8 Fragen zur Entwicklung auf dem M2M-Markt (Teil 1)

M2M Spezialist Larry TerweyVor kurzem haben wir über unsere neue Partnerschaft mit dem amerikanischen machine-Cloud-Service Anbieter Axeda berichtet. Im Zuge dieser Zusammenarbeit ist Larry Terwey, Director of EMEA bei Axeda, der wichtigste Ansprechpartner für doubleSlash. Wir wollen wissen was für ihn die Partnerschaft mit doubleSlash bedeutet und wie er die Zukunft des M2M-Marktes beurteilt.

1. Seit kurzem sind Axeda und doubleSlash Partner. Was bedeutet diese Partnerschaft für Sie und was sehen Sie für Vorteile?

Diese Partnerschaft ist ein wesentlicher Baustein für Axeda in Europa, weil Axeda sich als PaaS (Platform as a Service) Anbieter im Prinzip auf die Plattform als Middleware als wesentliche Komponente konzentriert. Durch die Partnerschaft haben wir nun die Möglichkeit, durch die Erfahrung und Kompetenz von doubleSlash einerseits wirkliche „end-to-end- Lösungen“ in dieser Kooperation anbieten zu können, andererseits werden sich hier aber in der Folge wiederverwendbare vertikale Applikationen und Anwendung für bestimmte Branchen herauskristallisieren, die es dann den Kunden und Interessenten ermöglicht solche Anwendungen quasi „out-of-the-box“ zu erhalten. Durch die Repräsentanz von doubleSlash in Deutschland und Zentraleuropa ergeben sich weitere Vorteile in der Projektabstimmung und Umsetzung durch räumliche Nähe und Kenntnisse des Marktes, sowie Synergien in der Kundenbasis.

Die M2M Spezialisten sind Partner: Larry Terway von Axeda und Jan Schubert von doubleSlash

2. Man sagt, dass die Märkte in den USA den Deutschen üblicherweise sechs bis zwölf Monate voraus sind, was technische Trends angeht. Woran liegt das Ihrer Meinung nach? Welcher technische Markt hat aus Ihrer Sicht derzeit die Nase vorne und was kann Deutschland tun um diesen Vorsprung aufzuholen? Wie schätzen Sie die Chancen dafür ein?

Tatsächlich schätze ich den Vorsprung der USA gegenüber EMEA im Moment sogar noch höher ein. Das liegt an einer größeren Bereitschaft zur Speicherung von Daten auf Cloud- Servern in USA, die sich hier erst sukzessive einspielt. Außerdem sehe ich aber auch eine höhere Risikobereitschaft der Amerikaner, sich auf solche Projekte einzulassen, ohne alle Fakten im Vorfeld kennen zu müssen. In USA wird eine Plattform einfach angeschafft und dann an der Implementierung gearbeitet, um die strategischen Initiativen und Ziele umzusetzen. Der europäische Kunde möchte und muss erst wissen, wie das Ganze zu seinen Produkten und Lösungen, in seine unternehmerische Landschaft, sein Unternehmen, sein Budget, seine Ressourcenplanung und – ganz wichtig – zu bestehenden Systemen wie ERP, PLM oder CRM passt, und inwieweit die hier doch häufig komplexeren Anforderungen und Spezifikationen oder Richtlinien passen. Das bedeutet eine wesentlich umfangreichere Planungs- und Einführungsphase, die häufig Proof-of-Concepts mit beinhaltet und dadurch – im Vergleich zum Vorgehen in USA – zu Verzögerungen führt.

3. Der Service wird immer bedeutender für Unternehmen und Marken. Im Kaufprozess befindet sich der Kunde im Durchschnitt drei Monate, im Service hingegen sehr viel länger, da ihm eine Vielzahl an neuen Updates, Modellen oder Erweiterungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Die Nutzungsdauer im Service ist also sehr viel höher als die Informations- und Bestellphase eines Kunden. Was bedeutet das für Marketing und Service und wie wirkt sich die gesteigerte Bedeutung des Services auf die Leistung von Axeda und doubleSlash aus?

Sehr interessante und wichtige Frage, danke. Hier ist es nämlich genau nicht damit getan, eine Lösung nur für eine Abteilung einzuführen – wenn man maximalen Nutzen daraus ziehen möchte.
Beispielsweise zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung in der Support- und Serviceorganisation. Natürlich sind das klassische Anwendungsfälle und führen hier auch schnell zum ROI (Return to Investment), aber wenn Unternehmen weiter gehen, und mit interdisziplinären Teams an den jeweiligen Strategien arbeiten, ist der Erfolg noch viel größer und es wird Auswirkungen auf das ganze Unternehmen – einschließlich und besonders auf die Geschäftsführung – haben.
Dazu gehören auch das Schaffen von Mehrwerten für die Vertriebs- und Vermarktungs-Organisation.
Ein Beispiel hierfür ist, dass unsere Lösung eben nicht nur die technische Sicht auf Maschinen und Geräte ermöglicht, also ob beispielsweise Grenz-Temperaturen überschritten wurden, eine Tür offen steht etc., sondern auch zu sehen ist, was z.B. die am besten verkauften Produkte in welchem Laden oder welcher Region sind. Das Ganze kann aufgrund der Axeda Schnittstellen sehr einfach, weitgehend automatisiert und in bestehende Backend- Systeme integriert werden.

 

Lesen Sie hier Teil 2 des Interviews auf unserem doubleSlash-Blog!

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