Aktuelle Beiträge

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Barcamp Bodensee 2012 – Die Sessions der Unkonferenz

Jeder kann kommen – man kennt sich zwar nicht, aber eines haben die Teilnehmer eines Barcamps doch gemeinsam: Sie interessieren sich für Themen wie Social Media, Marketing, Kommunikation und Informatik und wollen darüber diskutieren und sich austauschen.

Barcamp Bodensee Friedrichshafen supported by doubleSlashErfunden wurden die Barcamps in Kalifornien und sie sind das absolute Gegenteil von gängigen Konferenzformaten. Unkonventionell, aber trotzdem individuell. Als Teilnehmer weiß man nicht, was einen erwartet und welche Themen angeboten werden.

Eine richtige Agenda gibt es nicht. Erst wenn sich die meistens über einhundert Teilnehmer zu Beginn des Barcamps vorstellen, wird klar, über welches Thema referiert wird und wie sich der Barcamp-Tagesablauf gestaltet.

Einfach nur zuhören und Nichtstun? Bei Barcamps ist das anders: jeder Teilnehmer ist involviert, ob als Referent eines Themas, als Assistent eines Referenten oder einfach als freiwilliger Helfer, damit die Veranstaltung auch gelingt.

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Die Evolution der Markenkommunikation

Mit dem Aufbau einer Marke möchte ein Unternehmen das Vertrauen der Verbraucher gewinnen. Eine Marke soll dem Kunden Sicherheit, Qualität und einen höheren Genuss versprechen – die Markenkommunikation soll dies dem Kunden näher bringen.

Schon im frühen 20. Jahrhundert bildeten sich heute noch bekannte Marken, hauptsächlich aus der Konsum- und Genussmittelbranche. Nivea, Dr. Oetker, Jacobs, später Cola. Manche Marken haben es sogar soweit geschafft, dass sie heute als Synonym für ein ganzes Marktsegment stehen; Tesa, Tempo, Zewa. Oder aber Marken werden zum Bestandteil der Sprache. Beispiel das Wort „Keks„, das ursprünglich von Leibniz-Butterkeks zur Differenzierung vom Wettbewerb zunächst als „cakes„, später dann als „Keks“ eingeführt wurde.

Die Evolution der Markenkommunikation

Kommunikation von Oben

Diesen Beispielen ist gemeinsam, dass die Markenkommunikation auf Broadcasting angelegt war. Hauptsächlich ging es um Werbung und bei möglichst vielen Menschen bekannt zu werden. Mit hoher Frequenz wurde Werbung in TV, Kino, Zeitungen und auf Plakatwänden geschalten. Das Unternehmen sah den Kunden als Abnehmer  (deshalb wurde der Begriff „Marketing“ zu Deutsch mit „Absatzwirtschaft“ übersetzt) und entsprechend war die Kommunikation eher angebotsorientiert.

Heute wird die Kommunikation mit dem Kunden immer häufiger auf gleicher Augenhöhe geführt. D.h. man sieht den Kunden und Interessenten nicht mehr nur als einmaligen Käufer, sondern nimmt die Belange, Bedürfnisse und Ideen des Interessenten ernst.
Denn erst dadurch kann er zum respektierten Wiederkäufer werden und als echter „Freund“ für das Unternehmen sprechen (Empfehlungsmarketing).

Kommunikation von Unten

Erste Trends zeigen, dass sich das Selbstverständnis der Unternehmenskommunikation umdrehen kann. Ob eine Marke Wirkung bekommt oder nicht, ist eine Sache das Nachfragers – nicht des Senders.
Nicht mehr das Unternehmen bestimmt alleine welche Produkte es auf welche Weise zu entwickeln hat, sondern der Kunde bestimmt es maßgeblich mit. Auch wird es der Kunde sein, der zusammen mit dem Unternehmen über Produktdesign, Service und Nutzen spricht, aktiv mitentwickelt und sogar den Preis mitbestimmt. Wenn die Bedürfnisse der Menschen sich zunehmend an Werte orientieren, muss sich die Unternehmenskommunikation zwangsläufig auch zu einer werte- und nachfrageorientierten Markenkommunikation weiterentwickeln. Gute technologische Unterstützung mit Plattformen, Kommunikations-Tools, Online- Konfiguratoren und mobilen Diensten werden dafür noch wichtiger werden als bisher.

