Themen und Trends der EclipseCon Europe 2013

Brian Fitzpatrick (Google)Die EclipseCon Europe zählt zu den größten Veranstaltungen der Eclipse Foundation in Europa und stellt eine Plattform für die europäische Entwickler- und Anwender-Community dar. Ganz deutlich zu erkennen war in diesem Jahr unter anderem der Trend zu Machine-to-Machine (M2M) und Internet of Things (IoT), der mittlerweile auch Einzug in die Eclipse Plattform hält.

Vom 29. bis 31. Oktober 2013 fand die achte europäische Konferenz rund um freie Entwicklunsplattform Eclipse in dem mittlerweile als Veranstaltungsort etablierten Forum im Schlosspark in Ludwigsburg statt. Das Programm bestand aus einer bunten Mischung von Erfahrungsberichten über den Einsatz von Eclipse als Entwicklungs- und Anwendungplatform sowie Vorträgen zu neuen aber auch etablierten Technologien auf Basis von Eclipse und Java.

Trend: Internet der Dinge

Besonders auffällig war in diesem Jahr die große Anzahl an Vorträgen mit Themen aus dem Bereich Machine-to-Machine (M2M) und Embedded Devices. Die Eclipse Platform reagiert auf den Trend zum Internet der Dinge gleich mit einer ganze Reihe von Open-Source-Projekten, die Services, Frameworks, Protokolle und Tools zur Vereinfachung der M2M-Entwicklung bereitstellen.
Eines dieser Projekte, das gleich in mehreren Vorträgen auf der Konferenz vertreten war, ist das Paho Projekt. Dieses stellt skalierbare Open-Source Implementierungen von Standard-Messaging-Protokollen (z.B. MQTT) für den Einsatz in Applikationen im M2M oder Embedded Umfeld bereit. Paho inkludiert derzeit Client-APIs für C und Java, es sind aber bereits weitere für C++, JavaScript, Lua und Phyton geplant.
Zwei weitere auf der ECE Europe vorgestellte Eclipse M2M Projekte sind Mihini und Koneki. Während Mihini eine auf Linux basierend Embedded Runtime bereitstellt, die eine High-Level Lua API für die Entwicklung von M2M Applikationen freilegt, stellt Koneki mit den Lua Development Tools eine komfortable IDE für die Entwicklung von Embedded Software mit Lua dar.

Die Eclipse Platform stellt sich aber auch der Herausforderung komplexe Anwendungen für multiple mobile Platformen unter Verwendung von einfachen Widgets zu entwickeln. Auf der Konferenz wurde hierfür das mobile Eclipse Framework Tabris vorgestellt. Tabris ermöglicht es Anwendungen mit grafischer Benutzeroberfläche unter Einsatz von Java und SWT zu erstellen, die auf den verschiedenen Endgeräten dann mit nativen UI-Widgets (Cocoa Touch Widgets in iOS, Java basierte Widgets in Android und HTML5 in einem Browser) dargestellt werden. Das ganze funktioniert mittels Standard JavaEE Technologien, über die eine Applikation auf einem Server erzeugt und deren Benutzeroberfläche über eine JSON-Repräsentation an die nativen Clients übermittelt wird.

Eclipse Modeling Framework

Eine nicht ganz neue Eclipse Technologie, die sich aber dennoch in gleich mehreren Vorträgen auf der Veranstaltung platzierte, ist das Eclipse Modeling Framework (EMF). Hierbei handelt es sich um ein Modellierungs-Framework zur automatisierten Generierung von Java Code auf Basis eines XMI Modells. EMF stellt zudem eine Reihe von Tools und Adapterklassen zur Erweiterung und Manipulation eines Modells u.a. auch zur Laufzeit einer Anwendung zur Verfügung. Diese Vorteile werden zum Beispiel von dem Application Model einer Rich Client Anwendung auf Basis von Eclipse 4 genutzt. Mit der EMF Client Platform können sogar ganze Benutzeroberflächen modelliert und automatisch generiert werden. Das Data-Binding zwischen Model und UI-Elementen wird dabei vom Framework automaitisch vorgenommen. Bei doubleSlash setzen wir EMF bereits seit 2011 in einem Projekt für unseren Kunden BMW ein.

