Vom Java Entwickler zum Angular Profi

Mit rasanten Schritten nähern wir uns der Veröffentlichung von Angular 5.0. Bereits am 23. Oktober 2017 soll die neue Version 5.0.0 des Frameworks erscheinen. Schon mit den Versionen 2 und 4 hat das Team von Angular neue Features und Verbesserungen des Frameworks veröffentlicht. Nun kommen mit Angular 5 einige Bugfixes, eine erneute Verbesserung der Performance und einige neue Features.

Angular ist ein JavaScript Framework für Single-Page-Applikationen und wird vor allem in Webanwendungen verwendet, die performant, responsive und dynamisch sein sollen. Das Framework vereint HTML, CSS und JavaScript bzw. eine andere Programmiersprache, die zu JavaScript kompiliert wird. Eine solche Sprache ist z.B. TypeScript, die von der Denkweise und Sprache stark der Java Entwicklung ähnelt.

Durch die vielen Gemeinsamkeiten in Java und TypeScript können Backend Entwickler auch schnell zu Frontend Profis werden. Entwickler sind dadurch vielseitig einsetzbar und können sowohl frontend- als auch backendseitig implementieren. Wer bereits Java-Kenntnisse hat, dem fällt eine Einarbeitung in TypeScript und somit in die Angular-Welt recht leicht. Schon ein kleiner Blick in den TypeScript-Code reicht, um Parallelen zur Java-Entwicklung zu erkennen.

Angular: Bekanntes aus der Java Welt nutzen

Gerade als Java-Entwickler fällt einem die Einarbeitung in Angular 2+ recht leicht, da es viele Parallelen gibt. Mit TypeScript und ECMAScript 6 ist auch im Frontend ein objektorientiertes Programmieren möglich. TypeScript bringt einige Features mit, die man bereits von Java kennt: Klassen, Vererbung, Getter und Setter. Sogar Lambdas und Streams können mit TypeScript verwendet werden. Auch die Deklaration von Typen, die man aus dem Java Umfeld kennt, kommt mit TypeScript in die Frontend Entwicklung. Wer bereits in Java ein Fan von hoher Code-Qualität ist, muss auch in Angular z.B. durch TSLint, dem möglichen Einsatz von Design Patterns, Dependency Injection und automatisierten Testen nicht zurückstecken.

Wem schon Maven, Gradle oder Ant unter Java bekannt ist, der kommt auch in Angular problemlos mit der Dependency-Verwaltung über die package.json zurecht. Hierbei werden die benötigten Libraries innerhalb einer Datei mit Versionsnummern gepflegt und dadurch im Projekt eingebunden. Über den Node Package Manager findet man jegliche Bibliotheken für Angular 2+.

Durch die Angular CLI können neue Projekte sehr einfach und schnell aufgesetzt werden. Neben dem Build-Tool webpack bringt das Kommandozeilenwerkzeug auch einen TypeScript-Compiler und Werkzeuge für Unit- und End-To-End-Tests mit.

Stolpersteine und Fallstricke mit Angular

 
Auch wenn man als Java-Entwickler bereits gute Grundlagen für die Entwicklung von Angular-Projekten hat, kommt man um eine Einarbeitungsphase nicht herum. Da es sich bei Angular um ein JavaScript-basiertes Framework handelt, sind JavaScript-Kenntnisse auf jeden Fall von Vorteil. Zur Einarbeitung ist es empfehlenswert, erst einmal das Prinzip von Angular kennenzulernen und zu verstehen. Hierzu gehört vor allem der Aufbau einer solchen Anwendung mit Komponenten, Templates und Modulen, das Routing oder auch die Kommunikation zwischen Komponenten. Ebenso ist ein intensiver Blick in die Funktionen von ECMAScript 6 sehr sinnvoll.

Für die Grundlagen stellt Angular selbst ein Tutorial zur Verfügung, welches die Basics des Frameworks aufgreift. Allerdings ist diese Dokumentation relativ oberflächlich gehalten. Da das Framework jedoch zunehmend genutzt wird, finden sich im Internet zahlreiche Beiträge, Tutorials und Videos. Ein wichtiger Bestandteil der Dokumentation ist der Style Guide, in welchem Do’s and Don’ts in der Angular-Entwicklung beschrieben sind.

Und wie geht’s weiter?
Ist Angular 2 nicht schon alt? Nein, denn immer mehr Unternehmen und Projekte nutzen Angular für das Frontend von Webanwendungen. Die Akzeptanz der Community steigt somit und das Zusammenspiel mit Libraries verbessert sich stetig. So gibt es vermehrt Angular 2+ Bibliotheken für UI-Komponenten, zur Authentifizierung und zur Integration von bereits bestehenden JavaScript-Libraries.

Wir von doubleSlash haben Angular 2+ inzwischen als festen Bestandteil in unserem Technologie-Stack eingebunden und nutzen das Framework vor allem, wenn es um performante Single-Page-Anwendungen geht. In Kombination mit Spring Boot als REST-Backend stellt dies eine sehr gute Basis für Webanwendungen dar. Die Kombination ermöglicht den Entwicklern, sowohl im Frontend mit Angular, als auch im Backend mit Java zu programmieren. Der Sprung zwischen den Technologien und der Programmiersprache stellt für die Entwickler somit keine Probleme dar. Die Spaltung zwischen Frontend- und Backend-Entwicklern wird dadurch recht klein. Dies sorgt für einen flexiblen Einsatz in Projekten und einen abwechslungsreichen Alltag für die Entwickler.


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