Aktuelle Beiträge

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Schon mal was von „design thinking“ gehört?

Das Strascheg Center for Entrepreneurship bietet Denkern und Machern und damit dem Lenker von Morgen (besonders aus den Bereichen Innovationsmanagement, Produktentwicklung und -management, Design, Marketing & PR und Unternehmensführung) eine interessante Weiterbildung unter dem Titel „ARE YOU APE ENOUGH“ an.

Schriftzug design thinkingIn meinem kürzlich geführten Gespräch mit einem Teilnehmer konnte ich viele Gemeinsamkeiten zwischen unserer doubleSlash Auffassung von Sales & Marketing 3.0 und dem design thinking erkennen. Denn auch die Methode des design thinking stellt den Menschen in den Mittelpunkt.

Bedürfnisse und Motivationen von Menschen werden mehr den je berücksichtigt und auf dieser Basis Konzepte entwickelt. Leider vermisst man heute genau diesen Antrieb häufig bei Entwicklungen die anschließend dem Kunde als Innovation verkauft werden. Touchpoints (also Berührungspunkte an denen Unternehmen und Kunden in Kontakt treten) sind in der Praxis sehr stark technologisch, systemisch oder durch die Organisationsstruktur getriebenen und das Kundenerlebnis ist zu wenig an den Werten der Unternehmen und den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtet.

Bevor also die Fragen nach der technischen Machbarkeit, der Zuständigkeit, dem wirtschaftlichen Wert einer Idee beantwortet werden – fragt man also besser nach dem warum?

  • Wo liegt der Nutzen einer neuen Idee für die Menschen, die sie berührt?
  • Warum ist sie gut?
  • Was macht sie begehrenswert?

Damit dies aber möglich ist bedarf es einem mutigen Schritt. Es braucht multidisziplinäre Teams die gemeinsam an den Aufgabenstellungen arbeiten. Leider gibt es aktuell nur wenige Unternehmen die ein solches Arbeiten in ihren Sales, Marketing & Service Abteilungen zulassen.

Wir freuen uns aber dass es von Tag zu Tag mehr werden für die wir nach dem Prinzip des design thinking arbeiten dürfen.

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IT-Wissen für Consultants: 3-Schichten-Architektur

2-Schicht-Architektur, 3-SchichtarchitekturIn den kommenden Wochen werden wir eine neue Blogreihe ins Leben rufen: IT-Basiswissen für Consultants. Hier werden wir auf allgemeine Themen wie IT-Architektur, Datenbanken und Frontend eingehen und versuchen ein wenig Licht ins Dunkel der Informationstechnologie zu bringen. Zusätzlich stellen wir dafür auch entsprechende Powerpoint-Präsentationen zum Download zur Verfügung, die das jeweilige IT-Thema auch visuell veranschaulichen.

Heute fangen wir an mit dem Bereich der IT-Architektur. Eine IT-Architektur ähnelt in ihrem Aufbau einer Stadt: So wie Straßen Gebäude verbinden und den Bewohnern der Stadt erlauben von A nach B zu gelangen, so sind es in der IT-Architektur Schnittstellen. Diese sind das Bindeglied zwischen den Komponenten und gewährleisten dadurch den Austausch von Daten.

Häufig werden IT-Architekturen in Schichten dargestellt, wobei jede Schicht einer Komponente entspricht. Eine Komponente kann selbst wiederum aus Teilkomponenten bestehen, was auch als Kapselung bezeichnet wird (siehe unten). Besonders bekannt sind die 2-Schicht- und 3-Schicht-Architekturen. 2-Schicht-Architekturen kommen in klassischen Client-Server Szenarien zum Einsatz.  Dahingegen finden sich 3-Schicht-Architekturen vor allem in modernen Webbusiness Anwendungen, die zwischen Browser, Server und Datenbank trennen. Dabei gilt: Die Schichtenarchitektur ist nur ein Modell, die das Verständnis des Systems erleichtert. Abwandlungen in der Anzahl der Schichten oder ihrer Funktion sind durchaus gebräuchlich.

