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doubleSlash Erfahrungsbericht zur Elektromobilität

08.11.2021

Wir beschäftigen uns nicht nur bei der Arbeit mit modernen und zukunftsweisenden Themen. Auch im Privaten lassen wir uns für Themen, wie zum Beispiel die Elektromobilität begeistern.

In diesem Blogbeitrag möchten wir unsere Erfahrungen weitergeben, die wir in den vergangenen Monaten mit unseren Elektroautos sammeln konnten. Trotz unterschiedlicher Fahrzeuge und Grundvoraussetzungen haben wir sehr ähnliche Erfahrungen sammeln können, die wir gerne gebündelt weitergeben möchten. Wir geben damit einen Einblick in den aktuellen Zustand der Elektromobilität und geben vielleicht dem einen oder anderen eine Entscheidungshilfe, wenn ein Kauf oder Firmenwagen-Wechsel bevorsteht.

In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die Bereiche: Kauf/Bestellung, Fahreindrücke, Digitalangebot und das Ladeerlebnis.

 

Vorstellung: Fünf Kollegen berichten über ihre Erfahrungen im Bereich Elektromobilität

Folgende doubleSlash Kollegen haben mit ihrem Elektrofahrzeug an diesem Erfahrungsbericht mitgewirkt:

Name (Alter) Fahrzeug Warum dieses Fahrzeug?
Konrad (51)

Konrad Krafft

BMW iX3

„Wir haben überlegt, Elektroautos für doubleSlash einzuführen. Ich habe mich hier bereit erklärt als Tester zu dienen, um zu sehen, wie es im Unternehmenskontext (Fuhrpark, etc.) funktioniert. BMW war für mich als Marke klar, da wir als Unternehmen BMW sehr viel zu verdanken haben und ich mich deswegen mit dieser Marke sehr verbunden fühle.“
Peter (36)

Peter_Deutschmann

Mini Cooper SE

„Im Alltag macht für mich ein Verbrenner keinen Sinn. Die bei weitem meisten Fahrten sind unter 10 km. Als sich dann die „neue“ Mobilitätstechnologie etabliert hat, wollte ich darauf umsteigen. Auf der Suche nach einem Kleinwagen hab ich dann alles im Markt verfügbare Probe gefahren und mich aufgrund der fahrdynamischen Eigenschaften für den Mini entschieden.“
Simon (26)

Autorenbild Simon Kitzberger

Tesla Model 3 Performance

„Als technik- und autobegeisterter Mensch kommt man an der Marke Tesla nicht vorbei. Extreme Power, gute Reichweite und viel technische Spielereien. Das Auto hat mich von Beginn an begeistert. Das wollte ich gerne auch weitergeben und habe mich dazu entschieden das Auto zu vermieten. Die große Nachfrage hierbei zeigt, dass viele das Phänomen Tesla einmal selbst erleben wollen.“
Stefan (53)

 

 VW ID.3 First Edition

„Wir waren von Marketing und der Entschiedenheit von VW zum Thema Elektromobilität begeistert. Bei den 1st Movern dabei zu sein war und ist cool.
Die angekündigten technischen Features haben uns gereizt.“
Andreas (31)

Autorenbild Andreas Nuber Andreas Nuber

Skoda Enyaq iV 60

„Wir hatten zwei Diesel zu Hause, welche auf Grund veränderter Lebensumstände nur noch für sehr wenig Kilometer genutzt wurden. Da wir durch eine Photovoltaikanlage Zugriff auf Eigenstrom haben, fiel unsere Entscheidung darauf, einen Verbrenner durch ein vollelektrisches Fahrzeug zu ersetzen. Wir sind dafür so ziemlich alle am Markt verfügbaren E-Autos Probe gefahren und haben uns letztendlich, auf Grund der Ausstattung, Größe und des Preis-Leistung Verhältnisses, für den Skoda entschieden.“

 

 