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Flurgespräche – Kurz mal nachgefragt, Teil 5

Sales und Marketing arbeiten bei doubleSlash eng zusammen. Die Büros liegen direkt nebeneinander und gelegentlich schaut auch mal  Mirjana im Marketing-Büro vorbei. Diesmal haben wir bei ihr kurz nachgefragt, was sie über den doubleSlash Alltag zu berichten weiß.

1. Wie bist du zu doubleSlash gekommen?

Bei doubleSlash bin ich zufällig gelandet. Ich entdeckte damals eine Stellenausschreibung in der Jobbörse, fand das Aufgabenprofil interessant und habe mich gleich beworben. Schon im Vorstellungsgespräch hat mich das Unternehmen sehr überzeugt. Nachdem ich dann die Zusage erhielt, wurde ich 2010 als Consultant eingestellt. Als Consultant arbeitet man direkt mit dem Kunden zusammen und hilft dabei, die Geschäftsprozesse des Kundens zu optimieren. Zugleich ist man auch für die Umsetzung und Verbesserung der zu optimierenden Prozesse verantwortlich.

2. Welche Rolle hast du in deinem aktuellen Projekt?

In der Zwischenzeit arbeite ich als Produktmanagerin bei doubleSlash. Das bedeutet, dass ich für unsere beiden Softwareprodukte Marketing Planner und secureTransfer zuständig bin.  Das Produktmanagement bei doubleSlash umfasst Aufgabenbereiche wie beispielsweise die Release-Planung,  Anforderungsanalyse, Konzeption und dem Testmanagement. Durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten ist es so möglich, jedes Jahr drei bis vier neue Releases zu realisieren. Releases sind übrigens immer neue Produktversionen. Aktuell sind der Marketing Planner und secureTransfer in der Version 3.3 auf dem Markt.

3. Was begeistert dich an doubleSlash?

doubleSlash ist für mich ein modernes und innovatives Unternehmen, weil Teamarbeit und Zusammenhalt besonders groß geschrieben werden. Die sehr gute Arbeitsatmosphäre, die internen Weiterbildungsangebote und die Hilfsbereitschaft aller Kollegen tragen dazu bei, dass wir effizient und begeistert Hand in Hand arbeiten. U.a. dafür wurde doubleSlash auch als Deutschlands Bester Arbeitgeber ausgezeichnet.

Vielen Dank für das Gespräch, Mirjana.

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Die dritte Dimension des Marketings

Im Marketing tut sich wieder was. Wie schon in der Vergangenheit steht das Marketing aktuell wieder vor einem gewaltigen Evolutionsschub.  Wir wagen einen Ausblick in die Zukunft des Marketings.

Ein Blick zurück

Der Charakter des frühen Marketings (circa ab 1960) war geprägt von Produktbeschreibungen und Produktfunktionen. Vor allem für Verbraucher.

Wir alle kennen noch die unvergesslichen Werbeslogans, bei denen immer das Produkt und dessen Eigenschaften umschrieben wurden.

  • „Meister Proper putzt so sauber, dass man sich drin spiegeln kann“
  • „Waschmaschinen leben länger mit Calgon“
  • „Ariel wäscht weißer wie weiß“

So wie das Marketing und die Kommunikation aufgebaut war, war auch die Entwicklung der Produkte – nämlich funktionsbezogen.

Je mehr Funktionen ein Produkt enthielt, desto besser lief die Vermarktung. Denn dadurch konnte sich der Anbieter vom Mitbewerber abheben. „Wir haben mehr Funktionen als der Konkurrent“ war häufig Bestandteil von Marketingkampagnen. Generell ging es im Marketing darum, hauptsächlich die menschlichen Grundbedürfnisse nach Besitz und Eigentum zu befriedigen.
Mit der industriellen Revolution kamen wichtige Triebkräfte für das frühe Marketing hinzu. Nämlich die zunehmende Automatisierung, Fließbandarbeit und Massenfertigung. Dadurch konnten hohe Stückzahlen mit günstigeren Preisen produziert werden. D.h. die Vermarktung ging dazu über, für die in Massen produzierten Güter und Produkte, Massen von Käuferschichten zu finden.
Zusammen mit der Vermarktung über den Preis, war dies der Startschuss für die Massenvermarktung. Fernsehen, Radio, Plakatwerbung waren die Broadcast-Kanäle. Jeder Mensch sollte penetriert werden.
Käufergruppen, Zielgruppen oder Individualisierung waren kein Thema. Aus dieser Zeit stammt der bezeichnende Spruch von Henry Ford: „Jeder Kunde kann ein Auto in der Farbe seiner Wahl kaufen – vorausgesetzt es ist schwarz.“ Das frühe Marketing lässt sich als produktorientiertes Marketing bezeichnen.

