Tom Gufler (Telefónica) über Gegenwart und Zukunft von M2M-Lösungen

Der Digital Innovation Day 2014 bei Telefónica hat wieder einmal gezeigt, welche Möglichkeiten das Internet der Dinge bietet und wie facettenreich und bedeutend dieses Thema ist – früher oder später für jedes Unternehmen. doubleSlash ist seit einiger Zeit M2M-Dialogpartner von Telefónica und auch im Global Partner Programm aktiv.
Im Interview spricht Tom Gufler, Head of Products & Operations M2M bei Telefónica, über ein Förderprogramm für Startups und die Schlüsselfaktoren für erfolgreiche IoT-Projekte.
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M2M Security – Wie Geräte sicher miteinander kommunizieren

M2M Security

M2M-Anwendungen bringen in Sachen Sicherheit neue Herausforderungen mit sich. Wolfram Lutz beschäftigt sich schon seit mehreren Jahren mit den Themen IT-Security und M2M und kennt die Besonderheiten von M2M Security. Im Interview spricht er über die notwendigen Sicherheitsstandards und warum es so wichtig ist, diese von Anfang an im Blick zu haben.
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Prozessoptimierung in der Praxis: Mit M2M noch effizienter arbeiten

Durch Prozessoptimierung lassen sich Prozesse effizienter und kostengünstiger gestalten – wenn die Unternehmenskultur stimmt. Nun stellt sich die Frage, kann der Prozess noch weiter optimiert werden, wenn M2M Technologien bzw. Internet of Things (IoT) zum Einsatz kommen? IoT bedeutet, dass selbst einfache Gebrauchs-gegenstände mit dem Internet verbunden sind und so miteinander agieren können. Durch die Kommunikation zwischen technischen Geräten können Prozesse noch weiter optimiert werden, sodass sich die Durchlaufzeit fast halbieren kann.

Beispiel-Prozess „Kaffee holen“ mit M2M optimieren

Variante 1:

Der Kaffeeautomat ist mit dem Arbeitsrechner des Mitarbeiters vernetzt. Der Mitarbeiter kann so den Automaten schon vom Arbeitsplatz remote starten – und so funktioniert es: Der Mitarbeiter triggert mit dem PC an, dass der Kaffeeautomat sich anschalten soll. Er geht in die Küche, nimmt sich eine Tasse aus dem Schrank und einen Löffel aus der Schublade. Währenddessen schaltet sich der Kaffeeautomat ein und heizt auf. Er stellt seine Tasse unter den Automaten und drückt den Startknopf. Der Automat mahlt die Bohnen und gibt den Kaffee aus, parallel kann der Mitarbeiter Zucker und Milch hinzugeben. Danach kann er den Kaffee wieder mit zurück ins Büro nehmen und ihn dort trinken.

Abbildung 3: M2M-Variante 1
M2M-Variante1
variante 1
Fazit Variante 1:
Der Initialprozess der IST-Analyse (Verweis auf Teil 1) unseres Beispiels hatte eine Gesamtdauer von 1 Minute 7 Sekunden. Durch die reine Prozess-optimierung könnten 14 Sekunden eingespart werden (Gesamtdauer optimierter Prozess: 53 Sekunden). Die alleinige Vernetzung des Automaten mit dem PC brachte eine Prozessverkürzung um 15 Sekunden. Im Vergleich zum optimierten Prozess konnte nur 1 Sekunde gespart werden, da weitere Prozesse nicht weiter optimiert wurden.


Variante 2:

Der Kaffeeautomat ist wie in Variante 1 mit dem Arbeitsrechner des Mitarbeiters vernetzt. Der Kaffeeautomat ist so intelligent gesteuert, dass er nach dem Aufheizen gleich beginnt die Bohnen zu mahlen. Wie in Variante 1 triggert der Mitarbeiter den Start des Automaten. Dieser heizt auf und mahlt die Bohnen, während der Mitarbeiter in die Küche geht und sich eine Tasse aus dem Schrank und einen Löffel aus der Schublade nimmt. Er stellt seine Tasse unter den Automaten und drückt den Startknopf. Jetzt gibt der Automat sofort Kaffee aus und der Mitarbeiter kann parallel Zucker und Milch hinzugeben. Danach kann er den Kaffee wieder mit zurück ins Büro nehmen und ihn dort trinken.

Abbildung 4: M2M-Variante 2
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Fazit Variante 2:
Da der Automat nach dem Aufheizen direkt mit dem Mahlen der Bohnen beginnt, kann der Prozess weiter optimiert werden. Im Verhältnis zum IST-Zustand (1 Minute 7 Sekunden) kann der Prozess um 20 Sekunden verbessert werden.

