Next Generation: In Car Infotainment

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Next Generation In-Car Infotainment-Systeme Microsoft Apple GoogleDie Infotainment-Systeme der Automobilhersteller müssen immer höheren Ansprüchen des digitalen Autofahrers genügen. Nicht nur Radio, Navigationssystem und Klimaanlage sollen über das zentrale Infotainment-System angesteuert werden können, auch der Zugang zu sozialen Netzwerken, E-Mail und Musikstreaming-Diensten sind erwünscht. Inzwischen gehören Features wie Sprachsteuerung zur Grundausstattung jedes modernen In Car Infortainment System dazu. An dieser Stelle kommen die drei IT-Riesen Microsoft, Google und Apple ins Spiel.

Microsoft ist schon längst am Markt

Das Betriebssystem Windows gibt es schon seit einigen Jahren als Windows Embedded Automotive (7) in Autos. Langjährige Partner des Unternehmens sind Ford, Fiat, Nissan und Kia. Endkunden bekommen nur selten mit(-geteilt), welches System eigentlich hinter dem Infotainment-System werkelt. Jüngstes Beispiel für das automobile Windows ist „Ford SYNC“, welches in den letzten Monaten im TV-Werbespot mit dem einprägenden Schlüsselwort „Schmollbraten“ beworben wurde. Als UI-Framework dient – wie könnte es auch anders sein – Microsoft Silverlight.

Google gründet die OAA

Um Googles mobiles Betriebssystem Android in die Autos zu bekommen, hat sich Google gleich zu Anfang mehrere Partnerschaften gesucht. Unter dem neu gegründeten Bündnis Open Automotive Alliance (kurz: OAA) entwickeln momentan Google, Nvidia, Audi, GM, Hyundai und Honda am Infotainment-System der Zukunft. Erste Ergebnisse wurden von Audi und Google auf der vergangenen Elektronik-Messe CES in Las Vegas präsentiert. Dort wurde ein Infotainment-System mit Android gezeigt. Die Navigation geschieht dann über Google Maps. Außerdem wurde das „Audi Smart Display“ vorgestellt. Mit diesem Tablet soll es möglich sein, alle Infos des Fahrzeugs wie zum Beispiel Ölstand, Reifendruck, etc. abzurufen. Ein weiterer Usecase ist z.B. die Fortsetzung der Navigation außerhalb des Autos als Fußgänger. Das Audi Smart Display wird vermutlich als Sonderausstattung erhältlich sein.

Apple CarPlay

Apple fährt einen etwas anderen Ansatz: Apple CarPlay soll in das bestehende Infotainment-System der Autobauer integriert werden und somit das „iOS-Feeling“ ins Auto bringen. Dazu ist jedoch ein iPhone notwendig, d.h. CarPlay ist kein Stand-Alone System, sondern eine Art Übertragungsschnittstelle in das Auto. CarPlay fähige Apps sollen dann via Bluetooth / Kabel auf den Bildschirm des Autos übertragen werden und auch über die Bedienelemente des Fahrzeugs gesteuert werden können. Vielleicht gerade weil CarPlay in die bestehenden Infotainment-Systeme integriert werden soll, hat Apple schon jetzt feste Partner gefunden. Noch dieses Jahr soll CarPlay in Modellen folgender Hersteller verfügbar sein: Ferrari, Honda, Hyundai, Mercedes-Benz und Volvo. Weitere Interessenten sind auf der Website aufgelistet.

Wo steht In Car Infotainment heute?

Ungeachtet von allen Partnerschaften und Allianzen: Stand heute findet nur Windows Embedded Automotive Einsatz in Serienfahrzeugen. Vor allem die Premiumhersteller der Automobilbranche halten weiter an deren proprietären Betriebssystemen fest.

Aus heutiger Sicht ist BMW mit ConnectedDrive Vorreiter in Sachen „Next Generation: In Car Infotainment“. Bestes Beispiel ist das Infotainmentsystem des BMW i3. Technologiefelder wie Fahrzeugvernetzung sind schon heute im Infotainment System des i3 erhältlich. doubleSlash hat hier bei der Entwicklung und Konzeption der Dienste mitgewirkt.

In welche Richtung führen die aktuellen Entwicklungen auf dem Automobilmarkt?

Vielleicht werden in Zukunft – ähnlich wie bei den Smartphones – die drei „Betriebssysteme“ über alle Hersteller verteilt sein. Das Betriebssystem des Infotainment-Systems wird dann wahrscheinlich ein ebenso ausschlaggebendes Kaufkriterium sein wie bei den Smartphones auch.

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