Wussten Sie schon, was Microservices sind?

Die fortschreitende Digitalisierung zwingt Unternehmen dazu, flexibel auf Marktanforderungen zu reagieren und ihre Time-to-Market zu verkürzen. Große, monolithische Softwaresysteme können dieser Flexibilität oft nicht mehr standhalten. Eine Microservice Architektur bildet fachliche Funktionen in eigenständigen Modulen ab und vermeidet so unflexible Monolithen.

Wir haben bei unserem Senior Software Architect Marc Mai nachgefragt, wie Microservices funktionieren.

Wie funktionieren Microservices?

Microservices bilden die fachlichen Funktionen in eigenständigen Modulen ab. Im Gegensatz zu einem monolithischen Ansatz wird dabei „der Elefant in kleine Teile geschnitten“. Das vereinfacht Entwicklung, Betrieb und Wartung. Technologische Abhängigkeiten werden verringert, da pro Microservice ein eigener Technologiestack verwendet werden kann. Die Frage „Welche Technologie passt zu meiner Anforderung?“ rückt in den Vordergrund. Für Entwickler bedeutet das allerdings, dass sie gegebenenfalls mehr unterschiedliche Technologien und deren Tools beherrschen müssen.

Was haben Unternehmen dadurch für Vorteile?

Das Credo lautet: Ein Microservice, eine Funktion. Man wird kleiner, schneller und flexibler.
Ein Entwicklungsteam kann sich ganzheitlich um den Service kümmern, was die Effizienz der Entwicklung und des Betriebes enorm steigert (Stichwort „DevOps“). Services sind leichter zu überblicken und neue Entwickler lassen sich schneller einbeziehen. Es kann zielgerichteter skaliert werden, da mehrere Instanzen eines kompakten Services schnell und einfach auf mehrere Server verteilt werden können. Als Letztes sollte man an den Lebenszyklus einer Software denken. Kleine Elemente lassen sich viel leichter austauschen bzw. ablösen als ein Monolith – das spart Zeit und Kosten.

Wie entwickeln sich Microservices weiter?

Aktuell sind Microservices ein Hype. Dabei ist es wie mit jeder neuen Technologie: Mit der Zeit wird sich herausstellen, für welche Szenarien Microservices besonders gut geeignet sind und für welche nicht. Ziel muss sein, durch Weiterentwicklung von entsprechenden Werkzeugen maximale Einfachheit und Automatisierung zu erreichen – das spart Entwicklungskosten.
Gerade im IoT-Kontext sind Microservices besonders wichtig, weil einerseits durch die zunehmende Zahl an Geräten deutlich mehr Dynamik und Skalierbarkeit gefordert ist und andererseits ständig neue Funktionen hinzu- kommen.


Marc Mai Business Consultant und Microservices Experte doubleSlashMarc Mai hat Wirtschaftsinformatik (M.Sc.) studiert und ist seit 2013 bei doubleSlash als Software Architect tätig. Er hat branchenübergreifende Erfahrungen in IT-Projekten, auch im Bereich Automotive, z.B. mit der BMW AG. Marc Mai ist Experte für Java-EE, IoT und Big Data. Sein Einsatzschwerpunkt ist die Konzeption, Erstellung und Optimierung von Backend-Systemen und deren Architekturen.

 

 

 

Mit Predictive Maintenance den Business Value maximieren

„Wir lassen uns helfen, bis wir dumm sind“ ist der Wortlaut eines Artikels von Gunter Dueck, der im November in der FAZ erschienen ist. Er setzt sich kritisch mit der Frage auseinander, wie Unternehmen mit den Herausforderungen der Digitalisierung umgehen. Eine davon ist, nicht passiv zu sein, sondern proaktiv die Chancen in die Hand zu nehmen, die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung für das eigene Unternehmen bieten. Eine solche Chance, die durch Vernetzung und Datenanalyse entsteht, ist das Geschäftsmodell der proaktiven Wartung – Predictive Maintenance. Das bedeutet, über die laufende Analyse der Maschinendaten, mögliche Defekte und Muster bereits frühzeitig zu identifizieren. Eine Maschine wird bereits gewartet, noch bevor es zum Ausfall kommt. Das spart Kosten und eröffnet darüber hinaus Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle. Mehr

Microservices: Adam Bien im Interview

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1. Microservices sind gerade ein Hypethema. Mittlerweile arbeiten Unternehmen auch in der Praxis mit der Methode. Wo sehen Sie die größten Vorteile für Unternehmen wenn sie auf Mircoservices setzen?Mehr

„IoT heißt in erster Linie Kundennutzen“

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Technology Days – Unternehmensinterne Workshops sorgen für Wissenstransfer zwischen den Mitarbeitern

Einmal jährlich veranstalten wir bei doubleSlash die sogenannten Technology Days – eine Weiterbildung von Mitarbeitern für Mitarbeiter. Zwei Tage lang bieten Mitarbeiter Workshops zu Technik- und Business-Themen an und bilden so die Kollegen weiter. Auf dem Plan stand dieses Jahr auch die Weiterentwicklung der eigenen Softwareprodukte, die technisch und fachlich beleuchtet wurden, aber auch vielseitige Themen von „Amazon Web Services“ oder „Stressresistenz im Alltag“ bis hin zu einem „Einblick in die .NET-Welt“.
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