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am 09.09.2008 von Oliver Belikan

Vergangene Woche waren einige News zum speedTrack-Projekt zu lesen. ProSieben, Golem und auch der Heise-Verlag diskutieren aktuell über den Nutzen dieser einzigartigen Idee, mobile Datentransferraten aus Nutzersicht zu messen. Was hat sich seither bei speedTrack getan?

speedTrack zum messen mobiler DatenübertragungsratenZuallererst gab es ein überwältigendes Medienecho, das sich in ca. 300 EMails an speedtrack@doubleSlash.de äusserte. Neben Supportanfragen waren vor allem Nachfragen zu einer Softwareversion für das UMTS 3G iPhone darunter.
Warum ausgerechnet Apple-Fans ihre UMTS-Geschwindigkeit messen wollen, kann nur vermutet werden. Wegen der überwältigend guten JAVA-Unterstützung kann es jedenfalls nicht sein. Diese ist nämlich eine der Voraussetzungen, damit die speedTracker-Software auf dem mobilen Gerät läuft.

Messungen vom anderen Ende der Welt

Witzig ist, dass schon erste Tracks aus Australien eingetragen worden sind. Auch wenn es vermutlich nicht sehr aussagekräftig ist, zeigt sich dass moderne Anwendungen auch über das Australische Telstra Netz betreibbar wären – sogar wenn diese von der anderen Seite der Welt abgerufen werden.

Fakten zu speedTracks:
  • Damit man keinen speedTrack verpasst gibt es einen speedTrack-Feed
  • Aktuell sind 60 Tracks mit 2.360 Kilometer -vorwiegend noch aus der Region Friedrichshafen- enthalten
  • 12 verschiedene Personen haben bisher mit Laptop und 4 verschiedenen Handytypen getrackt
  • Das Projekt speedTrack ist auch unter http://www.speedtracks.org zu erreichen
  • Die kostenlose speedTracker-Software wird hier über Heise distributiert
  • Gemessen wurde bisher im Netz von T-Mobile, O2 und Vodafone

Mobilfunknetze vergleichen

Es ist zwar technisch kein zulässiges Ziel die unterschiedlichen Netzqualitäten miteinander zu vergleichen (alle Messungen sind Momentaufnahmen), dennoch zeigen sich bei den Datenübertragungsraten interessante Muster. Z.B. wenn man gleichzeitig komplett identische Tracks im Netz von Vodafone und T-Mobile misst. Zu sehen im Track 245 und Track 364.

Prinzipiell geht es uns jedoch nicht darum alle technischen Parameter eines Mobilfunknetzes zu messen und womöglich mit dem Zeigefinger auf Mobilfunkprovider zu zeigen, wenn diese ihre Marketingversprechen bezüglich Datenübertragungsraten nicht einhalten. Das können Mobilfunktechniker wesentlich besser.

Bessere mobile Anwendungen durch speedTrack

Das Kerngeschäft von doubleSlash ist Anwendungsentwicklung für Businesskunden. Als solcher wollen wir mit speedTrack verstehen und dokumentieren, wie der Anwender mobile ortsbasierte Dienste in der Praxis erlebt – vor allem wenn er im Auto oder Zug sitzt. Das ermöglicht uns mobile Dienste zu optimieren, sowie Informationen und Inhalte in völlig neuer Qualität aufzubereiten und dem Nutzer zuzusteuern.

Wem nutzt speedTracks?
  • Anbieter von Location Based Services (LBS) können testen, wie gut ihr Service in bestimmten Regionen erreichbar ist.
  • Marktforscher können verifizieren, wie gut bestimmte Nutzergrupppen über mobile Dienste erreichbar sind.
  • Marketingabteilungen erhalten im Vorfeld von Kampagnen Auskunft über die Erreichbarkeit mobiler Kunden.
  • Serviceabteilungen können die Kommunikation mit dem Außendienst optimieren.
  • Mobile Service Manager nutzen die Informationen um daraus die Gestaltung ihrer Mobile Services abzuleiten.

Wie geht es weiter?

Da wir von dem Feedback geradezu überwältigt sind, wollen wir das Thema weiter ausbauen. Die Tracks wird man in Kürze suchen, sortieren und schöner anzeigen können. Aktive Tracker können für sich werben und mit anderen Trackern vernetzen.
Es wird die speedTracker-Software in Kürze als OpenSource Variante geben (vermutlich unter GPL) und wir werden die Tracks zum Download/Export frei zur Verfügung stellen.

Somit kann Jeder eine entsprechende Trackingsoftware -auch für iPhone- erstellen und die Daten völlig frei für eigene Entwicklungen verwenden.

Bei Interesse in irgendeiner Form mitzumachen bitte direkt unter speedtrack@doubleSlash.de melden oder hier kommentieren.

Kategorien: Mapping & Mobile

6 Antworten zu “ Startschuss zum Messen mobiler Datenübertragungsraten ”

  1. Bert sagt:

    Finde die Seite sehr informativ und bin auf die weitere Entwicklung gespannt.
    Wäre schon gut wenn sich die software durchsetzt, so dass der Kunde auch Vergleichsmöglichkeiten hat.

    Berti

  2. Oliver sagt:

    das Ganze hängt sehr stark davon ab wieviele Tracker sich dann dafür begeistern können.
    Ob dann tatsächlich Vergleiche Möglich sind sei mal dahingestellt, in jedem Fall erhält der UMTS-User einen Hinweis wie die Datentransferrate aktuell sein könnte.

  3. Hardware-Blogger sagt:

    Ich finde solche Projekte, im allgemeinen sehr interessant. Auch wenn es nicht dazu gemacht wurde seine UMTS-Geschwindigkeiten herauszufinden ist dies doch der beste Marketing Ansatz die Initiatoren bekannt zu machen. Ich selbst war zu Anfang der DSL-ZEit auch recht angetan von den zahlreichen Speedtests im Netz obwohl diese meist nur beschränkte Aussagekraft haben.

  4. EU iPhone kaufen sagt:

    Gerade beim neuen iPhone 3G kann man teilweise diese sehr krassen Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern sehen; das 3G-Netz (also UMTS) ist zwar in vielen Bereichen verfügbar, es wird aber zum Teil (und das von den grossen Anbietern) auf langsam-kriechender GRPS-Geschwindigkeit übertragen.

    Daher ist so ein Tool definitiv zu begrüssen, alleine schon deswegen damit es auch auf mobilen Endgeräten richtig schnelle Multimediastreams gibt!

  5. Oliver Belikan sagt:

    das Tool un die Idee als solches ist sicherlich klasse. Dennoch ist es manchmal unmöglich an bestimmten Stellen stingente Rückschlüsse ziehen zu können.
    Beispiel im Vergleich der Tracks mit Vodafone:

    http://speedtrack.doubleslash.de/speedtracks/index.html?trackid=781
    und
    http://speedtrack.doubleslash.de/speedtracks/index.html?trackid=782

    Im Ersten Track ist im letzten Viertel der Strecke Richtung Metzingen zu eine Downloadrate von 20KB/s gemessen.
    Ein paar Stunden später gleiche Strecke nur Rückfahrt mit 150 KB/s.

    Sowas ist vor allem bei langen Tracks häufig zu beobachten. Ein Grund könnte z.B. sein, dass das Datenvolumen von den Providern nach einer bestimmten Menge gedrosselt wird. Für entsprechende mobiel Businessanwendungen natürlich das KO.

  6. iPhone sagt:

    Die Entwicklung in der Datenübertragung ist schon Wahnsinn. Kann mich noch erinnern,wie langsam das iPhone 3G war.

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