Aktuelle Beiträge

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Projektportfolio Management – das ganze Universum der Projekte beherrschen

Die steigende Anzahl an Projekten macht es vor allem großen Unternehmen immer schwerer, im Makrokosmos aller Projekte den Überblick zu bewahren. Das kostet nicht nur Zeit und Geld, sondern kann auch zu vermeidbaren Misserfolgen führen bestätigt die deutsche Gesellschaft für Projektmanagement (GPM) in ihrer Studie „Misserfolgsfaktoren im Projekt“.

Deep space nebulae

Der größte Teil der 151 befragten Teilnehmer sieht es als kritisch für ihre Projekte an, dass das Top Management das Projektportfoliocontrolling nicht zur Steuerung der gesamten Unternehmensentwicklung nutzt. Große Unternehmen wie die ZF Friedrichshafen AG stellen sich dem Problem und starten Initiativen zur Abbildung der gesamten Projektlandschaft im Projektportfolio Management.
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Warum Consumer Journeys einen wichtigen Beitrag zum Marketing leisten

Stefan HövelDer erste Beitrag unseres Gastautors Stefan Hövel behandelte die Relevanz von Touchpoints. Der zweite Post widmet sich nun der Customer Journey.

Das Verständnis von Consumer Journeys leistet einen fundamentalen Beitrag im Marketing: Es hilft, den ROI von eingesetzten Budgets deutlich zu steigern.

 
a) Marketing kann dort eingesetzt werden, wo es am meisten bewirkt, um einen (potentiellen) Kunden zu gewinnen
b) Marketing kann dort eingesetzt werden, wo das höchste Risiko besteht einen (potentiellen) Kunden zu verlieren

 Consumer JourneyWährend a) im Marketing schon lange praktiziert wird, steckt b) noch in den Kinderschuhen. In einer Zeit, in der es aber wahrscheinlicher ist, sich eher in der (digitalen) Angebotsvielfalt zu verlieren, als zielgerichtet von einer Marke (zur Kasse) geführt zu werden, muss sich der Fokus zwangsläufig auch auf die Defizite richten. Sonst kann es passieren, dass die eigene Mediakampagne am Ende zwar die Warengruppe an sich verkauft, aber nicht die eigene Marke – sondern den Wettbewerber.

Wer also eine klassische Werbung (TV, Print) über ein Gartenwerkzeug sieht, landet in der Suchmaschine (z.B. bei der Validierung der Werbeaussage) schnell im Gesamtangebot aller Hersteller. Hier helfen flankierende SEA-Kampagnen, SEO-optimierte Microsites und Landingpages und vor allem relevanter Content, der sich nahtlos an die Kampagne anflanscht. In der Fortführung der Consumer-Decision-Journey muss der Kunde aber auch mit Produktbewertungen versorgt werden und vor allem im eigenen Handelsumfeld gehalten werden. Nur wer auf Produktebene direkt einen präferierten Händler mit Warenverfügbarkeit anbietet, kann verhindern, dass Kunden auch bei amazon und ebay nachsehen (müssen).

All das ist technologisch möglich, wird aber noch viel zu selten umgesetzt, da entsprechende (integrierte) Agenturleistungen und auch (interne) Marketing-Routinen fehlen.

 

Lesen Sie im nächsten Beitrag von Stefan Hövel, warum Social Media neu interpretiert werden sollte.

 

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"Emotionale Kompetenz ist größtes Potential im Marketing"

Michelle EuzetAls Managerin internationaler Marketingprojekte der ZF Friedirchshafen AG hat Michelle Euzet tagtäglich Kontakt zu Kunden und weiß wie bedeutsam Touchpoint Management in der Unternehmenswelt geworden ist.

Beim Best Practice Day des diesjährigen slashTalks am 09. Oktober 2013 wird sie über ihre alltäglichen Erfahrungen berichten und die Möglichkeiten des modernen Marketings veranschaulichen.

Jochen Mayer, Moderation und Redaktion des slashTalks hat die aufstrebende Managerin vorab zu ihrem Vortragsthema befragt.

 

Ihr slashTalk Vortrag am 09. Oktober wird „Marketing Automation – Die Erfolgsfaktoren Stimmung und Philosophie“ heißen. Faktoren die in dieser Kombination vermutlich eher selten genannt werden. Warum liegt das Ihnen am Herzen?