Es gab noch eine ganze Menge weiterer Vorträge, die der Konferenz in Ludwigsburg ihren Abwechslungsreichtum verliehen. So wurden zum Beispiel die Neuerungen in Java 8, das automatisierte Testen von Benutzeroberflächen Eclipse-basierter Anwendungen mit Q7 und viele weitere spannende Themen vorgestellt. Abschließend lässt die EclipseCon Europe 2013 auf jeden Fall den folgenden Eindruck zurück: Die Eclipse Platform und ihre Community werden auch in Zukunft eine stabile und aktive Platform mit vielen innovativen und zukunftsorientieren Projekten und Technologien bereitstellen.

Beliebte Fallen im Projektmanagement – Klassiker der Projektarbeit jenseits von Methoden- und Modelldiskussionen

FotoWer innerhalb seines Unternehmens viel mit Projekten konfrontiert ist sollte dabei nie außer Acht lassen dass mit simplen Techniken der Projekterfolg stark beeinflusst werden kann. Unser Gastautor Thomas Schäfer berichtet über beliebte Fallen im Projektmanagement.

Innerhalb eines interaktiven Vortrags der GPM (Deutsche Gesellschaft für Projekt-management) zu Gast bei der Firma doubleSlash Net-Business GmbH ging Thomas Schäfer, Geschäftsführer der Trans-form! Consulting Gesellschaft für Beratung, Projektarbeit und Coaching mbH in Kempten auf den Umgang mit Projektfallen ein. Dabei wurden  Faktoren von alternativen Entscheidungsmöglichkeiten bis hin zu dem Einfluss von übertriebenem Wertschätzungsverlangen thematisiert.

Schon seit längerem lässt sich beobachten, dass die Grundlagen des Projektmanagements (PM) in den Unternehmen solide ausgebaut werden. Hinweise darauf geben insbesondere die Vielzahl der eingesetzten IT-gestützten PM-Werkzeuge sowie die Statistiken zum zertifizierten Projektpersonal.

Ergebnisse der McKinsey Studie

Der Blick auf aktuelle Studienergebnisse zeigt, dass diese Anstrengungen allein allerdings noch kein Garant für den Projekterfolg sind. Zwei Jahre lang werteten Forscher der Universität Oxford und des Beratungshauses McKinsey rund 1500 IT-Projekte mit einem durchschnittlichen Volumen von 170 Millionen US-Dollar aus. Das Ergebnis: Immer noch jedes sechste IT-Projekt sprengte das vorgegebene Budget um durchschnittlich 200 Prozent. Im Durchschnitt wurde der geplante Zeitrahmen um 70 Prozent überschritten.

Fallen im Projektverlauf

Die Vermutung liegt nahe, dass hier ein spezieller Mechanismus die Erfolgsaussichten von Projekten trübt. Kann es sein, dass Aufraggeber, Leiter und Mitarbeiter in Projekten im Projektverlauf immer wieder in dieselben Fallen treten – und zwar völlig unabhängig von der jeweils gewählten Projektmethode?

In Diskussion mit der GPM-Regionalgruppe Friedrichshafen, zu Gast bei der doubleSlash Net-Business GmbH ging ich dieser Frage nach. Sind die Fallen vielleicht sogar selbst gestellt? Eine sehr pikante und dennoch naheliegende Vermutung. Es zeigt sich, dass diese selbst gestellten Fallen in Projekten immer wieder aus Situationen entstehen, in denen sich die Beteiligten für ein Vorgehen entscheiden, von dem sie selbst nicht überzeugt sind. Dabei ist man sich bewusst dass die erhofften Effekte meist weniger wahrscheinlich als die längst bekannten und unerwünschten Folgen sind. Anhand von Praxisbeispielen konnte gezeigt werden wo Fallen im Verlauf von Organisations- und IT-Projekten auftauchen – und warum Erfahrungsgemäß die meisten davon selbst aufgestellt werden.

