Datenqualität für Ihr Unternehmen wichtig sein?

Wenn man die Daten als Fundament der Informationsversorgung sieht, auf dem alle folgenden Schritte (Reports, Eskalationen, Entscheidungen, etc.) aufbauen, dann möchte man sich auf das Fundament verlassen können. Eine hohe Datenqualität sorgt für eine sichere und verlässliche Grundlage. Dadurch können sinnvolle Berichte erstellt werden und nur dann können Entscheidungen getroffen werden, die auf verlässlichen Informationen beruhen. Die Datenqualität sollte daher schon beim „Bau“ eines Informationssystems berücksichtigt werden. Denn: welcher Entscheider will seine Entscheidung basierend auf falschen (schlechten, unvollständigen, alten, etc.) Informationen treffen?

Was sind die Ursachen von Datenqualitätsproblemen?

Eine der Hauptursachen ist das manuelle Erfassen von Daten durch Mitarbeiter. Dies wird auch durch eine Studie zum Thema Datenqualität und Datenqualitätsmanagement der Steinbeis Hochschule in Zusammenarbeit mit der DGIQ bestätigt, in der 75 % der befragten Unternehmen dies als Ursache erkennen. Daneben wurde als zweiter Grund die inkonsistente Verwendung von Begrifflichkeiten (53 % der befragten sehen dies als Ursache für Datenqualitätsprobleme) erkannt.

Es wurde weiter festgestellt, dass die Verantwortlichkeit für die Datenqualität eher im IT- Bereich (32 Prozent) als im Fachbereich (26 Prozent) liegt. In 13 Prozent der Fälle existiert eine gemeinsame Verantwortung.

Wie kann die Datenqualität eröht bzw. konstant erhalten werden?

Zu diesem Zweck werden in deutschen Banken und Versicherungen Tools wie Datenprofiling-Lösungen, Enterprise Content Management-Software und Lösungen für Datenintegration (ETL, EIL, EAI) verwendet. Um die Datenqualität zu verbessern und konstant zu erhalten ist es weiter notwendig, sich der Wichtigkeit der Datenaufnahme und -abgabe bewusst zu werden. Die  DGIQ bietet zur professionellen Abhilfe verschiedene Veranstaltungen, Kurse, Hilfestellungen und Tipps zum Thema Informations- und Datenqualität an.

Ob IT-, Fachabteilung oder beide gemeinsam: Wenn das Thema Informationsqualität konsequent berücksichtigt wird, dann tauchen bei der Verwendung der Informationen keine weiteren Fragen mehr auf.

Zurück zur Übersicht

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*Pflichtfelder

*