Eine IT-Architektur an sich kann generell in Makro- und Mikroarchitektur unterschieden werden. Wobei die Makroarchitektur für eine komplexe IT-Landschaft steht, in der verschiedene Systeme zusammenspielen. Im Gegenteil dazu stellt die Mikroarchitektur ein einziges System dar, bei dem man dann den eigentlichen Aufbau untersuchen kann.

Kapselung in der ITEin System lässt sich auch in Teilsysteme untergliedern. Diese lassen sich wie bei einer russischen Matrjoschka Puppe immer weiter unterteilen in Module, Klassen und Funktionen. Werden nur einzelne Teile eines Systems betrachtet, spricht man von einem Schnitt. Dieser kann horizontal (d.h. innerhalb derselben Komponente) oder auch vertikal (d.h. entlang eines Prozesses oder Workflows) erfolgen. Wird dieser Schnitt zusätzlich durch Kapselung und Schnittstellen von anderen Komponenten sauber abgegrenzt, verbessert sich die Qualität und Wartbarkeit der Software.

Einfach drauflos schneiden ist bei einer IT-Architektur nicht empfehlenswert, weil man dadurch die Fehleranfälligkeit des Systems erhöht bzw. auch an Performance einbüßt. Deshalb ist richtiges Schneiden wichtig. Ein Erfolgsrezept für das richtige Schneiden von Software gibt es nicht, es wird heiß unter Experten diskutiert. Hierbei sollte auf jeden Fall der Erhalt  der Softwarequalität immer im Vordergrund stehen.

Hier geht’s zur dazugehörigen Powerpoint-Präsentation

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Entscheidungen im Projektmanagement

Veranstaltung der Gesellschaft für Projektmanagement in Friedrichshafen bei doubleSlashGestern nahm ich an einem dreistündigen Abendworkshop zum Thema „Entscheidungen im Projektmanagement“ teil. Veranstalter war die Gesellschaft für Projektmanagement (GPM).

Sabine Rossbach, selbst erfahrene Projektmanagerin bei doubleSlash und Leiterin der GPM Region Friedrichshafen, eröffnete die Veranstaltung mit dem GPM-Ausbilder Dr. Wagenhals. Der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Wagenhals bringt daher eine sehr systematische und eher menschlich orientierte Sicht auf das Projektmanagement mit.

In seiner Einführung stellte er die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung und des Mensch-Seins vor, die die bisherigen Mythen des Projektmanagements ins Wanken bringen.

Beispielsweise sei es ein Irrtum, aufgrund möglichst vieler gesammelter Daten zu besseren Entscheidungen kommen zu können. Wichtiger ist vielmehr die wesentlichen Entscheidungskriterien zu finden, um zu einem vernünftigen Urteil zu gelangen.

Workshop GPM Friedrichshafen zu Entscheidungen im ProjektmanagementAuch die schlichte Orientierung am magischen Dreieck, bestehend aus Zeit, Qualität und Budget, ist ein Mythos. Vielmehr geht es bei Entscheidungsprozessen darum, solche Konstrukte als Argumentation dafür zu verwenden, dass intuitiv gefällte Entscheidungen vom Entscheider selbst und von Anderen verstanden und nachvollzogen werden können.

Wesentlicher Bestandteil von guten Entscheidungen im Projektmanagement ist also das Bauchgefühl. Umso mehr Erfahrung, Routine und Souveränität der Projektleiter hat, desto besser kann er seine Intuition und sein Bauchgefühl verwenden.

Er kann Sachverhalte, mögliche Folgen der Entscheidung und mögliche Alternativen besser einschätzen und besser reflektieren.

Im Laufe des Workshops wurden auch die im Vorfeld angegebenen Fragen der Teilnehmer beantwortet.