Vorschnelle „Macher“

Die Versuchung lauert schon im frühen Stadium der Projekte. Da gibt es die Projektleiter, die „schon einmal anfangen“, ohne dass die Ziele des Projektes feststehen. Oder jene, die direkt den Ablauf- und Terminplans erstellen „weil es ja schon so viele Vorarbeiten gibt“. Obwohl in Theorie und Praxis hinlänglich bekannt ist, dass ein Start ohne klaren Projekt-/ Arbeitsauftrag zu permanenten Grundsatzdiskussionen und Orientierungsschwierigkeiten im weiteren Projektverlauf führen kann, ist genau das dennoch ein immer wieder zu beobachtendes Phänomen. Für Projektleiter ist es sehr zeitaufwändig, die Validierung der bisherigen Arbeiten vorzunehmen und sicherzustellen, dass Ziel- und Liefergegenstände definiert sind. Da erscheint oft die Verlockung zu groß, lieber als „Macher“ gleich durchzustarten um zu vermeiden als Bedenkenträger oder Bremser angesehen zu werden.

Auch die Auftraggeber der Projekte sind nicht davor gefeit, in selbst gestellte Fallen zu tappen. Häufig treten sie am Anfang des Projektes in Erscheinung, binden alle ein, treffen alle notwendigen Vereinbarungen – und lassen das Projekt dann laufen. Die Verantwortung liegt ja nun „bei den anderen“. Die damit verbundene Hoffnung, im weiteren Verlauf keine Probleme mehr zu haben und am Ende auch die Unterstützung von allen für das Ergebnis zu bekommen, bleibt allerdings immer wieder unerfüllt.

Die Alternativen dazu wären da: Den Business Case mit den entscheidenden Stakeholdern permanent abstimmen und falls notwendig anpassen – in Verbindung mit einem wirksamen Nutzencontrolling. Das würde aber Zeit erfordern, die jeder Manager dann lieber woanders einsetzt, wenn er nicht mehr in der offensichtlichen Verantwortung ist.

Unklarheit und PM-Standards

Laufen die Projekte erst mal, finden sich auch Projektteams in solchen pikanten Situationen wieder, nämlich dann, wenn es um das Arbeiten mit Projektmanagement-Standards geht. Denn wer kennt den Ausspruch nicht:  „Wenn das PMO möchte, dass wir uns an die internen PM-Standards halten, dann machen wir das halt – sicher ist sicher.“ Oft sehen Teams in den PM-Standards einen gewissen Ersatz für fehlende Klarheit im Projekt, getreu dem Motto:  „Es ist mir zwar nicht ganz klar, was wir genau wollen – aber wenn wir unseren PM-Standards treu bleiben, wird das schon klappen.“
Die damit einhergehenden Probleme werden gerne übersehen:

  • Es wird sich lieber auf Vorlagen verlassen, anstatt selbst klärend tätig zu werden.
  • Vorlagen wie z.B. die Risikoliste, werden mit Unwesentlichem und Unscharfem Input gefüllt. Das wirklich Wichtige wird nicht erkannt bzw.  dadurch verschüttet.

Auch bei diesen Beispielen spielt der Wunsch eine große Rolle, im Unternehmen nicht als Verweigerer wahrgenommen zu werden, sondern als jemand der „so arbeitet, wie sich das gehört.“

Der schnelle Überblick

Auch einer der Klassiker der Projektarbeit blieb an diesem Abend nicht unerwähnt. Es sind die bekannten Forderungen des Auftraggebers: „Wir brauchen schnell einen Überblick, wo das Projekt steht! Schauen wir uns die bisher verbrauchte Zeit und/oder die bislang entstandenen Kosten an.“ Projektleiter folgen dieser Aufforderung zum Teil sehr bereitwillig. Die Aussicht, schnell einen groben Überblick zu bekommen, ohne zu viel Aufwand für das Controlling zu betreiben, erscheint verführerisch. Es ist zwar jedem klar, dass so keine verlässliche Aussage über den Fortschritt möglich ist, aber wenn die Planung stimmt – und daran möchte man nicht rütteln – dann müssen diese Rückschlüsse auch valide sein. Warum also genauer hinschauen? Um Fehlsteuerungen aufgrund von „Melonenampeln“ (außen grün und innen rot) zu vermeiden, wäre das einzig richtige Vorgehen Fortschrittsaussagen immer an dem festzumachen, was das Projekt leisten soll und was davon schon geleistet wurde. Aber, die Verlockung ist sehr groß . . .

