"Emotionale Kompetenz ist größtes Potential im Marketing"

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Michelle EuzetAls Managerin internationaler Marketingprojekte der ZF Friedirchshafen AG hat Michelle Euzet tagtäglich Kontakt zu Kunden und weiß wie bedeutsam Touchpoint Management in der Unternehmenswelt geworden ist.

Beim Best Practice Day des diesjährigen slashTalks am 09. Oktober 2013 wird sie über ihre alltäglichen Erfahrungen berichten und die Möglichkeiten des modernen Marketings veranschaulichen.

Jochen Mayer, Moderation und Redaktion des slashTalks hat die aufstrebende Managerin vorab zu ihrem Vortragsthema befragt.

 

Ihr slashTalk Vortrag am 09. Oktober wird „Marketing Automation – Die Erfolgsfaktoren Stimmung und Philosophie“ heißen. Faktoren die in dieser Kombination vermutlich eher selten genannt werden. Warum liegt das Ihnen am Herzen?

Auf fachlicher Ebene ist im Umfeld großer internationaler Unternehmen in der Regel sehr viel Kompetenz vorhanden. Darauf liegt traditionellerweise das Hauptaugenmerk. Auf zwischenmenschlicher und kultureller Ebene besteht oft ein Nachholbedarf der erst langsam aufgeholt wird. Meine Erfahrung, speziell in großen internationalen Marketingprojekten ist, dass die emotionale Kompetenz nicht per se vorausgesetzt werden kann, aber erfolgskritisch ist.

Seit Henry Fords „Die Hälfte meines Marketing-Budgets gebe ich umsonst aus, ich weiß nur nicht welche.“ sind ein paar Tage vergangen und wir haben ein paar Lektionen gelernt und heute andere Ansprüche an Marketing Efficiency: Marketing ist Wertschöpfung, Kommunikation ist optimierbar, muss nachvollziehbar und nachweisbar sein.

Was hat sich verändert, dass diese Faktoren zunehmend wichtiger oder sogar erfolgskritisch werden?

An der Aufgabe hat sich grundsätzlich nichts geändert. Allerdings haben die weichen Faktoren mittlerweile das höchste Optimierungspotenzial!

Haben Sie eine konkrete Empfehlung für Projektmanager internationaler Marketingprojekte?

Meine Erfahrung ist, dass Unternehmenszentralen sehr schnell – zurecht oder nicht – mit Überheblichkeit, Besserwisserei und Kontrolle assoziiert werden. Das schafft Reaktanz, die man antizipieren kann: Kontrollreflexe und Kulturexport der Zentrale als erste Projektbotschaft muss daher vermieden werden, Wertschätzung und Involvement sind key.

Vielen Dank Frau Euzet. Ich freue mich diese und viele weitere Erfahrungen und Empfehlungen aus Ihren internationalen Marketingprojekten auf dem slashTalk  zu erfahren und zu diskutieren.

Das Interview führte Jochen Mayer und Hanna Frei, Redaktion slashTalk.

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Ein Kommentar zur “"Emotionale Kompetenz ist größtes Potential im Marketing"

  1. Den Vortrag durfte ich auf dem SlashTalk 2013 letzte Woche hören. Das Zitat „Macht mir nur die Stimmung im Projekt nicht kaputt“ wird mir wohl nicht mehr aus dem Kopf gehen.

    Ich finde diese Mischung aus emotionaler Kompetenz auf der einen Seite und einer ausgeprägten Lösungs- und Entscheidungskompetenz auf der anderen Seite ist ein Erfolgsfaktor für Manager gerade von Marketingprojekten. Das hat der Vortrag wirklich sehr plastisch verdeutlicht.

    Vielen Dank dafür, Frau Euzet.

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