Die Customer Journey bei E-Fahrzeugen

Kauferlebnis

Das Erlebnis der Bestellung und des Kaufs unterscheiden sich bei Tesla und den klassischen Herstellern (BMW, Mini, Skoda und VW) vor allem bei der Lieferzeit. Während die Kollegen bei BMW, Mini, Skoda und VW mit langen Lieferzeiten Geduld zeigen mussten, war Tesla mit 1,5 Monaten von Bestellung bis Übergabe überdurchschnittlich schnell. Bei Mini waren es ca. sieben Monate, bei Skoda ca. neun Monate und bei VW musste Stefan als Teilnehmer des 1st Mover Programm beim ID.3 (Vorbestellung 1,5 Jahre zuvor) deutlich mehr Geduld aufbringen. „Leider blieb VW bei der Auslieferung des Fahrzeugs hinter meinen Erwartungen zurück. Wiederholte Verschiebung des Liefertermins um letztlich fast sechs Monate machten das Warten für uns schmerzhaft.“ Auch bei Mini war es leider ähnlich: „Insgesamt fand ich das Erlebnis nicht gut. Zu lange Warte-/Lieferzeiten und kaum proaktive Informationen vom Händler.“ Bei BMW zeichnet sich ein vergleichbares Bild ab: „Nach dem Kauf verging aufgrund der langen Lieferzeiten eine große Pause, in der ich wenig bis gar keine proaktive Kommunikation seitens BMW hatte. Verzögerungen wurden erst auf Nachfrage beim Händler bekannt.“

Bei der Abholung zeigt sich aber dann die bekannte Qualität der klassischen Hersteller: Eine freundliche, kompetente und ausführliche Übergabe des Fahrzeugs gehört hier zum guten Ton. Anders war es hier bei Tesla: „Die Bestellung war zwar unkompliziert, lief ohne Probleme ab und man konnte über das Online Portal jederzeit Informationen über den zeitnahen Auslieferungstermin bekommen. Die Übergabe war dann jedoch weniger schön und distanziert. Tesla hat deutlich weniger Standorte in Deutschland. Deshalb muss man für die Abholung eine weitere Anreise – in meinem Fall waren es über 300km – in Kauf nehmen. Die Übergabe läuft sehr zügig und unspektakulär ab. Man kann nach fünf Minuten schon mit seinem neuen Auto vom Hof fahren.“

Kurzum lässt sich sagen, dass die klassischen Hersteller aktuell noch mit teilweise großen Problemen bei der Lieferzeit kämpfen, wohingegen Tesla hier schon deutlich schneller ist. Das große Händlernetzwerk und die vielen Mitarbeiter vor Ort sind hingegen immer noch ein großer Vorteil der etablierten Hersteller, den Tesla so schnell nicht aufholen kann.

 

Fahrerlebnis

Fahrverhalten
Beim Fahrverhalten sind sich alle einig:

Konrad (BMW): „Liegt satt auf der Straße und beschleunigt unheimlich gut. Das Auto gleitet total lautlos und entspannt dahin. Ich fahre jetzt wieder viel lieber Auto, weil ich das Motorengeheule vom Verbrenner einfach nicht leiden mag, das stresst mich.“

Peter (Mini): „Das Fahrgefühl ist großartig. Beschleunigung und Straßenlage machen Spaß und geben ein sicheres Gefühl, weil das Auto direkt auf das Gaspedal anspricht und keine Gangüberlegungssekunden oder gar erst eine hohe Drehzahl benötigt. Kurvenfahrten sind aufgrund des sehr tiefen Schwerpunkts auch absolut super.“

Stefan (VW): „Verbrennerfahrzeuge müssen oft nach dem Abbiegen oder einer Kurve, den ‚richtigen Gang suchen‘, was sich in einer Totzeit oder Ruckeln bemerkbar macht. Das ist beim E-Fahrzeug definitiv Vergangenheit, das Auto stürmt einfach sofort los.“

Simon (Tesla): „Die Beschleunigung (3,3 Sekunden auf 100km/h) begeistert mich immer wieder. So ein Gefühl hat man sonst nur in der Achterbahn oder hochpreisigen Sportwagen. Trotz dieser enormen Leistung liegt der Tesla sehr sicher auf der Straße. Das Auto bringt Jede(n) zum grinsen.“

Andi (Skoda): „Das Fahrverhalten ist super. Überraschend ist vor allem die Wendigkeit trotz der Größe.“

Der Elektromotor bietet ein grundlegend anderes Fahrverhalten als ein Verbrennungsmotor. Das zeigt sich vor allem in der direkten Gasannahme und der zügigen Beschleunigung. Das Gewicht ist, durch den im Fahrzeugboden verbauten Akku, recht hoch. In Kombination mit dem tiefen Schwerpunkt sorgt das für eine sichere und stabile Straßenlage. Auch das geräuscharme und geruchslose Fahren ist gerade im Wohngebiet sehr beliebt.

