Die fünf wichtigsten IT-Trends 2018

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vernetzte TechnologienNein, die Blockchain gehört nicht zu den IT-Trends 2018, da wird sich vermutlich im kommenden Jahr erstmal – wie bei jeder Trendtechnologie – Ernüchterung einstellen. Zwar gibt es ohne Zweifel sinnvolle Szenarien für die Blockchain. Aber sie löst kein ernsthaftes Problem, sie erzeugt nicht den ganz großen Nutzen, den man sich erwartet. Unsere Infrastruktur, unsere etablierten Prozesse, unser ganzes Gemeinwesen basiert auf Vertrauen, auch wenn es zum Beispiel durch die Finanzkrise erschüttert worden ist. Hätten wir eine echte, weit reichende Vertrauenskrise, dann würde sich die Blockchain als Lösung anbieten. So aber glaube ich nicht, dass sich die Blockchain-Technologie die nächsten Jahre auf breiter Basis durchsetzen wird.

Als Forschungsobjekt taugt sie aber allemal, da sie aus Sicht eines Technikers eine interessante Alternative zu bestehenden Transaktionssystemen darstellt.

IT-Trends 2018: Digitalisierung mit bestehenden Technologien umsetzen

Vielmehr wird es bei den IT-Trends 2018 darum gehen, die Technologien, die in den vergangenen Jahren entwickelt wurden, anzuwenden. Gewinner wird sein, wer Digitalisierungsvorhaben konkret angeht und dabei auf bestehende und bewährte Technologien baut. Und zwar jetzt. Lesen sie hier, welche fünf IT-Trends 2018 für Unternehmen relevant sind.

IT-Trend 1: Agilität ist Trumpf

 
Je weiter die Digitalisierungsprojekte in den Unternehmen voranschreiten, desto deutlicher wird: Statische Organisationen und Hierarchien sind ein Hemmschuh für die weitere Entwicklung. Unternehmen werden sich deshalb weiter agilisieren. DAX-Konzerne werden ihre Mitarbeiter zunehmend in agilem Denken und Handeln schulen.
In den Fachabteilungen trifft die digitale auf die gewachsene, traditionelle Kultur. Agile Teams werden wichtiger, und Sprints, also kurze, überschaubare Entwicklungsschritte, werden nicht nur die Softwareentwicklung, sondern auch die Produktentwicklung beschleunigen. So sind die Unternehmen innovativ und schnell genug, um mit der Digitalisierung Schritt zu halten. Nicht zu vergessen: Ein Unternehmen, das diesen Spirit lebt, das auf demokratische und transparente Entscheidungsprozesse setzt, zieht qualifizierte junge Mitarbeiter an. Hier können sie teilhaben und finden Antworten nach dem Sinn ihres Tuns.

IT-Trend 2: Hybride Cloud-Umgebungen setzen sich durch

Die Anwender von Cloud Computing werden klären, welche Daten und Informationen sie einer öffentlichen und welche sie einer privaten Cloud anvertrauen. Und sie werden das umsetzen. Daten, die es zu schützen gilt, werden in einer definierten Umgebung abgelegt, andere öffentlich. Basis ist eine Informationsklassifizierung wie sie zum Beispiel nach ISO 27001 gefordert wird. Hybride Cloud-Umgebungen werden sich durchsetzen. Es werden auch große Anbieter, wie etwa Microsoft, Hybrid-Clouds anbieten, um Skalierungseffekte zu erzielen. Vertrauliche Dokumente und datenschutzrechtliche Informationen müssen in einer gesonderten Private Cloud verwaltet werden. Sicherheitskonzepte sind für jedes Digitalisierungsvorhaben ein absolutes Muss.

IT-Trend 3: Softwareentwicklung wird zur Kernkompetenz

Unternehmen werden in Zukunft verstärkt auf Softwareentwicklung im eigenen Haus setzen. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Digitalisierung muss vorangetrieben werden. Welche Möglichkeiten und Potenziale sich dabei für das Unternehmen eröffnen, sieht man aber nur, wenn man tief in der Thematik steckt. Hinzu kommt, dass Produkte heute oft nur noch über Software verbessert werden können.
Im Übrigen sorgt die Digitalisierung dafür, dass Entwicklungen sehr schnell verlaufen und nicht selten gänzlich neuartige Ansätze brauchen. Dafür ist ein Unternehmen nur gerüstet, wenn es seine Softwareentwicklung selbst in der Hand hat.
Gefragt sind hier IT-Dienstleister, die ihr Wissen transparent machen und teilen. Die als eine Art Software-Fahrlehrer agieren und ihre Auftraggeber in die Lage versetzen, Software selbst zu entwickeln.

IT-Trend 4: Die API-Ökonomie kommt

Microservices werden die Entwicklung von “pay-per-use” Modellen vorantreiben. Auch hier trifft die technologische Entwicklung auf einen gesellschaftlichen oder besser marktwirtschaftlichen Bedarf. Services, welcher Art auch immer, lassen sich einfacher und besser verrechnen. Damit werden “pay-per-use” Modelle in immer mehr Bereichen des täglichen Lebens Einzug halten. Der Kunde bekommt die Freiheit zu entscheiden, ob er bestimmte Dienstleistungen per Flatrate oder Einzelnutzung bezahlt. Das Prinzip „nutzen statt besitzen“ gewinnt an Bedeutung.

IT-Trend 5: Big Data nimmt weiter Fahrt auf

Unternehmen entdecken im Zuge der Digitalisierung und zunehmend datengetriebener Entscheidungen immer mehr, welche Wissensschätze in ihren Daten schlummern. Wissen, das sich nutzen lässt, um Wettbewerbsvorteile zu realisieren. Richtig genutzt, lassen sich auf der Basis von Big Data beispielsweise Muster erkennen, die Entscheidungen untermauern. Maschinen, die Daten liefern und kommunizieren können sind schon heute State of the Art. IoT-Anwendungsbereiche wie etwa Predictive Maintenance werden ausgebaut oder entstehen neu. Statt, um im Beispiel zu bleiben, eine Maschine zu festen Zeitpunkten zu warten, die mehr oder minder genau dem Bedarf entsprechen, wird situationsgetriebenes Agieren zur Norm.
Das Berufsbild des Data Scientist entsteht als Zwischenschritt zum digitalen Pädagogen. Er wird mit neuronalen Netzen arbeiten und die Maschinen darauf trainieren. Die Kunst ist es herauszufinden, mit welchen Mustern neuronale Netze gefüttert werden müssen und wie sich der Lerneffekt durch positive beziehungsweise negative Rückmeldungen unterstützen lässt. Hier steht jedoch noch eine große Herausforderung bevor: In vielen Entscheidungsprozessen von neuronalen Netzen wollen wir wissen, warum hat sich ein Netz so entschieden? Auf diesem Gebiet wird noch einiges an Forschungsarbeit notwendig sein.

Fazit:

Die IT-Trends 2018 stehen also keineswegs unter der Flagge neuer Hypetechnologien. Es wird viel mehr darum gehen, dass die Unternehmen die bestehende Best Practices und Muster nutzen, agil denken und Softwareentwicklung als notwendige Kernkompetenz beherrschen. So erhält ein Unternehmen den entscheidenden Marktvorsprung.

 

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