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Die Personensuche und der gläserne User

10.09.2007

Die Personensuche und der gläserne User - Homer Simpson RöntgenbildHaben Sie auch schon nur mal so zum Spass Ihren Namen in eine Suchmaschine eingegeben? Was haben Sie herausgefunden?
Kann man Informationen über Sie im globalen Netz finden?

Die fiktive Identität Laura

Diesen Fragen sind wir bei doubleSlash im prakmatischen Selbstversuch nachgegangen und haben anhand einer fiktiven Person eine kleine Studie durchgeführt. Wir haben eine virtuelle Identität Die Produktmanagerin erschaffen, die den Namen Laura Slash erhielt, einen Lebenslauf, Bilder, Charakter, Arbeitskollegen und sogar eine eigene E-Mail Adresse kreiert.

Die Idee war, Informationen ins Netz zu streuen und dann anhand dieser Informationen von einer unabhängigen Person einen Fragebogen ausfüllen zu lassen, um herauszufinden, wie gläsern ein Mensch im Internet in einer bestimmten Zeit wird.Laura Slash-unser Versuchsobjekt Das heißt, wir wollten feststellen, wie einfach man persönliche Informationen über eine Person herausfinden kann und wie es um die Anonymität bestellt ist!

Darunter waren Fragen wie: In welcher Firma ist Frau Slash seit neuestem tätig? Seit wann arbeitet Sie in Ihrer neuen Firma oder finden Sie Ihre E-Mail Adresse heraus, bzw. das Geburtsdatum?

Das wichtigste in 20 Minuten

Drei Kollegen haben den Fragebogen versucht zu beantworten und es war erschreckend zu sehen, wieviel sie in kurzer Zeit herausfinden konnten und das ohne Verwendung des hauseigenen doubleSlash Blogs oder der offiziellen Produktmanagerin Seite, auf der alle Informationen zu finden wären.
In ca. 20 Minuten wussten die Befragten über Laura Slash’s aktuellen Arbeitsplatz, die Internetdienste oder Ihre Arbeitskollegen heraus. Sogar die E-Mail Adresse konnte jemand mit etwas intensiverer Suche herausfinden.

Übrigens wurden dafür auch nicht die aktuell hitzig diskutierten Personensuchmaschinen wie Spock oder Yasni („Was weiss das Netz über dich„) verwendet.

Eine zweite Untersuchung hatten wir im Bezug auf die SPAM-Entwicklung angestellt. Die Ergebnisse präsentiere ich in einem separaten Post. Damit du ihn nicht verpasst: Feed abonnieren.

Weitere Posts mit Headline „Anonymität im Internet“

  • Anonymität im Internet auf dem Programmierer-Blog
  • Anonymität im Internet von Jens Kunath
  • Anonymität im Internet von FUTURE LAB
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5 Kommentare zu “Die Personensuche und der gläserne User

  1. Rechtsstaat ja, aber gerade da stellt sich doch die Frage ob dieser seine Bürger nicht schützen sollte. Nicht einschränken oder beschränken aber vielleicht den Umgang mit persönlichen Informationen schulen.
    In welcher Schule wird bisher das Thema „Privacy“ aufgegriffen? Wo wird der verantwortungsvolle Umgang mit dem digitalen Ich geübt? Dabei pfeifen es die Spatzen längst von den Dächern, dass in den kommenden Jahrzehnten der gläserne Mensch das militante Angriffsobjekt des realen Gesindels Nummer Eins ist.
    Insofern muss der Rettungsanker nicht „Ich habe nichts zu verbergen“, sondern Wissen, Aufklärung und vor allem Schulung sein. Drum auch solche Posts und dankenswerter Weise auch ein paar Kommentare.

  2. Ich denke man kann das Ding drehen und wenden wie man will.Egal ob man zu den euphorischen Befürwortern der „wunderbaren digitalen Kommunikation“ gehört oder zu der Fakultät der digitalen Horror-Szenarien.Beides finde ich denn leicht übertrieben.Letztlich komme ich um den etwas infantilen oder fatalistischen Rettungsanker „Ich habe nichts zu verbergen“,nicht drumherum.Oder man kann sich philosophisch die Frage beantworten mit welchen Absichten man denn unterwegs ist.Ich gebe allerdings zu,dass ich hoffnungsvoll davon ausgehe das wir noch in einem Rechtsstaat leben.

  3. Hallo Personenfinder,

    imho wird der warnende Zeigefinger etwas zu häufig ausgestreckt. Wirklich gute, bindende und verwertbare und vor allem aktuelle Daten findet man doch seltenst „irgendwo“ im Web. Täglich hinterlassen wir tausende Trackingspuren mit wertvollen Daten, würde man diese nur zentral auswerten können.
    Wahrscheinlich ist dies aber nur eine Frage der Zeit – spätestens mit dem bei der Geburt implantieren Chip ist es dann soweit mit dem gläsernen Mensch.

  4. Es ist manchmal schon erstaunlich, welche Informationen man über Personen im Internet finden kann. Allerdings treten hier nur wenige Menschen in Erscheinung.

    Bei der Suche nach Personen sollte man immer auch konventionelle Wege jenseits des Internets zur Personensuche beschreiten, wenn man nachhaltigen Erfolg haben möchte. Eine Personensuchmaschine sehe ich noch lange nicht – und ich denke das ist auch für den Einzelnen besser so. Wer möchte schon als gläserner Mensch im Internet enden?

  5. Pingback: yasni Blog

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