Das Fazit des Abends:

Es ist erkennbar, dass die Handlungen von Auftraggebern, Projektleitern und Teams stark davon beeinflusst sind, wie sie in ihrer Organisation gesehen und wertgeschätzt werden wollen und welche Erfahrungen sie darin gemacht haben. Ihr Verhalten führt unter den verbreiteten Rahmenbedingungen leider noch zu häufig nicht zu den gewünschten Ergebnissen.

Um das zukünftig zu ändern (denn in jeder der erlebten Situationen hätte es Alternativen gegeben), müssen Unternehmen genau dort ihre Hebel ansetzen:

  • Rahmenbedingungen für Projekte verlässlich machen.
  • Ein Vertrauensklima in den Projekten schaffen.
  • Den Erfolg und Nutzen eines Projektes in den Vordergrund stellen.
  • Sich ernsthaft mit den Interessen der Stakeholder und den Bedingungen (Bedrohungen und Chancen) beschäftigen, die den Erfolg eines Projektes ausmachen.
  • Die Werkzeuge einsetzen, die zur vorhandenen Aufgabenstellung passen

Die theoretische Grundlage zur Verbesserung zukünftiger Erfolgsstatistiken ist geschaffen und deren Ansatzpunkte sind zu genüge definiert. Jedoch wird die Umsetzung dabei die größte Herausforderung darstellen, da es für Projektleiter nicht leicht ist, sich von Entscheidungen aus der Intuition und Erfahrung heraus zu lösen und das „Schema F“ zu verfolgen – welches vermeintlich erprobter ist und statistisch gesehen zu mehr Projekterfolgen führt. Wenn sich jedoch Projektleiter dazu entscheiden alternative Vorgehensweisen stärker in Betracht zu ziehen und gleichzeitig deren eigene Wertschätzung unter den Projekterfolg priorisieren, so erhält das Projekt einen anderen, erfolgsorientierteren Charakter. Dieser ist wichtig für das Unternehmen, und im Umkehrschluss für die Wertschätzung . . . So schließt sich der Kreis.

doubleSlash präsentiert „vernetze Mobilität“ auf der BMW Group IT Messe

7er-Pool_AStrobel_BMW-IT-Messe-2013Welche einzigartigen Möglichkeiten die ConnectedDrive Dienste der neusten Generation für die Fahrzeuge der Marke BMW i schaffen präsentierte doubleSlash im Rahmen der BMW Group IT Messe 2013 dem Fachpublikum.

Auch in diesem Jahr fanden sich wieder mehrere tausend  Mitarbeiter und Führungskräfte von BMW in der tollen Kulisse der Zenith Halle in München ein.  Ausgewählte Partner, Dienstleister und BMW Experten stellten Neuerungen, Produkte und Lösungen vor.

Die Guided-Tour von doubleslash fand beim Fachpublikum besonderen Anklang und hat gleich mehrmals stattgefunden. Andreas Strobel (Geschäftsführer)  und Matthias Neher (Teamleiter und Projektleiter) der doubleSlash Net-Business GmbH stellten die jüngst für BMW konzipierten Dienste, deren Nutzen und Entstehungsgeschichte vor. Natürlich waren auf der IT-Messe besonders die Details zur IT Lösung und die eigens dafür entwickelten Algorithmen gefragt. Zum Abschluss der Guided-Tour konnten die Interessenten die Dienste dann auch gleich Live im BMW i3 erleben.

doubleSlash präsentierte sich bereits zum fünften Mal in Folge zusammen mit seinen Partnern des „7er Pools“ auf der BMW IT Messe. Die Kooperation „7er Pool“ unterstützt das BMW Vertriebs- & Marketing Ressort als strategischer IT-Design Partner.