Auf fachlicher Ebene ist im Umfeld großer internationaler Unternehmen in der Regel sehr viel Kompetenz vorhanden. Darauf liegt traditionellerweise das Hauptaugenmerk. Auf zwischenmenschlicher und kultureller Ebene besteht oft ein Nachholbedarf der erst langsam aufgeholt wird. Meine Erfahrung, speziell in großen internationalen Marketingprojekten ist, dass die emotionale Kompetenz nicht per se vorausgesetzt werden kann, aber erfolgskritisch ist.

Seit Henry Fords „Die Hälfte meines Marketing-Budgets gebe ich umsonst aus, ich weiß nur nicht welche.“ sind ein paar Tage vergangen und wir haben ein paar Lektionen gelernt und heute andere Ansprüche an Marketing Efficiency: Marketing ist Wertschöpfung, Kommunikation ist optimierbar, muss nachvollziehbar und nachweisbar sein.

Was hat sich verändert, dass diese Faktoren zunehmend wichtiger oder sogar erfolgskritisch werden?

An der Aufgabe hat sich grundsätzlich nichts geändert. Allerdings haben die weichen Faktoren mittlerweile das höchste Optimierungspotenzial!

Haben Sie eine konkrete Empfehlung für Projektmanager internationaler Marketingprojekte?

Meine Erfahrung ist, dass Unternehmenszentralen sehr schnell – zurecht oder nicht – mit Überheblichkeit, Besserwisserei und Kontrolle assoziiert werden. Das schafft Reaktanz, die man antizipieren kann: Kontrollreflexe und Kulturexport der Zentrale als erste Projektbotschaft muss daher vermieden werden, Wertschätzung und Involvement sind key.

Vielen Dank Frau Euzet. Ich freue mich diese und viele weitere Erfahrungen und Empfehlungen aus Ihren internationalen Marketingprojekten auf dem slashTalk  zu erfahren und zu diskutieren.

Das Interview führte Jochen Mayer und Hanna Frei, Redaktion slashTalk.

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Wiesn 2013 und die besten Mobile IT / M2M Lösungen

Seit Samstag, den 21. September 2013 ist es wieder so weit: Das Müncher Oktoberfest ist im vollen Gange. Wir haben unsere Kollegen in München gefragt, welche Apps und Anwendungen sie für einen Wiesn Besuch kennen oder sich wünschen. Hier sind unsere Top 9:

Paar Oktoberfest App und Mobile Tools

1. Die App „Wiesn 2013 – Oktoberfest“

Die Wiesen-App bietet viele wichtige Informationen für einen Besuch auf dem größten Volksfest der Welt: Standorte von großen und kleinen Festzelten inklusive der aktuellen Maß-Preise (dieses Jahr zwischen 9,40 und 9,85 Euro), Wetter, Webcam, After Wiesn Parties sowie ein hilfreiches Wörterbuch „bayrisch – deutsch“ (oder wissen Sie was „Bauernhackl“ ist?).

2. Alkohol-Zündschloss-Sperre

Um nicht betrunken Auto zu fahren gibt es hier eine praktische M2M Anwendung. Das Auto startet nur, wenn der Fahrer bewiesenermaßen nüchtern ist. Damit wird sichergestellt, dass kein Betrunkener mit dem Auto fahren würde, denn davon gab es letztes Jahr genug.

3. Flirt-App

Auf der Wiesn wird natürlich auch immer geflirtet. Bier, Lederhosen und Dirndl können Willige zu Flirt-Höchstleistungen anspornen. Spannende Apps, die Frau oder Mann dabei helfen sind: „sbob“ oder „Wiesn flirt + find“.

4. MVG App

Wann und wie komme ich mit dem öffentlichen Nahverkehr nach Hause? Nützliche Apps dafür sind: Die App der Münchner Verkehrsgesellschaft oder für Android: Öffi Schildbach.

5. Couch-surfen

Eine günstige Alternative zu Hotels ist das Couch Surfing, in dem bei privaten Personen für eine oder mehrere Nächte übernachtet werden kann. Nebeneffekt: Man kann nette Leute kennen lernen, die einem evtl. Insider-Tipps für die Wiesn geben oder einen mitnehmen.

6. Parkplatzsuche für Wohnwagen (WUNSCH)

Zum „Italiener Wochende“ werden wieder viele Wohnwagen und -mobile erwartet. Aber wohin? Eine Lösung, die solche Point of Interests (POI) für Parkplätze verwaltet wäre hilfreich. Aktuell fanden wir folgendes, aber es gibt bestimmt noch mehr.

7.  Auslastung der Zelte (WUNSCH)

Schön wäre zu wissen, wie die aktuelle Auslastung der Zelte ist. Dann könnte man sich dynamisch und zielgerichtet auf ein Festzelt zubewegen oder man weiß, wie lange man für einen Einlass warten muss.

