Neue Touchpoints durch M2M für Marketing und Vertrieb

Die Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) ist einer der Zukunftsmärkte im Bereich mobile Services. Die neu entstehenden Touchpoints bieten tolle und einzigartige Chancen für Marketing und Vertrieb.

Unter M2M wird die Vernetzung von Geräten miteinander oder die Geräte mit einem oder mehreren Internetdiensten verstanden. Beispiele sind Car to Car Communication, Zugriff auf Fahrzeug über Internet, mobile Steuerung des Hauses, des Energieverbrauchs oder von Verkaufsautomaten. Häufig wird M2M auch als Internet der Dinge bezeichnet.

Vernetzte Maschinen im Internet

Basierend auf den Technologien des Internets werden bei M2M zwei Grundprinzipien unterschieden:
M2M mit neuen Touchpoints für Marketing

1. Zwei ‚Dinge‘ oder ‚Maschinen‘ werden miteinander vernetzt

    und es entsteht daraus ein neuer Anwendungsfall.

 

    Beispiel: Das Haus, das mit dem eigenen Auto vernetzt ist, registriert wenn das Auto sich nähert und kann abhängig davon die Heizung einschalten oder das Garagentor hochfahren. Dank GPS-Chips und Mobilfunk ist das heute schon möglich. Oder die intelligente Personenwaage wird mit dem Hausarzt oder gar mit dem Kühlschrank vernetzt. Abhängig von den gemessenen medizinischen Werten kann man sich einen Besuch beim Arzt ersparen oder die Waage veranlasst den Kühlschrank ab jetzt nur noch Diätkost beim Supermarkt zu bestellen.

2. ‚Dinge‘ werden mit dem Internet verbunden

    und es wird dadurch ein Ablauf verbessert.

 

    Beispiel: Ein Getränkeautomat oder ein Fahrzeug kann vom Service überwacht und im Fehlerfall eine technische Diagnose durchgeführt werden. Ist nur ein Softwareupdate fällig, kann ein kostspieliger Außendiensteinsatz entfallen, da dieses über das Internet eingespielt werden kann.

 

    Oder auf digitalen Werbewänden wird abhängig von Zeit, Ort und Anlass eine von zentraler Stelle gesteuerte Marketing- bzw. Werbebotschaft gesendet.

 

    Besonders interessant wird es, wenn ein fahrendes Auto sich einer KFZ-Werkstätte nähert und diese dem nahenden Fahrzeug direkt ins Cockpit ein aktuell passendes Angebot, z.B. zum Wechsel auf Sommerreifen unterbreiten kann. Das ist dezente, personalisierte, selbstbestimmte und passende

Werbung in Vollendung

    .

Beide Varianten werden an verschiedenen Stellen neuartige Interaktionen mit dem Endnutzer ermöglichen. Für das Marketing sind die neuen Touchpoints immer eine willkommene Gelegenheit zur Kommunikation mit dem Kunden. Sei es um Werte zu kommunizieren, Kunden zu Binden oder neue Angebote zu unterbreiten.

Diese digitalen Berührungspunkte mit dem Kunden (Touchpoints) werden auf neuartige, mobile Geräte mit entsprechend moderner Software beruhen. Da sich die Softwaretechnologie mit berührungsloser Steuerung, HTML5 und Video weiterentwickelt, wird die Bedienung zunehmend über browserbasierte Anwendungen geschehen.

Die Chance auf neue Geschäftsmodelle

Wenn ein Energielieferant, mit dem Mobilfunkprovider und einer Automarke zusammenarbeitet um gemeinsame Services anzubieten, ist klar, dass dadurch neue Formen der Zusammenarbeit und neue Geschäftsmodelle entstehen. Fragen nach Fulfillment, Abgrenzung, Verantwortung und Haftung müssen genauso geklärt werden, wie die nach der gemeinsamen Vermarktung. Für Marketingabteilungen, die bisher nur Mobilfunk oder nur Automobil adressierten, bieten sich neue Chancen und auch gewaltige Herausforderungen in der Kommunikation und dem Bemühen um den Kunden.

Intelligentere Kundenbindung

Wie oben schon erwähnt, werden auch technische Geräte des Alltags und des Consumers über Internet vernetzt. Schon lange spricht man über den intelligenten Kühlschrank, der automatisch über das Internet die zuneige gehenden Lebensmittel beim Supermarkt nachbestellt. Oder wie jüngst das M2M-Projekt Hemd to go. Der Hemdenhersteller Seidensticker stellt zusammen mit O2 Hemdautomaten in Hotels, Gaststätten und öffentliche Einrichtungen auf. Natürlich mit Internetanbindung.

Oder die Kaffeemaschine, die mit einem integrierten M2M-Mobilfunkmodul selbstständig Kaffeekapseln nachbestellt. Nespresso von Nestlé bietet seit kurzem einen solchen Service für Bürokaffeemaschinen an. Über diese Verbindung lassen sich von Nestlé-Service auch Fehlfunktionen und Betriebsparameter überwachen. Ersatzteile und Ersatzmaschinen können so sofort an den Kunden geliefert werden. Ein besseres Kundenbindungsprogramm bei gleichzeitigem Absatz hochpreisiger Kaffeekapseln kann sich das Marketing nicht wünschen.

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