Die aktuelle Phase des Marketings

Marketing 2.0 oder das kundenorientierte Marketing ist ausdifferenziertSehen wir uns an, wie sich heute, im Jahr 2012, unser Marketing umschreiben lässt.
In erster Linie ist es mit unglaublich vielen Teildisziplinen sehr stark ausdifferenziert.
Wenn man als Berater in den Kundenprojekten unterwegs ist, staunt man gelegentlich mit welchen Themen sich die Marketingabteilungen aktuell beschäftigen: Adwords Marketing, Artikel Marketing, Loyalitätsmarketing, Virales Marketing etc.
Neben der Kundengewinnung geht es vorzugsweise darum, den Kunden zufrieden und diesen in den Mittelpunkt zu stellen. Auf dutzenden Kommunikationskanäle und Touchpoints werden Interessenten und Kunden angesprochen.
Dazu werden unzählig viele Tools, Systeme und Marketinginstrumente verwendet.
Zahllose Experten, Berater müssen für permanent neu entstehende Marketing-Disziplinen angeheuert und betreut werden. SEO, Mobile Advertising, Social Media, Second Life etc. Kurzum es ist jetzt schon unübersichtlich.
Aber wenn der Kunde tatsächlich im Mittelpunkt angekommen ist, wird er von den Marketingabteilungen mit unglaublich kreativen und vielen Kundenbindungsprogrammen „entwickelt“. Er soll Kunde bleiben und in den Genuss moderner Webtools kommen. Denn die gesamte Informationstechnologie ist aktuell die größte Triebfeder für das Marketing.
Letztendlich ist es auch die Technologie, die dafür verantwortlich ist, dass der Konsument informierter und cleverer ist als jemals zuvor.
Wenn der Konsument immer mehr über das Produkt weiß, geht es im aktuellen Marketing noch stärker um Differenzierung vom Wettbewerb. Das Marketing soll möglichst viele USPs und Einzigartigkeiten herausarbeiten. Und das nicht nur für das Produkt, sondern ganz selbstverständlich auch für das Unternehmen.

Der Kunde fragt nicht nur nach dem Produkt selbst, sondern auch nach dem Produzenten, der Marke, dem Versprechen und vor allem dem Lebensgefühl, das die anbietende Firma vermitteln soll. Es geht im modernen Marketing darum den Menschen klar zu machen, welche Bedürfnisse, Sehnsüchte und Emotionen mit einem Produkt oder Dienstleistung erfüllt werden. Darum wird der Kunde mit Angeboten und kommunikativ auch sehr individuell behandelt. Die One-to-One-Kommunikation führt dazu, dass der Kunde tatsächlich ernst genommen wird. Social Media ist dafür ein wichtiger Auslöser. Das aktuelle Marketing lässt sich als verbraucherorientiertes Marketing bezeichnen.

Charakter des künftigen Marketings

Das künftige Marketing orientiert sich an Werten.Bekannte Marketinggrößen wie z.B. der amerikanische Buchautor, Wirtschaftstheoretiker und Professor Philipp Kotler postulieren in verschiedenen Veröffentlichungen für das künftige Marketing den Begriff Marketing 3.0.
Gemeint ist damit, dass sich große Teile der Menschheit fortan weiter an das obere Ende der Maslowschen Bedürfnisspyramide bewegen werden. Ganz oben steht nicht weniger wie Selbstverwirklichung und das Erkennen des Sinns des Lebens.
Tatsächlich hat vor allem die westliche Welt, mit gesättigten Märkten und gestillten Bedürfnissen, immer weniger das Verlangen neue und noch mehr Produkte zu konsumieren. D.h. für das Marketing, dass es nicht mehr nur darum geht immer mehr zu verkaufen. Ein Paradigmenwechsel scheint einzusetzen.

Die Wissensgesellschaft bringt immer mehr kreativ denkende Menschen hervor. Berufe mit körperlicher Arbeit nehmen ab bzw. verlagern sich.
Die Menschen die immer und überall mitwirken, die immer kreativer werden und die vor allem in der globalen Welt mit begrenzten Ressourcen agieren, wollen Sinn im Erwerb der Produkte sehen. D.h. es geht im künftigen Marketing 3.0 nur darum, den Menschen Sinn in ihrem Handeln zu geben und zu zeigen, welcher Beitrag das Produkt zur Verbesserung der Welt leistet.