  • Wie qualifiziere ich ein Bauchgefühl?
  • Welche Rolle spielt das Unterbewusstsein?
  • Wie viel Risiko im Projekt ist gut?
  • Wie bringe ich jemanden bei, sich richtig zu entscheiden?
  • Was ist der Maßstab für eine gute Entscheidung?
  • Wie stark werden Entscheidungen von Erwartungshaltungen der Anderen beeinflusst?
  • Steigt die Entscheidungsqualität wenn mehr Zeit für die Entscheidung verwendet wird?

Neben doubleSlash-Projektleiter waren auch Projektmanager aus Konzernen und großen Unternehmen unter den Teilnehmern, teilweise mit Budgetverantwortung bis 20. Mio €.

Insgesamt war es ein toller Workshop mit engagierten Teilnehmern und einem erfahrenen Referenten.

Ich freue mich bereits auf die nächsten Veranstaltungen der GPM, vor allem wenn es um agiles Projektmanagement mit SCRUM oder Projektmanagement in Softwareprojekten gehen wird.

Die hochwertigen regionalen  GPM-Veranstaltungen sind übrigens für alle Interessierte offen und meistens kostenlos.

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Barcamp Bodensee 2012 – das Internet trifft sich am Bodensee

In den letzten Tagen fand vom 8.-10. Juni das Barcamp Bodensee 2012 statt. Bereits 2008 durfte doubleSlash das damals erste Barcamp am See unterstützen. Auch bei der diesjährigen zweiten Ausrichtung in den Räumen der Zeppelin University waren wir als Sponsor aber auch durch aktive Unterstützung vor Ort verteten.

Eine gut besuchte Session zum Thema ZK konnte doubleSlash Software Architekt Jochen Kraushaar direkt zum Auftakt am Samstag präsentieren.Neben unseren stark nachgefragten Entchen wurden auch die angebotenen Themen gut angenommen. Insgesamt gab es am Samstag und Sonntag jeweils 7 parallele Sessions in 6 Blöcken und zusätzliche Angebote für Nightsessions, so dass in Summe eine nahezu dreistellige Anzahl an spannenden Themen von mehr als 200 Teilnehmern aus aller Welt diskutiert wurden.

Eine gut besuchte Session zum Thema ZK konnte doubleSlash Software Architekt Jochen Kraushaar direkt zum Auftakt am Samstag präsentieren.

Neben der Vielfältigkeit der Vorträge stand das diesjährige Barcamp auch unter dem Motto Nachhaltigkeit. Die komplette Veranstaltung wurde CO2-neutral organisiert (u.a. durch Erwerb entsprechender Zertifikate). Zudem wurden regionale Produkte zum Essen und Trinken angeboten und für die Teilnehmer zusätzlich Fahrräder zur Verfügung gestellt.

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Barcamp Bodensee 2012 – Die Sessions der Unkonferenz

Jeder kann kommen – man kennt sich zwar nicht, aber eines haben die Teilnehmer eines Barcamps doch gemeinsam: Sie interessieren sich für Themen wie Social Media, Marketing, Kommunikation und Informatik und wollen darüber diskutieren und sich austauschen.

Barcamp Bodensee Friedrichshafen supported by doubleSlashErfunden wurden die Barcamps in Kalifornien und sie sind das absolute Gegenteil von gängigen Konferenzformaten. Unkonventionell, aber trotzdem individuell. Als Teilnehmer weiß man nicht, was einen erwartet und welche Themen angeboten werden.

Eine richtige Agenda gibt es nicht. Erst wenn sich die meistens über einhundert Teilnehmer zu Beginn des Barcamps vorstellen, wird klar, über welches Thema referiert wird und wie sich der Barcamp-Tagesablauf gestaltet.

Einfach nur zuhören und Nichtstun? Bei Barcamps ist das anders: jeder Teilnehmer ist involviert, ob als Referent eines Themas, als Assistent eines Referenten oder einfach als freiwilliger Helfer, damit die Veranstaltung auch gelingt.

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