Bremsen
Wie bei fast allen Elektroautos wird die mechanische Bremse nur selten verwendet. Die meisten Bremsvorgänge können ausschließlich durch die sogenannte Rekuperation bewerkstelligt werden und die „richtige“ Bremse kommt erst bei sehr starkem Bremsen beziehungsweise bei Gefahrenbremsung zum Einsatz.

Sobald man vom „Gaspedal“ geht greift die Rekuperation, bremst das Fahrzeug und gewinnt Strom zurück. „Daran musste ich mich im Tesla auch erst gewöhnen, aber mittlerweile empfinde ich es als ein entspannteres Fahren. Man muss nur ein Pedal benutzen und dieses einfach mehr oder weniger betätigen, um schneller oder langsamer zu fahren.“ Bei BMW geht das sogar noch einen Schritt weiter: „Wenn man ohne Bremse fährt, dann schaut das Auto selbst voraus und rekuperiert, wenn es Hindernisse sieht. Es „ahnt“ quasi das Bremsen voraus und verzögert durch rekuperieren.“

Das Ganze ermöglicht nicht nur effizienteres Fahren, sondern sorgt auch für einen geringeren Verschleiß der Bremsen, einem der generell wenigen Verschleißteile im Elektroauto.

Fahrassistenzsysteme
Gerade bei Elektroautos versuchen alle Hersteller, die Kund:innen mit modernen und zukunftsweisenden Features zu überzeugen. Tesla investiert enorme Summen für die Entwicklung ihres „Autopilots“, der auch heute schon in Beta-Tests teilweise erstaunliche Situationen meistert. „Der serienmäßige Autopilot wird seinem Namen zwar nicht gerecht, aber sorgt mit seinem zuverlässigen Spurhalte- und Abstandsassistenten für ein entspanntes Fahren auf der Autobahn.“ Auch in den anderen Fahrzeugen können diese Funktionen überzeugen: „Das System im VW funktioniert bis auf seltene Fälle problemlos. Probleme bereiten meist nur neue Straßen oder Kreisverkehre, die entweder noch nicht in den Navigationsdaten sind oder wo die Fahrbahnmarkierung noch fehlt.

Aber nicht jeder wird mit diesen Features warm: „Die autonomen Fahrfunktionen finde ich nach wie vor gruselig, dafür bin ich zu alt. Sie funktionieren im BMW zwar tadellos, ich traue dem aber dennoch nicht. Die anderen Assistenten (Abstandshalter, Adaptive Rekuperation, etc) sind dagegen super.

Viele Fahrfunktionen funktionieren schon mehr oder weniger zuverlässig. Wir sind dennoch gespannt, was die Zukunft bringt und was in den nächsten Jahren möglich sein wird.

Reichweite
Wenn man Zuhause und/oder am Arbeitsplatz laden kann, ist das Elektroauto keine Sonderlösung mehr, sondern eine echte und gute Alternative zum Verbrenner. Die Reichweiten sind für die täglichen Strecken mehr als ausreichend und auch bei Langstrecken kommt man mit den Schnellladestationen an den Autobahnen zügig durch. Die Reichweite ist natürlich von der verbauten Akkukapazität abhängig. Hier gibt es teilweise große Unterschiede bei den Elektroauto Modellen.
Der Skoda Enyaq iV 60 wird mit einem 62 kWh Akku ausgeliefert, der bei realen Fahrbedingungen knapp über 300 km Reichweite bietet.
Bei normaler und spritziger Fahrweise kommt man mit dem Tesla gute 400-450km weit. Wenn man es drauf anlegt und sparsam fährt, sind auch die 500km+ durchaus machbar.
Durch die Rekuperation und seltenes Bremsen, ist meine Reichweitenanzeige im BMW schon auf den Wert von 523km gekommen.
Die Reichweitenangst ist unter unseren Probanden längst kein Thema mehr – und das obwohl alle, bis auf Stefan und Andreas, ausschließlich öffentliche Ladeinfrastruktur nutzen.

