Im Proof of Concept (POC): Umsetzung eines Subscription Services mit billwerk

14.03.2022

[> English Version] Der Times Square. Bunt, laut und hektisch. Eine Anzeige auffälliger als die andere. Jede Einzelne bemüht sich um unsere Aufmerksamkeit und verspricht uns alles. Ohne Guide ist man schnell verloren. Ähnlich könnte man den Markt für Subscription Management-Produkte beschreiben.

Dieser ist ähnlich undurchsichtig und es fällt schwer, einen Überblick zu behalten. Besonders nach dem Erstkontakt – abseits von Produkt-Demos und Vertriebspräsentationen. Deshalb stellt dieser Blogpost eine der vielen Subscription Management-Lösungen näher vor: billwerk. Gemeinsam mit billwerk haben wir einen PoC umgesetzt, um deren Produkt und dessen Integration praktisch zu verproben.

 

 

Der gemeinsame Weg zum Subscription Service und die Team-Zusammensetzung

Involviert war ein kleines multidisziplinäres Team mit doubleSlash und billwerk Kolleginnen und Kollegen: Im Rahmen einer definierten Timebox haben wir agil und in enger Abstimmung zusammengearbeitet. Der PoC des Subscription Services umfasste folgende Phasen:

1. Agile Umsetzung des PoC:

      • KickOff
      • Exploration / IT-Design:
        Use Cases, fachliches Datenmodell, Systemübersicht, Schnittstellen
      • PoC Umsetzung
        Technisches Setup, Umsetzung auf Basis der Design-Artefakte, Test

2. PoC Bewertung

 

Der PoC – ein fiktiver Vignettenservice

Als Anwendungsfall für den gemeinsamen PoC haben wir einen fiktiven Vignettenservice umgesetzt. Der Use Case fokussiert primär die Realisierung des entsprechenden Subscription Services, um die funktionale und technische Abdeckung durch das Produkt von billwerk zu evaluieren. Die Umsetzung weiterführender rechtlicher Anforderungen wie z.B. das Empfängerortprinzip wurde im Rahmen des PoC bewusst ausgeklammert. Der Vignettenservice bietet zwei unterschiedliche Tarife „Family“ und „Flex“ an: Der Family-Tarif besteht aus einer Grundgebühr von 10 € im Monat. Sobald ein Kunde diese Subscription abgeschlossen hat, kann er die österreichische oder Schweizer Vignette dazukaufen. Dabei entsprechen Preise und Laufzeit den real im Markt angebotenen Vignetten. Der Mehrwert einer Subscription besteht darin, dass die Vignetten auch für andere Fahrzeuge innerhalb der Familie gültig sind. Die Grundgebühr des Flex-Tarifs ist höher, bietet jedoch auch eine höhere Flexibilität, denn mit einer gültigen Subscription für den Flex Tarif können Vignetten auf Tagesbasis erworben werden.

Der PoC für den Vignetten Subscription Service

Abbildung 1: Der Proof of Concept für den Vignetten Subscription Service; Quelle: Eigene Darstellung.

 

 

Der Subscription Service mit billwerk

Bevor wir in den PoC gestartet sind, haben wir in einem Termin unser gemeinsames Verständnis der Domäne Subscription Management abgeglichen und definiert.

doubleSlash Gliederung der Subscription Management Systeme in Kernkompetenzen

Abbildung 2: Bei doubleSlash werden Subscription Management Systeme in vier Kernkomponenten gegliedert; Quelle: Eigene Darstellung.

 

Schnell war klar, dass es keine großen Abweichungen gab. Das ebnete uns den Weg für den PoC. Wie in Projekten üblich haben wir in einem gemeinsamen Kick-Off den PoC-Anwendungsfall im Detail besprochen. Bereits nach diesem Termin waren wir in der Lage, mit dem IT Design und der Umsetzung zu starten. Die problemlose Bereitstellung einer Testumgebung sowie der zugehörigen Zugänge beschleunigten unseren Start weiter. Der von billwerk verfolgte „API First“-Ansatz ermöglichte uns eine schnelle Umsetzung. Besonders hervorzuheben ist dabei die übersichtliche UI, die eine großen Beitrag zu unserem Verständnis der Anwendung beitrug. Durch den „API-First“-Ansatz konnten wir mit der UI die Rest-API fast spielerisch erkunden und damit stellte sie eine wertvolle Ergänzung zu der Dokumentation dar. Nach dem initialen Kick-Off folgten noch wenige Termine, um mehr über die Anwendung zu erfahren und Detailfragen zu klären. Optimal für einen Integrator wie uns.