Danke an alle Kunden und Interessenten!

7er-Pool_MNeher_BMW-IT-Messe-20137er-Pool_Stand_BMW-IT-Messe-2013

doubleSlash auf dem M2M Partner Event 2013 der Deutschen Telekom AG

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Der jährliche Partner Event des M2M Competence Centers der Deutschen Telekom ist mittlerweile eine Pflichtveranstaltung für die Branche. Das diesjährige Motto der Veranstaltung M2Mission possible“ verdeutlichte, dass die unzähligen Möglichkeiten im M2M Markt immer mehr zur Realität werden.

Dieses Jahr fand die Veranstaltung in Belgrad, Serbien statt. Im 25. Stock des USCE Towers wurde der Event erstmals, nicht wie gewohnt, mit Vorträgen auf einer Bühne abgehalten. Im Rahmen eines neuen innovativen Konzepts fanden die Präsentationen im gesamten Veranstaltungsgebiet statt, um eine bessere Interaktion mit dem Publikum zu ermöglichen.

Unter dem Titel „From Hightech to Hightouch“ hat dieses Jahr auch doubleSlash mit einer Breakout-Session eine aktive Rolle übernommen. Im Rahmen eines Vortrags zeigte Stefan Meyer, wie M2M dazu beiträgt Touchpoints zur kontinuierlichen Interaktion mit dem Kunden zu kreieren. doubleSlash zeigte, dass durch M2M ganz neue Möglichkeiten geschaffen werden, um während der Nutzungsphase im Produktlebenszyklus vom Anwender und seinem Verhalten zu lernen. Diese Erkenntnisse können wiederum in die Produktentwicklung einfließen, um Produkte zu entwickeln, die besser und nachhaltiger auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen.

Neben uns engagierten sich auch vermehrt große IT-Unternehmen im M2M Bereich. Neben Marktführern wie Axeda (M2M Plattform) waren auch Microsoft und IBM vertreten und zeigten uns, dass nicht nur kleine und mittelständische M2M und IT Spezialisten den Markt angehen.

Aktuelle Trends

Nach spannenden Gesprächen sowie dem aktiven Ausbau unseres M2M Netzwerks konnten wir verschiedene aktuelle Trends beobachten. Einer davon ist das Fleet-Management, ein sehr spannendes Gebiet, dass insbesondere aus dem PKW Bereich neue Impulse erhalten hat. Neue technische Geräte ermöglichen hier günstige und einfache Dienste rund um Telematik-Herausforderungen.

Der Tag wurde dann ganz getreu dem Motto „M2Mission possible“ auf der Festung von Belgrad, mit einer klassischen Abendveranstaltung im Stile „James Bonds“ abgerundet.

Wir möchten uns herzlich für die gelungene Veranstaltung bei der Deutschen Telekom bedanken und freuen uns auch im nächsten Jahr als Partner wieder teilzunehmen.

Projektportfolio Management – das ganze Universum der Projekte beherrschen

Die steigende Anzahl an Projekten macht es vor allem großen Unternehmen immer schwerer, im Makrokosmos aller Projekte den Überblick zu bewahren. Das kostet nicht nur Zeit und Geld, sondern kann auch zu vermeidbaren Misserfolgen führen bestätigt die deutsche Gesellschaft für Projektmanagement (GPM) in ihrer Studie „Misserfolgsfaktoren im Projekt“.