 

Digitalerlebnis

Digitalangebot im E-Fahrzeug
Während die klassischen Hersteller beim Infotainment seit Jahren auf Altbewährtes setzen und nur mit Vorsicht große Dinge verändern, geht Tesla hier unkonventionelle Wege. Ein einziger riesiger Display in der Mitte des Armaturenbretts, steuert so gut wie alle Funktionen im Auto. Es gibt kaum physische Knöpfe und auch auf einen herkömmlichen Tacho wurde verzichtet. „Das erfordert etwas Umgewöhnungszeit, aber dann ist es eigentlich recht intuitiv, da man immer weiß wo man etwas suchen muss. Zudem muss man vieles auch nicht regelmäßig umstellen, sondern verlässt sich auf Licht- und Scheibenwischerautomatik. Ein weiterer Vorteil aus meiner Sicht ist, dass Tesla auf Google Maps setzt und somit sehr aktuelle Karten- und Verkehrsdaten zur Routenberechnung hat. Die Umsetzungen von Tesla sind definitiv gewöhnungsbedürftig und sicherlich nicht in allen Bereichen eine Verbesserung.

Auch die klassischen Hersteller setzen immer mehr auf ein erweitertes Digitalangebot in ihren Fahrzeugen und bewerben ihre Elektrofahrzeuge mit einem großen Set an technischen Features. Doch wer die Presse verfolgt hat weiß auch, dass zum Beispiel VW anfänglich sehr viele Features versprochen hat und nur ein reduziertes Digitalangebot liefern konnte. Grundsätzlich bleibt es aber auch hier spannend, was sich die Hersteller noch alles einfallen lassen, um die Fahrer:innen zu begeistern. Bei vielen Herstellern kann man sich Dank „Over-the-Air Updates“ auch über neue Features bei seinem Fahrzeug freuen.

Fahrzeug App
Mit Tesla kam auch das Thema Fahrzeug App immer mehr in den Fokus und gerade bei Elektrofahrzeugen ist es mittlerweile schon fast ein ungeschriebenes Gesetz, dass es eine zugehörige App geben muss. Diese Apps können nicht nur aus der Ferne die Klimasteuerung aktivieren, sondern sie dienen beim BMW, VW und Tesla auch als digitaler Autoschlüssel. Ist das Smartphone einmal als Schlüssel eingerichtet, braucht man keinen physischen Autoschlüssel mehr. Einfach mit dem Smartphone vom Auto entfernen und es schließt ab. Wenn man sich wieder nähert, kann die Türe einfach wieder geöffnet werden. „Der BMW Handyschlüssel funktioniert einwandfrei. Ich habe auch meiner Frau schon einen weitergeleitet, was auch ohne Probleme funktioniert hat. Da man das Smartphone sowieso immer dabei hat, vergisst man seinen Autoschlüssel nie mehr. Ich würde dieses Feature nicht mehr missen wollen.

Die Apps bieten noch viele weitere Funktionen, wie zum Beispiel das Öffnen des Kofferraums, die Überwachung des aktuellen Ladevorgangs oder der Standortanzeige des Fahrzeugs auf einer Karte. Viele der Funktionen sind sehr hilfreich und tatsächlich eine Erleichterung im Alltag.

