Die Erfolgsfaktoren für Ihre Digitalisierungsstrategie

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Die digitale Transformation verspricht mehr Effizienz in bestehenden Prozessen und rüstet Unternehmen für die digitale Zukunft und neue Wertschöpfungsmodelle. Die Erfolgsfaktoren auf diesem Weg waren Thema auf dem diesjährigen slashTalk bei doubleSlash. Der slashTalk bildet die Brücke zwischen Fachabteilung und IT. In diesem Jahr erhielten die Teilnehmer Einblicke in Digitalisierungsprojekte aus der Praxis und konnten sich mit anderen Experten austauschen.

Der slashTalk 2017 befasste sich mit der digitalen Transformation von Unternehmensprozessen, den dafür nötigen Voraussetzungen für den Erfolg, ihrem Nutzen und Herausforderungen bei der Umsetzung. 

Digitalisierung ist Kultur

doubleSlash Geschäftsführer Konrad Krafft sprach in seiner Keynote Präsentation darüber, dass Digitalisierung die nicht aufhaltbare Evolution in der Wirtschaft sei, um Prozesse zu automatisieren, zu vereinfachen und Fehlerquellen zu minimieren – vor allem aber auch, um skalieren und langfristig Kosten einsparen zu können.
Eine große Herausforderung ist dabei der notwendige Kulturwandel innerhalb eines Unternehmens, ohne den digitale Transformation nicht funktioniert.

Abgesehen davon, dass Unternehmen in Zukunft immer neue Geschäftsmodelle entwickeln müssen, um auf dem Markt überleben zu können, müssen sie vor allem aber auch schnell und agil in der Umsetzung dieser Geschäftsmodelle sein. Agilität ist also ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Digitalisierung. Dabei bewegen sich Unternehmen im Spannungsfeld zwischen ihrem Bedürfnis nach Stabilität und der Notwendigkeit, sich agil an Marktbedürfnisse anzupassen und Neuerungen schnell umzusetzen. Eine Agilität, so Konrad Krafft, die Software-Entwicklern durchaus zu eigen ist. Unternehmen sollten daher ihre Prozesse so agil wie die Softwareentwicklung gestalten.

Bedeutung der digitalen Transformation

 
Alexander Strobl, Head of Digital Transformation IT bei Wagner, ging in seinem Vortrag der Frage auf den Grund, wann eine digitale Transformation wirklich erfolgreich ist. Sein Fazit: Digitalisierung macht nur Sinn, wenn ein wirklicher Mehrwert entsteht. Ob ein Mehrwert bei einem Digitalisierungsvorhaben gegeben ist, zeigten seine 7 Faktoren für ein gelungenes Digitalisierungsprojekt:

• Hat Relevanz
• Einfache Handhabung
• Funktioniert überall
• Löst mein Problem
• Nutzt Vorhandenes
• Vernetzt Menschen
• Skaliert beliebig

 

 

Chancen und Grenzen von Digitalisierung

Andreas Müssle, Geschäftsbereichsleiter Key Components & Service bei Zeppelin Systems, gab einen Einblick in ein konkretes Digitalisierungsprojekt und den kulturellen Wandel, der damit einhergeht. Seine Learnings:

• Man braucht Perspektive, um sich von bestehenden Abläufen zu lösen und neue digitale Prozesse auszuarbeiten. Reden über das, was möglich wäre, reicht nicht. Es geht darum, die Initiative zu ergreifen und das Machbare aufzuzeigen.
• Bestehende Prozesse werden durch neue Vorgehensweisen ersetzt – die Veränderungen betreffen meist mehrere Abteilungen gleichzeitig. Die Bereitschaft dazu und die dafür nötige Offenheit sind erfolgskritisch.
• Gewohnte Aufgabenfelder müssen verlassen und neue erarbeitet werden. Dafür ist es wichtig, dass die Mitarbeiter den Mehrwert der Umstrukturierung sehen. Die Erfahrung zeigt, dass das nur anhand sichtbarer Ergebnisse und mit erheblichem Durchhaltevermögen funktioniert.

Dabei plädiert er für hohe Agilität: Diese Vorgehensweise zur Umsetzung einer Digitalisierung ist sehr hilfreich oder sogar essentiell. Denn oft gibt es Parameter, die am Anfang noch nicht bekannt sind und sich erst im Laufe der Projektumsetzung heraus kristallisieren. Sie gilt es aufzugreifen und in das weitere Vorgehen zu integrieren.