Deep space nebulae

Der größte Teil der 151 befragten Teilnehmer sieht es als kritisch für ihre Projekte an, dass das Top Management das Projektportfoliocontrolling nicht zur Steuerung der gesamten Unternehmensentwicklung nutzt. Große Unternehmen wie die ZF Friedrichshafen AG stellen sich dem Problem und starten Initiativen zur Abbildung der gesamten Projektlandschaft im Projektportfolio Management.
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Mehr Flexibilität durch Eclipse 4

Eclipse ist den Meisten als Integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) für Java bekannt. Mit einem Marktanteil von über 65% stellt sie heute die führende Entwicklungsumgebung für Java dar. Doch Eclipse ist weitaus mehr als das.

eclipse-juno-logoSeit dem Release der Version 3.0 im Jahr 2004 unterstützt Eclipse die Wiederverwendung seiner Platform für das Erzeugen von Stand-Alone-Applikationen, bekannt unter der Bezeichnung RCP (Rich Client Platform). Eclipse 4 ist die nächste Generation der Platform für das Entwickeln Eclipse basierter Anwendungen. Bei doubleSlash setzen wir Eclipse 4 bereits seit 2011 in einem Projekt für unseren Kunden BMW ein.

Das Entwickeln von Softwareapplikationen auf Basis von Eclipse hat sehr viele Vorteile. Eine der Kernkomponenten der Eclipse Platform ist die OSGI-Implementierung Equinox. Sie ermöglicht die Entwicklung und Ausführung modularer Eclipse Applikationen unter dem Einsatz von Plug-ins. Des Weiteren verwendet die Eclipse Platform native User-Interface-Komponenten, die stabil und zuverlässig sind. Große Unternehmen wie IBM und Google verwenden die Eclipse Platform für ihre Produkte und stellen dadurch sicher, dass die Platform flexibel und schnell bleibt und sich weiterentwickelt.

Das Application Model

Eclipse 4 entstammt dem Inkubatorprojekt Eclipse E4, einem Projekt zur Verbesserung der Eclipse Platform. Es rationalisiert die besten Teile der 3.x APIs und löst gleichzeitig viele bekannte Probleme der RCP Entwicklung mit Eclipse 3.x.
In Eclipse 4 wird die Struktur einer Applikation über ein abstraktes Modell beschrieben, dem Application Model. Dieses beinhaltet sowohl die visuellen Elemente (z.B. Windows und Parts) als auch die nicht visuellen Elemente (z.B. Commands und Handler) der Anwendung. Das Application Model kann sowohl deklarativ während der Entwicklung, als auch während der Laufzeit verändert werden. Außerdem ist es möglich, das Model über Fragmente zu erweitern, die über Plug-ins hinzugefügt werden.

Neue Technologien

Eclipse 4 führt zudem neue Technologien ein, welche die RCP Entwicklung deutlich flexibler machen. Dies sind unter Anderem die Unterstützung von Dependency Injection und die Realisierung von API Definitionen über Annotations. Bei Eclipse 3.x müssen Komponenten wie Handler bestimmte Interfaces implementieren oder von abstrakten Klassen ableiten um ein gewünschtes Verhalten des Frameworks zu indizieren. Das koppelt die entsprechenden Klassen eng an das Framework und erschwert unter Anderem das framework-unabhängige Testen dieser. In Eclipse E4 werden API Definitionen durch Annotationen umgesetzt. Dadurch können z.B. Handler-Klassen als POJOs (Plain Old Java Object) realisiert und damit unabhängig getestet werden.

Einfache UI-Erstellung

Eclipse 4 ermöglicht außerdem das Stylen von UI-Widgets unter Einsatz von CSS. Ähnlich wie bei Webseiten kann so das Aussehen einer Applikation durch Austauschen der CSS-Dateien individuell angepasst werden, ohne dass der Quellcode der Applikation von Anpassungen betroffen ist. Dies kann auch während der Laufzeit passieren.
Eine weitere revolutionäre Verbesserung in Eclipse 4 ist die Entkopplung des Application Models von seiner Präsentationsschicht. Während Eclipse 3.x fest an SWT gebunden ist, sind unter Eclipse 4 andere UI-Toolkits wie z.B. Swing oder JavaFX zum Rendern der Oberfläche möglich.

