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Themen und Trends der EclipseCon Europe 2013

27.11.2013

Brian Fitzpatrick (Google)Die EclipseCon Europe zählt zu den größten Veranstaltungen der Eclipse Foundation in Europa und stellt eine Plattform für die europäische Entwickler- und Anwender-Community dar. Ganz deutlich zu erkennen war in diesem Jahr unter anderem der Trend zu Machine-to-Machine (M2M) und Internet of Things (IoT), der mittlerweile auch Einzug in die Eclipse Plattform hält.

Vom 29. bis 31. Oktober 2013 fand die achte europäische Konferenz rund um freie Entwicklunsplattform Eclipse in dem mittlerweile als Veranstaltungsort etablierten Forum im Schlosspark in Ludwigsburg statt. Das Programm bestand aus einer bunten Mischung von Erfahrungsberichten über den Einsatz von Eclipse als Entwicklungs- und Anwendungplatform sowie Vorträgen zu neuen aber auch etablierten Technologien auf Basis von Eclipse und Java.

Trend: Internet der Dinge

Besonders auffällig war in diesem Jahr die große Anzahl an Vorträgen mit Themen aus dem Bereich Machine-to-Machine (M2M) und Embedded Devices. Die Eclipse Platform reagiert auf den Trend zum Internet der Dinge gleich mit einer ganze Reihe von Open-Source-Projekten, die Services, Frameworks, Protokolle und Tools zur Vereinfachung der M2M-Entwicklung bereitstellen.
Eines dieser Projekte, das gleich in mehreren Vorträgen auf der Konferenz vertreten war, ist das Paho Projekt. Dieses stellt skalierbare Open-Source Implementierungen von Standard-Messaging-Protokollen (z.B. MQTT) für den Einsatz in Applikationen im M2M oder Embedded Umfeld bereit. Paho inkludiert derzeit Client-APIs für C und Java, es sind aber bereits weitere für C++, JavaScript, Lua und Phyton geplant.
Zwei weitere auf der ECE Europe vorgestellte Eclipse M2M Projekte sind Mihini und Koneki. Während Mihini eine auf Linux basierend Embedded Runtime bereitstellt, die eine High-Level Lua API für die Entwicklung von M2M Applikationen freilegt, stellt Koneki mit den Lua Development Tools eine komfortable IDE für die Entwicklung von Embedded Software mit Lua dar.

Die Eclipse Platform stellt sich aber auch der Herausforderung komplexe Anwendungen für multiple mobile Platformen unter Verwendung von einfachen Widgets zu entwickeln. Auf der Konferenz wurde hierfür das mobile Eclipse Framework Tabris vorgestellt. Tabris ermöglicht es Anwendungen mit grafischer Benutzeroberfläche unter Einsatz von Java und SWT zu erstellen, die auf den verschiedenen Endgeräten dann mit nativen UI-Widgets (Cocoa Touch Widgets in iOS, Java basierte Widgets in Android und HTML5 in einem Browser) dargestellt werden. Das ganze funktioniert mittels Standard JavaEE Technologien, über die eine Applikation auf einem Server erzeugt und deren Benutzeroberfläche über eine JSON-Repräsentation an die nativen Clients übermittelt wird.

Eclipse Modeling Framework

Eine nicht ganz neue Eclipse Technologie, die sich aber dennoch in gleich mehreren Vorträgen auf der Veranstaltung platzierte, ist das Eclipse Modeling Framework (EMF). Hierbei handelt es sich um ein Modellierungs-Framework zur automatisierten Generierung von Java Code auf Basis eines XMI Modells. EMF stellt zudem eine Reihe von Tools und Adapterklassen zur Erweiterung und Manipulation eines Modells u.a. auch zur Laufzeit einer Anwendung zur Verfügung. Diese Vorteile werden zum Beispiel von dem Application Model einer Rich Client Anwendung auf Basis von Eclipse 4 genutzt. Mit der EMF Client Platform können sogar ganze Benutzeroberflächen modelliert und automatisch generiert werden. Das Data-Binding zwischen Model und UI-Elementen wird dabei vom Framework automaitisch vorgenommen. Bei doubleSlash setzen wir EMF bereits seit 2011 in einem Projekt für unseren Kunden BMW ein.

Es gab noch eine ganze Menge weiterer Vorträge, die der Konferenz in Ludwigsburg ihren Abwechslungsreichtum verliehen. So wurden zum Beispiel die Neuerungen in Java 8, das automatisierte Testen von Benutzeroberflächen Eclipse-basierter Anwendungen mit Q7 und viele weitere spannende Themen vorgestellt. Abschließend lässt die EclipseCon Europe 2013 auf jeden Fall den folgenden Eindruck zurück: Die Eclipse Platform und ihre Community werden auch in Zukunft eine stabile und aktive Platform mit vielen innovativen und zukunftsorientieren Projekten und Technologien bereitstellen.

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