8. Auslastung der Damentoilette (WUNSCH)

Die Toilettenschlange bei Damen scheint ein Wiesn-unabhängiges Phänomen zu sein. Eine Hilfe wäre, wenn der Andrang sich besser verteilen würde. Dies könnte man mit einer Art „Staumelder“ und Echtzeit-Messung analog für Verkehrsaufkommen für die (Damen-)Toiletten erreichen.

9. Stimmungsbarometer (WUNSCH)

Nicht jeder weiß, in welchem Zelt wie starkt der Bär steppt und welche Band der Menge einheizt. Dadurch kann es passieren, dass Wiesn-Besucher über- oder unterfordert sind. Das könnte ein solches Barometer verbessern.

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Tracking von Firmenfahrzeugen mit Augenmaß

In letzter Zeit, macht in Zeitungen und Fernsehen, immer wieder das Thema Spionage und Datenschutz Schlagzeilen. Nun ist auch die Überwachung des Fahrverhaltens ins Auge der Datenschützer geraten. „Vehicle Tracking“ nennt sich die Überwachungstechnik für Fahrzeuge, welche die Ermittlung und Analyse von GPS Koordinaten, Bremsverhalten, Geschwindigkeit und vieler anderer Daten, in Echtzeit festhalten und übertragen kann.

Car-Tracking von Firmenfahrzeugen und Datenschutz

Wie funktioniert das?

Eine kleine Box, wie das CalAmp LMU 30001, wird mit dem Bordcomputer zur Erhebung der Daten gekoppelt. Eine Mobilfunkverbindung ermöglicht es dann, die Fahrzeugdaten, live und in Farbe, zu übertragen. Dabei kann das Sendeintervall, von wenigen Sekunden über Minuten, bis hin zu Stunden oder gar Tagen frei, eingestellt werden.

Die Juristen des ADAC stehen dem Ganzen kritisch gegenüber und halten das Vehicle Tracking für „[…] die totale Überwachung des Fahrverhaltens.“2  Während der ADAC und auch andere Datenschützer um die Privatsphäre der Fahrzeugführer fürchten, bringt die Tracking-Technik aber auch viele neue Chancen. Der „Pay as you drive“  – Tarif von Versicherungen gibt schon reichlich Zündstoff für Diskussionen, aber auch für Speditionen, Mietwagenflotten oder den Firmenfuhrpark bietet die relativ neue Technik vielversprechende Möglichkeiten, wie z.B. Carsharing oder ein elektronisches Fahrtenbuch.

Elektronische Fahrtenschreiber

In den letzten fünf Jahren wurde von der italienischen Allianz –Tochter Allianz Telematics, nach eigenen Angaben, bereits in mehr als 80.000 Fahrzeuge, elektronische Fahrtenschreiber eingebaut.3  In Baden-Württemberg gab es vor ein paar Jahren bereits zwei Testläufe, allerdings wurde das Projekt wieder auf Eis gelegt, da es noch zu viele Probleme bei der Zuverlässigkeit und dem Datenschutz gab.4  Viele dieser Probleme lassen sich inzwischen minimieren. So ist Zuverlässigkeit der Tracking-Box auf das Mobilfunknetz angewiesen und kann nur dann senden, wenn auch das Mobilfunknetz verfügbar ist. Hierfür können beispielsweise Pufferspeicher einsetzen, falls der Fahrer in einem Tunnel unterwegs ist und eine verspätete Sendung der Daten ermöglicht werden. Der Datenschutz hingegen ist immer noch eine Hürde für die Einführung.