Die Informationstechnologie, frei zugängliche Informationen und vor allem die neue Art der Zusammenarbeit sind die künftigen Triebkräfte des Marketing. Man sieht den Menschen als kompletten Menschen mit Herz, Seele und Verstand und stellt werteorientierten Marketingkonzepte in den Mittelpunkt. In der Marketingpolitik dreht sich alles um Mission, Vision und Werte des Unternehmens. Das sind Werte, die nicht mehr nur funktional oder emotional sind, sondern auch spirituelle Dimensionen enthalten. Das künftige Marketing lässt sich als werteorientiertes Marketing oder auch als Marketing 3.0 bezeichnen.

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Komplexe Prozesse beherrschen

Einfacher ProzessProzesscontrolling  ist ein Thema, das im Rahmen des Business Process Management (BPM) aktuell im Fokus steht. Der Prozessgedanke hat sich mittlerweile in vielen Unternehmen etabliert und wird dort auch aktiv getrieben.

Im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung reicht es nicht sich seinen Prozessen bewusst zu sein und diese zu leben. Man muss auch stets auf äußere Einflüsse und sich ändernde Bedingungen reagieren können. Um aktiv Veränderungen in Prozessen zu treiben ist es daher essentiell die eigenen Prozesse zu messen, um Änderungsmaßnahmen zu überwachen und ggf. eingreifen zu können.

Bevor man hier jedoch ins Detail geht und sich um Kennzahlen zu Prozesskosten, Prozesszeiten und Prozessqualität kümmert, sollte man sich zuerst die Frage stellen, ob die eigenen Prozesse bereits ein Niveau erreicht haben, dass man verstehen und vor allem auch beherrschen kann.

Ein wichtiger Indikator für die Komplexität eines Prozesses ist die Variantenzahl*. Die Variantenzahl gibt die Anzahl der möglichen Prozesspfade wieder, auf denen ein Prozess durchlaufen werden kann. Je höher die Variantenzahl ist, desto schwieriger ist es für den Prozessverantwortlichen sich allen Pfaden bewusst zu sein. Dies resultiert darin, dass man gegenüber Veränderungen eine gewisse Hemmschwelle hat, da man die Auswirkungen nicht mehr abschätzen kann.
Ein komplexerer Prozess

Dieses Problem kennt man auch in der klassischen Software-Entwicklung. Sie kennen doch sicher die Situation, in der man sich in der Absicherung fragt, ob man mit den definierten Testfällen auch wirklich alles abgedeckt hat, was es zu beachten gilt. Man hat den Überblick verloren und die Anzahl möglicher Varianten überschreitet die eigene Vorstellungskraft.

Eine hohe Variantenzahl resultiert meist aus einer großen Anzahl an Entscheidungen, die getroffen werden müssen. Ein probates Mittel zur Prozessbeherrschung ist an dieser Stelle das gezielte Steuern von Subprozessen auf Grundlage der Variantenzahl. Mit einer strikten Begrenzung der Variantenzahl gibt man eine klare und verständliche Richtlinie vor, ab wann Subprozesse gebildet werden müssen. Dies schafft auch dann eine einheitlichere Prozesslandschaft, wenn die Prozesse von unterschiedlichen Personen modelliert werden. Denn wie Sie sicher aus eigener Erfahrung kennen, kann die subjektive Wahrnehmung der Prozesskomplexität durchaus stark von Person zu Person variieren.

Das Begrenzen der Variantenzahl führt zwar meist zu einer höheren Anzahl an Prozessen, diese sind jedoch verständlich gestaltet. Daraus folgt, dass man sich nun vermehrt mit den Zusammenhängen zwischen den Prozessen beschäftigt, anstatt versucht Prozesse im Einzelnen zu begreifen. Aus dem Puzzle aus einzelnen Prozessen setzt sich die Prozesslandschaft als Gesamtbild zusammen.

Wenn man diesen Punkt erreicht hat beherrscht man seine Prozesse und kann damit beginnen ein Prozesscontrolling aufzusetzen und die Prozesse unter Zuhilfenahme von Kennzahlen aus den Bereichen Prozesskosten, Prozesszeiten und Prozessqualität zu steuern.

* Quelle