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Variante 3:

In der Variante 3 kann der Automat nach dem Aufheizen die Kaffeebohnen mahlen und parallel einen Becher und einen Löffel bereitstellen (durch ein integriertes Bereitstellungssystem). Der Automat kann ohne, dass der Mitarbeiter den Startknopf betätigt, den Kaffee ausgeben.Der Start des Automaten wird wieder getriggert. Dieser heizt auf und kann parallel die Kaffeebohnen mahlen und einen Becher und Löffel bereitstellen und gibt danach direkt den Kaffee aus. Der Mitarbeiter geht in die Küche und gibt Zucker und Milch zum Kaffee und kann die Küche gleich wieder verlassen und den Kaffee trinken.

Abbildung 5: M2M-Variante3
M2M-Variante3
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Fazit Variante 3:
Der Mitarbeit muss hier nur noch in die Küche gehen und bei Bedarf Zucker und Milch zum Kaffee geben, den Rest erledigt der Automat. Prozentual erspart man sich, durch die intelligente Vernetzung des Automaten, 45% der Dauer des Prozesses (1 Minute 7 Sekunden = 100%).


Vorteile von Prozessoptimierung mit M2M auf einen Blick

Durch den Einsatz von M2M Technologien können Prozesse noch weiter optimiert werden. Dank technologischer Mittel kann ein Prozess in seiner kompletten Struktur und seinem Ablauf geändert werden: Restriktionen, die bisher bei einer Prozessoptimierung gesetzt waren, sind nun veränderbar . Somit wird M2M im Umfeld der Prozessoptimierung ein „Game-Changer“ mit folgenden Vorteilen:

  • Höhere Automatisierung von Prozessen führt zu effizienteren Abläufen
  • Tiefgehende Digitalisierung von Prozessen erhöht die Transparenz und führt zu besseren Entscheidungen
  • Aufbrechen von Restriktionen führt zu einer grundlegenden Veränderungen von Abläufen und ist damit Grundlage einer neuen „Prozessrevolution“

Neue Prozesse und Geschäftsmodelle sind nun möglich, die vorher nicht umsetzbar waren. M2M bzw. IoT ist damit eines der wichtigsten Werkzeuge für die Zukunft erfolgreicher Unternehmen.

 


Quellen:
[1] Bildquelle: Fotolia © vallepu

M2M und IoT: gleiche Technologie – anderer Name?

Die Bohnen werden gemahlen, die Milch aufgeschäumt. Frischer Kaffee läuft in die Tasse und der Vollautomat schreibt eine Nachricht an den Besitzer, um zu melden, dass der Wassertank leer ist. Dies ist nur eines von viele Beispielen, M2M- Kommunikation – Machine to Machine (M2M) oder Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) – praktisch erlebbar zu machen. Ob diese zwei Begriffe, M2M und IoT, Synonyme darstellen, wird nicht immer deutlich. Wir werfen einen Blick in beide Welten.
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Die Zukunft der Car-IT

Car-IT Matthias Neher ist als Senior Consultant  schon seit vielen Jahren bei doubleSlash tätig. Als Teamleiter im Bereich M2M beschäftigt er sich intensiv mit den Themen Connected Car und Elektromobilität. Im Interview spricht er über die Zukunft der Car-IT.

Du beschäftigst dich viel mit dem Thema Car-IT. Was genau kann man sich darunter vorstellen?

Matthias Neher: Unter Car-IT versteht man die Vernetzung des Fahrzeugs mit der Umwelt. Dabei kommuniziert das Fahrzeug mit Hilfe von fest eingebauten SIM-Karten oder über das Handy des Kunden mit IT-Systemen, um Entertainment-, Navigations- und sicherheitsrelevante Dienste für den Fahrer bereitzustellen und ihn so optimal zu unterstützen. So ermöglicht die Car-IT zum Beispiel den EU-weiten Notruf, der ab 2015 für Neuwagen zur Pflicht werden soll. Hierbei setzt das Fahrzeug automatisch im Bedarfsfall einen Notruf ab. Es wird wertvolle Zeit am Unfallort gespart.
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IoT live erleben mit der M2M-Demo-Box