Standheizung und Vorklimatisierung per App
Ein Feature, dass alle fünf Modelle anbieten ist die Standheizung beziehungsweise die Vorklimatisierung via App. Über die App kann das Auto im Winter vorgeheizt und im Sommer vor klimatisiert werden. „Im Winter reicht es zehn Minuten vor Abfahrt die (Scheiben-) Heizung in der Tesla App einzuschalten. Ich erspare mir das Freikratzen der Scheiben und steige in ein warmes Auto ein.“ Die Reaktionszeit zwischen App und Auto ist sehr schnell. Somit kann es sich auch lohnen, noch beim Weg zum Auto die Heizung oder Klimaanlage einzuschalten. Hier sind sich alle einig: „Eines der besten und meistgenutzten Features.“

 

Ladeerlebnis

Ladenetz und -verhalten
Wie bereits erwähnt, Laden alle, außer Stefan mit dem ID.3, ausschließlich an öffentlichen Ladesäulen. Das Ladenetz ist gut ausgebaut und man findet dank zahlreicher Ladeanbieter-Apps auch immer eine Ladesäule. „Die BMW Charging App bietet alles was ich brauche. Sie alleine ist dafür verantwortlich, dass Reichweitenangst für mich kein Thema mehr ist.“ Einzig das Schnellladenetz ist Innerorts meist sehr schwach ausgebaut, was aber grundsätzlich verständlich ist, da man dort meist länger parkt.

Grundsätzlich passt man sein Ladeverhalten dem Alltag an. Immer dann, wenn das Auto länger steht, versucht man natürlich in dieser Zeit zu laden. „Ich lade den Mini nur öffentlich und wann immer möglich. Genau das schätze ich auch so sehr. Ich muss keine Tank- oder Ladestopps machen. Egal ob beim Einkaufen, Shoppen, Eisessen oder was auch immer. Wenn das Auto steht, wird zeitgleich versucht zu laden.

Tesla Fahrern stehen deutlich mehr Ladesäulen zur Verfügung: „Als Tesla Fahrer habe ich Zugriff auf das Supercharger Netzwerk von Tesla. Mit über 6100 Schnellladepunkten in ganz Europa, können Langstrecken immer problemlos bewältigt werden.

Ladegeschwindigkeit
Bei der Ladegeschwindigkeit gibt es klare Unterschiede bei den verschiedenen Fahrzeugen:

Der Mini ist für die städtische Fortbewegung gedacht und daher mit einer maximalen Ladeleistung von 50kW nicht für die Langstrecke geeignet. „Für den kleinen Akku und die ohnehin nur kurzen Strecken ist das absolut ausreichend.

BMW und VW sind mit 150kW beziehungsweise 125kW im absoluten Durchschnitt, was die Ladegeschwindigkeit betrifft. Damit können die Fahrzeuge auch die Leistung der Schnellladesäulen an den Autobahnen nutzen und sind somit deutlich Langstreckentauglicher. „Da ich unterwegs keine Lust auf stundenlanges Warten habe, filtere ich in der BMW Charging App nur nach >50kW Ladeleistung. So kann ich ganz einfach eine Route planen, wo ich nicht stundenlang Laden muss.

Das Tesla Model 3 sticht hier mit einer maximalen Ladeleistung von 250kW deutlich hervor. Diese werden zwar nur im unteren Akkubereich voll genutzt, dennoch sorgt das für atemberaubend kurze Ladezeiten. „Mit 10 Prozent an einen Supercharger anstecken, kurz die Beine vertreten, einen Kaffee holen und einige Minuten später kann die Reise mit über 50 Prozent fortgesetzt werden. Das ist absolut Langstreckentauglich!

Authentifizierung und Abrechnung
Bei der Authentifizierung an der Ladesäule gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder mit einer Ladekarte oder via App. Es kann zeitaufwändig sein, den richtigen Ladeanbieter zu finden, bei dem die Tarife gut sind. Viele große Hersteller liefern mittlerweile eigene Ladekarten beziehungsweise Ladetarife mit. Hier muss man sich also informieren, gegebenenfalls einen Ladeanbieter aussuchen und dort einen Tarif abschließen.

Die Präferenz zur Ladekarte oder zur App ist geteilt. Während bei den einen die Ladekarte der präferierte Weg mit den wenigsten Fehlermeldungen ist, setzen die anderen lieber auf die App, zum Starten des Ladevorgangs. Das ist wohl auch sehr davon abhängig, bei welchem Anbieter man seinen Ladetarif hat.