Neben der funktionalen Abdeckung der Anwendung konnten wir auch einen Blick hinter die Kulissen werfen. Dabei konnten wir einige Kolleginnen und Kollegen bei billwerk kennenlernen, da abhängig von der Fragestellung der passende Kollege dabei war. Daraus entstand ein guter Austausch und einige sehr interessante Diskussionen. Besonders positiv haben wir wahrgenommen, dass billwerk einen hohen Qualitätsanspruch an ihr Produkt stellt. Für uns ist das ein sehr wichtiges Kriterium, da für uns Qualität die Basis für ein gutes Softwareprodukt ist. Das wirkt sich natürlich auch positiv auf die Integration und die Umsetzung kundenspezifischer Anforderungen aus. Neben der Qualität sind wir auch begeistert, welche Möglichkeiten billwerk ihren Kundinnen und Kunden für den Betrieb bietet. Neben der Public SaaS Umgebung kann alternativ auch eine private SaaS oder sogar eine On-Premise Umgebung verwendet werden. Das bietet eine hohe Flexibilität für einen potentiellen Kunden.

 

Gemeinsame Begeisterung für Subscription Services sorgt für gute Zusammenarbeit

Während der gesamten Umsetzung war es eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Unsere beidseitige Begeisterung für das Thema Subscription Management bewirkte einen sehr offenen Austausch. So hat uns billwerk auch Designentscheidungen gut und offen dargelegt. Insbesondere bei Features, die (aktuell) noch nicht Produktstandard sind. Ein Beispiel ist die Abrechnung auf Basis von individuellen Nutzungsdaten. billwerk unterstützt nutzungsbasierte Geschäftsmodelle und deren Abrechnung, allerdings müssen die Nutzungsdaten erst in ein Format gebracht werden, das die billwerk Lösung versteht. Angenommen in dem oben beschriebenen Flex-Tarif wäre der Preis der Tagesvignette abhängig von der Uhrzeit, zu dem sie gekauft wurde, dann muss billwerk der bereits richtige Nutzungsdatensatz übergeben werden, anstatt dass die Anwendung anhand der Uhrzeit selbst erkennt, welcher Preis wirkt. Solche Fälle können beliebig komplex werden und sind sehr stark kundenabhängig. Bedingt durch diese hohe Komplexität hat billwerk sich dazu entschieden, dieses Feature in der Standardlösung vorerst auszuklammern. Hier überwiegt ihr Anspruch, eine vollständige und durchdachte Lösung anzubieten, statt eines Features, das nur die Hälfte der Anwendungsfälle abdeckt. Aus Erfahrung halten wir diese Entscheidung für sinnvoll. In unseren Integrationsprojekten stellen wir regelmäßig fest, dass diese Transformation sehr kundenspezifisch ist und selten wiederverwendet werden kann.

 

 

Spannender Perspektivenwechsel: So lief der POC aus der Sicht von billwerk

 

Resümee: Geglückter PoC für Subscription Services

billwerk als Firma sowie ihr Produkt haben uns überzeugt und wir sprechen definitiv von einem erfolgreichen PoC. Wir können uns sehr gut vorstellen, billwerk in weiteren Projekten zu integrieren und gemeinsam komplexere Subscription Modelle umzusetzen. Der funktionale Umfang ist gut geschnitten. Darüber hinaus bietet billwerk auch eine gute Online-Dokumentation, die die Domäne Subscription Management und die Begrifflichkeiten generell gut beleuchtet und erklärt. Wir hatten das Gefühl, dass billwerk unser Feedback sehr ernst nimmt und wertschätzt, da sie ein hohes Interesse zeigen, ihr Produkt immer weiter zu verbessern. Dieser Eindruck wurde in der gemeinsamen Retro bestärkt.

 


 

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Lesen Sie mehr über unsere Erfahrungen im Proof of Concept mit der Billing Plattform killbill: Zum POC mit killbill

 

Subscription Geschäftsmodelle im Einsatz:
Hier finden Sie Einblicke in unsere Projekte mit Kundinnen und Kunden im Subscription Management Umfeld: Zu den doubleSlash Usecases

 

 

 

 

 

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