Da Eclipse 4 ein anderes Programmiermodell verwendet als Eclipse 3.x, sind Eclipse 4 Applikationen nicht abwärtskompatibel. Die Eclipse 4 Platform stellt jedoch das sogenannte Compatibility Layer zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um eine Komponente, welche die Schnittstellen der 3.x API auf die 4.0 API mappt und dadurch eine Verwendung von 3.x basierten Komponenten unter Eclipse 4 ohne jegliche Anpassungen ermöglicht.

Die aktuelle Version 4.2 von Eclipse 4 wurde im Juni 2012 unter dem Namen „Juno“ released. Eclipse 4 löst mit diesem Release Eclipse 3.x als Mainstream Platform für das Eclipse Projekt ab. Gebunden an den Eclipse Release Train kann auch in den kommenden Jahren jeweils im Juni mit dem Release der neuesten Version der Platform gerechnet werden. Damit ist sichergestellt, dass  Eclipse 4 auch in Zukunft eine stabile und etablierte Platform zur Entwicklung modularer Anwendungen sein wird.

Einbettung verschiedener Technologien in ZK

Die Anforderungen und Erwartungen an eine Webseite haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Animation und Interaktion haben sich auf Webseiten etabliert und gelten inzwischen als ein nicht mehr wegzudenkender Standard. So haben wir bei doubleSlash auf unserer Webseite darauf geachtet, dem Besucher ein möglichst einprägsames Erlebnis zu bieten.

Da viele Webseiten sehr umfangreich sind, ist eine Minimierung des Zeitaufwands für das Programmieren essenziell. In einer Webseite werden verschiedene Technologien wie z.B. Java, Javascript und CSS verwendet, um unterschiedliche Eigenschaften zu steuern. Das Zusammenfassen der einzelnen Technologien stellt oft eine Herausforderung für den Programmierer dar.

An dieser Stelle kommt meist ein Framework ins Spiel, das die Technologien verschiedener Programmiersprachen ohne großes Know-How miteinander fusionieren kann. Die Framework-spezifische Sprachen lehnen sich meist an Sprachen wie HTML oder XML an. Zudem bieten Frameworks zusätzliche Funktionen an, um die Webseite mit wenigen Handgriffen besser zu gestalten.

Ein häufig verwendetes Framework ist ZK. Dieses unterstützt eine Vielzahl anderer Technologien, wie die bereits erwähnten:  Java, Javascript, und Cascading Style Sheets (und weitere). Die zu ZK gehörige Sprache heißt ‚ZUML‘ und wird zur Erstellung sogenannter ‚ZUL‘ Dateien verwendet. Diese Dateien dienen als ‚Fundament‘ der Webseite, in dem andere Dateien eingebettet werden können. Das Einbetten findet am Anfang der Datei statt.

 

 

 

Es können auch verschiedene ZUL Dateien ineinander verflochten werden, zum Beispiel wenn ein Popup Fenster erscheinen soll, oder wenn ein Frame aus mehreren Einzelteilen besteht (siehe Bild). Ein Part kann z.B. eine Liste von Ordnern und ein anderer eine Liste von Dateien enthalten.

Aus dem kompletten Konstrukt wird per Javascript-Befehl ein HTML Code beim Client generiert. Dieser Code kann dann mit jedem Browser aufgerufen werden. ZK erstellt automatisch IDs für einzelne Elemente. Wird innerhalb des Programmcodes eine Funktion oder Eigenschaft aus einer anderen Datei benötigt weiß ZK welche ID verwendet werden muss, um auf bestimmte Stellen zuzugreifen. Mithilfe der IDs kann ZK dann z.B. im Java Quellcode auf einzelne Komponenten zugreifen.

Auch doubleSlash setzt bei der Entwicklung von secureTransfer und Marketing Planner auf ZK. Wie das Ganze aussieht und funktioniert, können Sie mit der kostenlosen Community Edition unserer Produkte austesten.

Flurgespräche – Kurz mal nachgefragt, Teil 2

doubleSlash Mitarbeiter Im letzten Flurgespräche-Beitrag haben wir doubleSlash aus der Sicht eines Software Architekten vorgestellt. Heute haben wir für unser Flurgespräch Leonie abgepasst. Sie arbeitet an unserem Hauptsitz in Friedrichshafen und unterstützt den Bereich Interne Services bei doubleSlash.

