Die Rolle von Microsoft in der Software-Entwicklung – ein Abriss

Software-EntwicklungMicrosoft hat in den letzten Jahren viel getan, um kundenfreundlicher zu werden. So soll laut CEO Satya Nadella Windows nicht nur „geliebt“[1], sondern auch die gesamte Plattform für die Entwickler-Szene attraktiver werden.

Die Software-Entwicklung wird mehr und mehr Open Source

Die Aktivität von Microsoft in der Open Source-Community ist hierbei an erster Stelle zu nennen. Beispielsweise wäre eine Bereitstellung des Compilers in ein freies Repository wie Github vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen. So ist es heutzutage möglich, aktiv an der Gestaltung des Compilers für C# und VB.NET (Compiler-Plattform Roslyn) [3] und deren Sprach-Features mitzuwirken.

Unter Verwendung des .NET Compiler Platform SDK [2] ist es somit möglich, u.a. eigene diagnostische Meldungen mit Code Fix-Vorschlägen zu implementieren.

Ein weiteres Beispiel stellt die Paketverwaltung NuGet [4] dar. Auch diese ist unter Open Source gestellt, sodass Entwickler ebenfalls aktiv an der Weiterentwicklung Teil haben können.

Microsoft wird Cross-Plattform fähig

Darüber hinaus bewegt sich Microsoft immer mehr in Richtung Cross-Plattform. Der ebenfalls unter Open Source gestellte .NET Core [4] in Verbindung mit dem .NET Execution Framework (DNX) erlauben beispielsweise die Ausführung von C#-Code auch auf einem Mac- oder Linux-basierten Betriebssystem. Was vormals nur mit Mono möglich war, wird nun von Microsoft von Haus aus zur Verfügung gestellt.

Die Entwicklung des Quellcodes kann durch den von Microsoft kostenlos zur Verfügung gestellten Editor Visual Studio Code [4] erfolgen. Dieser ist ebenfalls Cross-Plattformfähig und unterstützt neben C# auch JavaScript, JSON, HTML, CSS, Sass and Less, SQL u.v.m.

Das bedeutet: mit von Microsoft zur Verfügung gestellten Technologien ist es möglich, produktiv auf einem „fremden“ Betriebssystem zu entwickeln!

Wird auf die Entwicklungsumgebung Visual Studio zurückgegriffen, können bereits mit der kostenlosen Community-Edition eine Fülle von verschiedensten Applikationsarten entwickelt werden2

Hier ein Auszug:

  • Webanwendungen mit ASP.NET, Node.js, Python und JavaScript. Darüber hinaus können aktuelle Frameworks wie AngularJS und jQuery eingebunden werden.
  • Apps für mobile Geräte, die auf der Universal Windows Platform (UWP), iOS oder Android basieren. Entwicklung mit Apache Cordova mittels Webtechnologien oder nativen C# mit Xamarin.

 

Verwendung von offener Quellcodeverwaltung in der Software-Entwicklung

 

Selbst die Quellcodeverwaltung im Visual Studio ist nicht mehr auf das Team Foundation Version Control (TFVC) limitiert. Die IDE bietet volle Git-Integration, so dass beispielsweise öffentliche Projekte direkt von Github geklont und weiter entwickelt werden können. Natürlich kann auch das firmeneigene Git-Repository eingebunden werden.

Cloud First Ansatz setzt sich weiter durch
Gemäß dem „Cloud First“-Ansatz von Satya Nadella sind Neuerungen am Team Foundation Server zu aller erst immer in den Visual Studio Team Services (VSTS) zugänglich. Erst später werden diese dann in den kommerziell zu erwerbenden TFS überführt.

Bei den VSTS handelt es sich um die Cloud-Lösung des TFS. Übrigens: mit jedem kostenlosen Microsoft-Account ist die Benutzung der VSTS für Teams bis fünf Personen ebenfalls kostenlos.

Microsoft setzt auf Informationsverteilung

Aktuelle Informationen rund um die Aktivität Microsofts in der Software-Entwicklung können beispielsweise über den hauseigenen Kanal Channel9 [5] bezogen werden. Hier werden diverse Online-Videos von Microsoft-Mitarbeiten in den verschiedensten Themengebieten angeboten.

Mit Anmeldung an der Microsoft Virtual Academy (MVA) [3] können kostenlos Kurse im Bereich der Programmierung, Web-, Spiel- und Datenbank-Entwicklung aber auch zu Windows 10 durchgeführt werden. Kurze Online-Tests prüfen nach jedem Modul das erlernte Wissen.

Aber nicht nur in der Online-Welt unterstützt Microsoft die Entwickler-Gemeinde stark. Auch im Bereich der .NET UserGroups erklären sich MVPs gerne bereit, Vorträge auf diversen Treffen zu halten. Microsoft unterstützt die Events über die International .NET Association (INETA) [3] – ein Organ zur Organisierung der UserGroups in Form von Zuschüssen bei Reisekosten.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Microsoft einiges dafür tut, präsenter im Bewusstsein der Software-Entwicklung zu sein. Der Entwickler-Kreis wird durch die Bereitstellung von vielen kostenlosen Werkzeugen und die Öffnung auf andere Plattformen massiv unterstützt und erweitert.


 

Quellen:

[1] http://www.welt.de/print/wams/wirtschaft/article136743006/Die-Charme-Schleuder.html

[2] https://www.visualstudio.com/de-de/products/visual-studio-community-vs.aspx 

[3] https://mva.microsoft.com/

[4] https://github.com/NuGet

[5] https://channel9.msdn.com/

 

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