Big Data Problem

Die Gefahr, dass die Daten ausgenutzt werden ist vorhanden, kann aber durch wenig Aufwand reduziert werden. Die Rohdaten, die während der Fahrt ermittelt und gesendet werden sind zu mächtig, um sie zu speichern und oder mit Personen in Verbindung zu bringen. Diese müsste man sammeln und aggregieren, wobei nur die aggregierten Daten übertragen werden. Zudem wäre eine Massenspeicherung der Rohdaten technisch kaum möglich, da bei rund 52 Mio. angemeldeter Kfz in Deutschland (stand 20125) jeder Server überlastet wäre. Weiter ist es für die Auswertung der Daten nicht zwingend nötig den Nutzer zu identifizieren. Dieser kann anonymisiert werden und erst nach der Auswertung wieder zugeordnet werden. Im Falle einer Versicherung würde dies bedeuten, dass zuerst nur die Daten einer ID empfangen und bearbeitet werden. Nach Analyse dieser Daten kann eine neue Prämie festgelegt werden, welche dann mittels ID wieder zugeordnet werden kann. Dadurch wäre die Ermittlung und Verarbeitung sensibler Personen bezogener Daten von der Person selbst getrennt.
Zusätzlich muss der Fahrer immer darüber informiert werden, welche Daten von ihm übermittelt werden, um diese einschränken zu können. Beispielsweise könnte man Daten wie Drehzahl und Durchschnittsgeschwindigkeit übermitteln, die exakte Route würde allerdings nicht übertragen werden und bleibt privat.
Und für den Fall, dass einmal nicht der Versicherte das Fahrzeug benutzt und die Daten nicht übermittelt werden sollen, muss es eine Möglichkeit geben, das Tracking zeitweise zu deaktivieren oder einzuschränken. Beispielsweise sollte man angeben können, ob gerade der Versicherungsnehmer selbst oder ein Dritter das Fahrzeug fährt. Bei einer Firmenflotte wäre es praktisch angeben zu können, ob die Fahrt privat oder geschäftlich ist.

Datenschutz bei Firmenfahrzeugen

Ein weniger kritischer Faktor ist der Datenschutz bei Mietwagen oder dem Firmenfuhrpark, solange der Bezug zwischen Fahrer und Fahrzeug nicht hergestellt wird. Durch das Vehicle Tracking kann der Zustand von Miet- oder Firmenwagen in Echtzeit abgerufen und somit auch das Fleetmanagement stark erleichtert werden. Zudem kann das Vehicle Tracking mehr Sicherheit und eine wirtschaftlichere Fahrweise ermöglichen, da der Flottenmanager jederzeit weiß, wo sich seine Fahrzeuge befinden und wie ihre Fahrer damit umgehen. Passend dazu gibt es bereits eine Lkw-Versicherung, die ihre Prämien anhand der erhobenen Daten ermittelt.

Neuen Antrieb erhält die Automobilbranche durch ein Notrufsystem, das den Namen eCall trägt. Nach einem Unfall, bei dem der Airbag ausgelöst wird, setzt eCall selbstständig einen Notruf mit aktueller Position des Unfallwagens an die Notrufzentrale ab. Dazu wählt sich das System mit einer eigenen SIM-Karte in das Mobilfunknetz ein und übermittelt die Daten. eCall soll, nach einer neuen EU Vorschrift, ab 2015, serienmäßig in jeden Neuwagen eingebaut werden.6 Für Mobilfunk- und Telematik-Dienstleister wäre dies ein großer Vorteil im Bezug auf die Einführung des Vehicle Trackings..

Um das Vehicle Tracking flächendeckend einzuführen und alle Fahrzeuge nach zu rüsten, ist die Hardware plus Mobilfunkvertrag aktuell noch zu teuer. In Zukunft wird deshalb das Trackingsystem bereits beim Herstellungsprozess in das Fahrzeug integriert, da dadurch der Produktionspreis nur geringfügig steigt (ca. 100€ pro Fahrzeug + Mobilfunkvertrag) und sich  damit kaum im Kaufpreis bemerkbar macht. Vielleicht wird diese Technik zusätzlich mit einer 2 Zwei-Wege-Kommunikation ausgestattet werden. Zum jetzigen Zeitpunkt agiert das Fahrzeug nur als Sender, wenn nun zusätzlich auch Daten Empfangen werden könnten, wäre eine Feedbackfunktion für analysierte Fahrzeugwerte möglich. So könnte der Druckverlust der Bremsleistung oder des Reifendrucks festgestellt werden. Daraufhin könnte der Fahrer via Bordcomputer angewiesen werden, eine Werkstatt aufzusuchen bevor das Unfallrisiko zu hoch für eine Weiterfahrt ist. Eventuell direkt mit den GPS-Daten zur nächsten Vertragswerkstatt.

Die Risiken für den Datenschutz lassen sich nicht wegdiskutieren. Um die Chancen der neuen Technologie zu nutzen, müssen diese auf ein akzeptables Maß reduziert werden. Eben mit Augenmaß.

1 Calamp,www.calamp.com/products/cellular-a-gps/fleet-tracking-units/lmu-3000-location-messaging-unit, 24.09.2013
2,4 ADAC Motorwelt, Achtung: Spion fährt mit, S. 39, 08/2013
3,6 Heise Online, http://heise.de/-1952865, 20.09.2013, 09.09.2013
4   Autokiste, Hanno Ritter, http://www.autokiste.de/psg/1201/9891.htm, 23.09.2013, 25.01.2012