1. Wie bist du zu doubleSlash gekommen?

Auf der Karrierestartmesse in Ravensburg habe ich eine Stellenausschreibung von uns gesehen und mich daraufhin gleich beworben. Es hat geklappt und ich freue mich riesig, jetzt Teil von doubleSlash zu sein.

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Flurgespräche – Kurz mal nachgefragt

Ein doubleSlash Software Architect berichtetWillkommen zu unserer neuen doubleSlash-Blogreihe „Flurgespräche – Kurz mal nachgefragt“. Hier werden wir in regelmäßigen Abständen, Mitarbeiter von doubleSlash vorstellen und deren Arbeitsalltag beleuchten. Mit dieser Serie wollen wir doubleSlash aus Sicht der Mitarbeiter darstellen. Und den Anfang macht Sebastian.

Er arbeitet als Software Architect in der doubleSlash-Niederlassung in München. Wir haben ihn auf dem Weg zum Kaffeeholen abgepasst und drei Fragen zu doubleSlash gestellt:

1. Wie bist du zu doubleSlash gekommen?

Ich habe während meines Studiums im Praxissemester zum ersten Mal von doubleSlash gehört. In dieser Zeit habe ich einige Mitarbeiter von doubleSlash kennengelernt und es kam ein erster Kontakt zustande. Als ich bemerkte, dass doubleSlash auf der Suche nach neuen Mitarbeitern ist, habe ich mich einfach mal beworben. Und wie man sieht, hat es ja geklappt.

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Girls´Day 2011 bei doubleSlash

Heute fand bei doubleSlash wie bereits in den letzten Jahren, der Girls´Day statt. Neun Mädchen konnten wieder einen Vormittag lang in die “Welt der Informatik” hinein schnuppern.

In unserem Unternehmen wird zum/r Fachinformatiker/in – Systemintegration und zum/r Fachinformatiker/in – Anwendungsentwicklung ausgebildet. Unsere aktuellen Azubis gaben Einblicke in beide Ausbildungsberufe und beantworteten Fragen wie:
Was sind die typischen Aufgaben in diesen Berufen? Wie sieht ein ganz normaler Arbeitsalltag eines Azubis bei doubleSlash aus? Was für Voraussetzungen muss ich mitbringen um in diesem Beruf zu arbeiten?

Bei unserem kleinen Wettbewerb im Computer  zusammenbauen durften die Mädchen auch wieder selbst aktiv werden. In zwei Teams mussten alle Komponenten eines PC´s (Motherboard, Festplatte, CD-Laufwerk, …) richtig platziert werden, damit dieser am Ende auch den Funktionstest bestehen konnte. Das ganze war zwar nicht so einfach, aber am Ende konnten beide Teams einen funktionsfähigen PC präsentieren. Als Preis gab es für beide Teams unsere heiss begehrten doubleSlash Quietscheentchen und Schlüsselbänder.

Der Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ); sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.
An jedem vierten Donnerstag im April öffnen vor allem technische Unternehmen, Betriebe mit technischen Abteilungen und Ausbildungen, Hochschulen und Forschungszentren in ganz Deutschland ihre Türen für Schülerinnen ab der Klasse 5.
Die Mädchen lernen am Girls’Day Ausbildungsberufe und Studiengänge in Technik, IT, Handwerk und Naturwissenschaften kennen, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind oder begegnen weiblichen Vorbildern in Führungspositionen aus Wirtschaft oder Politik.
Der Girls’Day ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen. Seit dem Start der Aktion im Jahr 2001 haben bei einer stetig steigenden Zahl an Veranstaltungen insgesamt über 1.000.000 Mädchen teilgenommen.

doubleSlash veranstaltet den Girls´Day bereits zum fünften Mal und hofft, das eine oder andere Mädchen für die Informatik begeistern zu können. Vielleicht sieht man sich in Zukunft für eine Ausbildung oder ein Praxissemester wieder.