Spannungsfelder zwischen etablierten Prozessen und digitalen Herausforderungen

Melitta Arkossy, Exhibition Manager bei der Messe München GmbH, sprach über den Bedarf, Prozesse innerhalb ihres Unternehmens zu digitalisieren und daraus neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. In diesem Transformationsprozess wurden eine Reihe von Erkenntnissen und Erfahrungen gesammelt, die maßgeblich für eine erfolgreiche Digitalisierung sind:

Fachabteilungen und IT müssen frühzeitig und regelmäßig an einen Tisch kommen, um Ziele und Anforderungen gemeinsam zu formulieren.
• Es muss ein Weg gefunden werden, wie unterschiedliche Systeme miteinander vernetzt werden und untereinander kommunizieren können. Es gilt frühzeitig passende Schnittstellen zu finden – nicht nur auf technischer sondern auch auf fachlicher Ebene.
• Ein frühes Beginnen mit dem Change Management ist dabei ebenso wichtig wie die Unterstützung der Geschäftsführung.

Der Treibstoff für eine zukunftsfähige Software: Continuous Delivery

Daniel Lehle und Sebastian Sturm, Softwareentwickler bei doubleSlash zeigten, wie sich die Softwareentwicklung inzwischen professionalisiert hat.  Dabei spielt vor allem Continuous Delivery eine Rolle: eine Methode in der Softwareentwicklung mit dem Ziel, sämtliche Codeänderungen kontinuierlich, schnell und in hoher Qualität liefern zu können. Sie zeigten anschaulich an konkreten Beispielen, wie Softwareentwicklung mit und ohne Continuous Delivery aussehen kann und an welchen Stellen hier die Mehrwerte für Unternehmen entstehen. Eine Handlungsempfehlung, wann es Sinn macht, die Methode einzusetzen, gab es mit dazu:

• Projekte mit langer Laufzeit
• Bedarf, schnell auf äußere Einflüsse zu reagieren
• Große Projektteams
• Große Komplexität durch Business Logik, viele Schnittstellen zu anderen Systemen oder viele Schnittstellen im eigenen System
• Wenn andere Systeme das eigene für eine Integration benötigen

Lightning Talks by doubleSlash

• Der Data Hub – Moderne Datenplattform zur optimalen Nutzung von geschäftlichen Daten: Sandra Rueß, Business Consultant bei doubleSlash, sprach über die sinnvolle Verbindung von verschiedenen Datentöpfen in einem digitalen Prozess und wie die Anbindung intelligenter Services zu einem nützlichen Erkenntnisgewinn führen kann.
• Christian Geser, Software Architekt bei doubleSlash, zeigte in fünf Minuten, dass der Einsatz von Microservices nicht nur Agilität in der Entwicklung sondern auch in der Funktionalität bedeutet und diese als High Performance Team in einer Software zusammenarbeiten.
• Markus Wingler, Software Architekt bei doubleSlash, wagte mit dem intelligenten Konfigurator einen Blick in die Zukunft: Durch die Verknüpfung mit KI Services werden Konfiguratoren „intelligent“. Sie bauen auf dem jetzigen Wissen auf und werden möglicherweise Services revolutionieren.
• Michael Rotter, Business Consultant bei doubleSlash, entführte die Teilnehmer in die Welt von Big Data und den Einfluss in den US-Wahlkampf. Die Erkenntnis: Predictive Analytics beeinflusst dabei nicht nur Politik oder Polizeiarbeit, sondern erleichtert auch unseren Alltag.

Fazit:

Die digitale Transformation verspricht mehr Effizienz in bestehenden Prozessen und rüstet Unternehmen für ihre digitale Zukunft. Dabei kristallisiert sich immer wieder ein wesentlicher Erfolgsfaktor heraus: Je besser Fachabteilungen und IT zusammenarbeiten, desto erfolgreicher gelingt die digitale Transformation.

Das bedingt einerseits, dass sich Marketing, Vertrieb und Service mit Technologien und Software auseinandersetzen. Umgekehrt wird es für die IT immer wichtiger, die Bedürfnisse ihrer Fachabteilung zu kennen.

Das setzt zum einen oft ein Umdenken und einen notwendigen kulturellen Wandel in Unternehmen voraus. Zum anderen sind Durchhaltevermögen und eine Strategie der kleinen, agilen Schritte erforderlich.

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