Videoportale für Unternehmen gehen weg wie warme Semmel

Innerhalb von zwei Tagen erhalten wir die dritte Anfrage nach einer Software für ein Videoportal. Und das, obwohl wir unser MediaSpace genannte Software nirgendwo aktiv bewerben. Was sind die Gründe für diesen plötzlichen Run auf Videoportale in Unternehmen?

1.
Marketingabteilungen haben ein Problem: Komplexität. Die zu vermarktenden Produkte sind so umfangreich und erklärungsbedürftig geworden, dass die Inhalte nur noch mit Bild- und Ton vermittelt werden können.

2.
Durch Web 2.0, YouTube, myVideo etc. wurden Videoportale zur Selbstverständlichkeit. 100 Mio. Videos wurden produziert und im bekanntesten Video-Sharing Dienst YouTube eingestellt. Jedes Video wird im Schnitt 100 mal geladen und angesehen. Die User sind es dadurch gewohnt, Filme fürs Web zu produzieren und zu konsumieren.

3.
Spätestens mit dem Eintritt ins Arbeitsleben fordert die Generation YouTube in ihrer Firma ähnliche Web 2.0 Anwendungen. Allerdings werden diese dort dann Enterprise 2.0 Anwendungen genannt und es werden eher Videos über die letzte Bilanzpressekonferenz, Produktlaunch oder Werbevideo gezeigt.

4.
Funktional sind die Anwendungen ähnlich. Auch in Videoportalen für Unternehmen gibt es Kollaborationsmöglichkeiten, Abonemment von Themenkanälen, Tagging, Feeds, Reminder-Funktionen und vieles mehr.

5.
Ein weiterer Treiber für die starke Nachfrage nach Videoportalen für Firmen ist das zunehmende Bedürfniss nach Geschwindigkeit. Fast schon in Echtzeit sollen Multimediadaten überall auf der Welt zur Verfügung stehen. Zeit um Videos auf DVD zu brennen -und womöglich noch postalisch zu versenden- bleibt keine mehr.

6.
Die notwendigen Bandbreiten um Videoinhalte zu transportieren, stehen mit DSL lange schon zur Verfügung. Mit UMTS und HSDPA gibt es Highspeed-Surfen jetzt auch (fast) flächendeckend für mobile Geräte. Wenn man so will ist „Video die Killerapplikation“ für das mobile Web und nach Jahren endlich die Rechtfertigung für UMTS. Ob ein Anbieter für solche breitbandigen mobile Killeranwendungen auch die notwendige Bandbreite vorfindet, lässt sich mit der aktuell entstehenden UMTS-Landkarte testen. Dort ließe sich ablesen, ob die Zeit für Video auf dem Handy schon gekommen ist.

7.
Es entstehen immer mehr Nischen-Portale für spezielle Interessensgruppen. Beispielsweise Videoportale für Weiterbildung (z.B. hausgemacht.tv), regionale Interessen (z.B. regio-tv.de), spezielle Gruppen (z.B. Portal der jüdischen Gemeinschaft, Tierportal,  Amateurkicker), Fun-Portale oder Nachrichtenportale wie z.B. des Tagessspiegel. Der US-Wahlkampf zeigt aktuell welche Rolle Videoplattformen künftig in der Politik spielen können.

8.
Auch zahlreiche viralen Marketingerfolge tragen zum aktuellen „Ruf nach Video“ bei. So hätte der aktuelle virale Spot von IBM ohne YouTube wohl nie zu mir gefunden. Zu selten komme ich auf der Video-Homepage von IBM vorbei.

MediaSpace zum Austausch von Mediendaten

Für uns ist der aufkommende Trend Grund genug um MediaSpace in unser Marketing Cockpit zu integrieren. Immerhin läuft dieses bei einigen namhaften Kunden produktiv im Einsatz.

Links:

  • businessword.de – Öffentliches Portal für Business Videos
  • business-videoportal.de – Business Foto- und HD-Videoportal (Ehemals bluestop)
  • cultclib.tv – B2B Videoportal mit Fokus auf Produktvideos
  • Videoplattformen – Für Enduser und Konsumenten
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Ein Kommentar zur “Videoportale für Unternehmen gehen weg wie warme Semmel

  1. Hallo,

    auf http://www.blustop.de haben Unternehmen die Möglichkeit auf einem Portal in geordneten Umfeld zu präsentieren.

    Nicht nur Videos können eingestellt werden, sondern auch Bilder, die als SlideShow mit Hintergrundmusik generiert werden.

    Als neueste Funktion ist Livestreaming möglich.

    Ob event oder Pressekonferenz sind auf blustop.de möglich.

    Einfach mal reinsehen.

    Silvio Jähnke

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