Einen Vorteil, den diese ganze Ladeanbieter und -karten Thematik hat, ist die Abrechnung. Keine Bezahlung direkt an der Ladesäule, sondern eine entspannte monatliche Abrechnung per Bankeinzug. Das ist vor allem für Gewerbetreibende, im Bezug auf die Belegpflicht, sehr viel entspannter, da man am Monatsende einfach eine Rechnung per Mail bekommt.

Aktuell sind auch die Kosten für das Laden definitiv nennenswert: „Nach dem Laden macht ein Blick auf die Kosten glücklich. Für etwas über 20 Euro ist mein BMW vollgeladen – meistens sogar mit Ökostrom.“ Im Idealfall, kann man also aktuell für 20 Euro in etwa 450 km weit fahren.

 

Fazit – Elektromobilität: Das Fahren von morgen macht Spaß

Konrad (BMW iX3)
Ich bin ehrlich gesagt begeistert, wie wenig Einschränkung das E-Auto für mich bedeutet. Sowohl im Alltag, als auch bei Fahrten in den Urlaub, funktioniert alles prima. Dennoch ist es immer noch etwas aufregend, weil sich doch einige Dinge ändern, auf die man sich wegen dem Laden einlassen muss. Laden ist nicht gleich Tanken – Es ist anders, aber ich empfinde dadurch keinen Verlust an Komfort.

Peter (Mini Cooper SE)
Im Alltag ist ein E-Auto (für mich) die beste Alternative: super effizient, kaum Verschleiß, geringe Kosten, kein Warmfahren, mega Fahrspaß direkt ab Parkplatz.

Simon (Tesla Model 3)
Seitdem ich das erste mal ein Elektroauto gefahren bin, war ich vom Fahrspaß und dem Konzept begeistert. Das Tesla Model 3 Performance treibt den Fahrspaß auf die Spitze und ich fahre das Auto, nach einem halben Jahr, immer noch jeden Tag mit großer Freude. Für mich funktioniert die Elektromobilität auch ohne Lademöglichkeit Zuhause oder am Arbeitsplatz. Aber wenn man diese Möglichkeiten hat, macht es das Ganze nur noch einfacher und alltagstauglicher.

Ich empfehle jedem ein Elektroauto für einige Tage im eigenen Alltag zu testen, bevor man sich ein Urteil bildet. Die Elektromobilität ist sicherlich nicht für jede/n eine super Lösung. Aber ich denke, sie ist es für viel mehr Personen, als man zuerst annimmt.

Stefan (VW ID.3)
Für mich ist das E-Auto, vor allem wenn Zuhause und am Arbeitsplatz geladen werden kann, keine Sonderlösung mehr, sondern eine echte und gute Alternative zum Verbrenner. Vorteile wie leises und ruckfreies Fahren, tolle Beschleunigung, keine Abgasemissionen, integrierte Heizung/Kühlung, „keine Tankstopps mehr“, preiswertes Fahren u.v.m. machen das Fahren angenehmer und schöner. Personen mit Bedenken sollten einfach mal ein Elektroauto fahren oder besser noch einige Zeit nutzen, dann werden sie vielleicht gar nicht mehr umsteigen wollen.

Andreas (Skoda Enyaq iV)
Das E-Auto ist für unseren Fall (hauptsächlich Kurzstrecken) eine super Alternative zum Verbrenner. Neben der Kostenersparnis überzeugt natürlich auch, dass das Auto den größtmöglichen Komfort (Klima, Scheibenheizung, etc) bereits ab Start bietet.

 

Grafikquellen:

BMW iX3: https://www.bmwblog.com/2020/07/15/bmw-ix3-you-can-now-configure-your-electric-suv-online/
Mini Cooper SE: https://www.muenchen.mini/de_DE/home/content/aktionen-angebote/mini-cooper-se-angebot.html
Tesla Model 3 Performance: https://www.tesla.com/de_de/model3/design#overview
VW ID.3 First Edition: https://www.speakev.com/attachments/vw-id3-white-jpg.122064/
Skoda Enyaq iV: https://www.arval.de/gewerbekunden/leasing-angebote/skoda/skoda-enyaq-iv-50

 

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