M2M Demo BoxBei doubleSlash wird regelmäßig an der Weiterentwicklung von neuen Technologien geforscht. Im Rahmen einer Bachelorthesis ist im letzten Wintersemester unsere M2M-Demo-Box entstanden, ein Hardware-Prototyp, der es ermöglicht, viele verschiede, noch nicht mit dem Internet verbundene Geräte an das Internet der Dinge (IoT) anzubinden.
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Wie IoT den proaktiven Service ermöglicht

doubleSlash-axeda-connection2Die Axeda Connexion gilt als eines der größten Events rund um das Thema Internet of Things (IoT). Anfang Mai war doubleSlash als Partner des Weltmarktführers für IoT-Lösungen durch die Sprecher Marco Bratz und Stefan Meyer in Boston vertreten. Aus der Sicht eines M2M-System-Integrators und Lösungsanbieters haben wir gezeigt, wie man schnell und einfach M2M-Applikationen und Lösungen entwickeln kann. Der zweite Vortrag behandelte die wichtigsten Herausforderungen und Lösungswege bei M2M-Projekten in Europa, insbesondere Deutschland.
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Welches Mobilfunknetz für M2M Anwendungen?

speedtrackWenn ein Auto oder die Kaffeemaschine mit dem Internet verbunden sind, dann braucht es vor allem Eines: Die Datenverbindung über Mobilfunknetz. Jeder Entwickler von solchen M2M (oder auch IoT – Internet of Things) Anwendungen muss sich die Frage stellen, welches Mobilfunknetz für die geplante Anwendung am besten passen würde.

Neben den einmaligen und laufenden Kosten ist vor allem die Qualität und Verfügbarkeit des Netzes ein wichtiges Entscheidungskriterium. Nicht jedes Netz ist für jede Anwendung geeignet. Zwischen den Mobilfunkprovidern existieren teils erhebliche Unterschiede, vor allem wenn es um die flächendeckende Verfügbarkeit des Netzes geht. Wenn eine Schweizer Versicherung ihre Außendienstfahrzeuge in der Lenzer Heide an das Internet anbinden möchte, stellt sich also schon die Frage, ob beispielsweise „Swisscom“ oder „Orange“ das bessere Datennetz bieten kann. Entscheidende Kriterien für die Netzqualität sind Reaktionszeit (Latenzzeit), Geschwindigkeit der Datenübertragung und vor allem Verfügbarkeit und Ausbau in bestimmten Regionen.

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Welche Bandbreite an Daten benötige ich?
  • Welche Latenzzeit (also Reaktionszeit bis das erste Byte ankommt) benötigt die Anwendung?
  • Welches maximale Datenvolumen kann meine M2M-Anwendung verursachen?
  • Wie wirkt sich ein schlechtes Datennetz auf die Anwendung aus? Ist diese dann nicht mehr nutzbar, oder gibt es auch eine Offline-Funktion?

speedtrack6Neben den Großen wie Vodafone, Telefonica und Telekom gibt es in Deutschland unzählig viele kleinere Mobilfunktbetreiber, die sich mittlerweile mit speziellen SIM-Karten und einem optimierten Datennetz auf solche M2M-Anwendungen spezialisieren. Darum ist es nahezu unmöglich, in einer Tabelle die jeweiligen Leistungen und Vor- und Nachteile der Provider aufzulisten. Vielmehr kann der M2M Entwickler ganz pragmatisch seine favorisierten Anbieter selbst austesten. Beispielsweise mit der Mobilfunktestplattform speedTrack.

Dort kann man mit einer Smartphone-App bestimmte Datenpakete durch das Netz schicken und die Übertragungsqualität pro Mobilfunknetz protokollieren. Zusammen mit dem GPS-Signal des Smartphones ergeben sich so schöne Auswertungen. Ziel von speedTrack ist es, die verfügbare Datenqualität aus Sicht des Endanwenders (Ende zu Ende) aufzuzeigen, um so unschöne Überraschungen im Betrieb der M2M-Applikation zu vermeiden.

Die Trends für 2014 aus der M2M-Branche

Roboter und MenschAm 6. Februar 2014 hatten die Mitglieder der M2M Alliance beim 6. Themenabend im Hause der IBM Research & Development die Möglichkeit, die aktuelle Entwicklung des Marktes sowie die neuen Trends aus dem Umfeld Internet-of-Things (IoT) bzw. Machine-to-Machine (M2M) zu diskutieren.

Jürgen Hase, 2. Vorsitzender der M2M Alliance, konnte rückblickend auf das Jahr 2013 den Themenabend mit sehr guten Nachrichten eröffnen: Mit 23 neuen Mitgliedern ist ein Rekordstand erreicht worden und der M2M Summit 2013  war mit ca. 1.000 Teilnehmern die größte Konferenz in Europa. Für 2014 sind die Ziele ebenfalls hoch gesteckt, zeigen aber das Selbstvertrauen der Branche: Internationale Ausrichtung, Kooperation mit anderen internationalen M2M Verbänden, engere Zusammenarbeit mit nationalen Verbänden wie beispielsweise bitcom oder eco. Mehr…