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IFA 2015 – IoT-Trends auf der Berliner Funkmesse

07.09.2015

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Der Begriff „Internet der Dinge“ oder Englisch Internet of Things (IoT) begleitet die Wandlung immer kleiner werdender Computer-Einheiten in Geräten, die für den Endverbraucher in der Gesamtheit zum Alltag gehören und im Hintergrund smart ihre treuen Dienste verrichten. Vernetzung und Sicherheit sind die zentralen Themen.

IoT auf der IFA 2015

Nicht nur die Technikmesse CeBit, die Anfang des Jahres in Hannover stattfand, hat sich dem Trend der IoT versprochen, sondern auch die Internationale Funkausstellung (IFA) 2015 lädt aktuell zahlreiche Hersteller ein, ihre neusten Technologien vorzustellen. Stark vertretende Produktgenres waren wieder hochauflösende Fernsehgeräte, die entweder mit dem Kürzel Ultra HD, HDR oder OLED punkten sollen. Besonders Samsung war auf der diesjährigen Funkausstellung mit seinem passenden Slogan „In Sync with Life“ ein oft genannter Herstellername – und das zurecht.

Der südkoreanische Mischkonzern tischt dieses Jahr mit einigen Neuerungen auf und verspricht sich dabei klar dem Internet der Dinge. Vernetzte Geräte, eingebundene Nutzer und automatisierte Erleichterungen sind besonders im Konsumentenbereich Begriffe, an die man sich gewöhnen sollte. Auf der Funkmesse nutzt Samsung zur Realisierung von IoT eine unauffällige, weiße Steuerzentrale, die den Namen SmartThings Hub trägt und über zahlreiche Sensoren und verbauten Gadgets verfügt. Zum Einsatz kommen smarte Türschlösser und Türklingeln sowie Glühbirnen und Rauchmelder – sogar ein Notfall-Akku ist mit an Bord und soll bei einem möglichen Stromausfall für den nötigen Strom sorgen, um alles am Laufen zu halten.

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Sleep Sense: Mit IoT zu einem ausgewogenen Schlaf

Der Stand, der durchgehend mit einer großen Menschentraube umgeben war, war der zum Samsung Sleep Sense. Hierbei handelt es sich um ein flaches, scheibenförmiges Gadget, welches unter die Matratze des Nutzers geschoben wird. Sleep Sense misst den Puls, die Atmung und auch die Bewegung des Schlafenden und erkennt, ob dieser noch schläft oder bereits wach ist. Verbunden in einem Netz kommuniziert das Produkt mit der hauseigenen Klimaanlage und dem Smart TV und steuern diese Geräte dahingehend, dass der Nutzer ein möglichst angenehmes Schlafgefühl erhält. So wird die Klimaanlage ausgeschaltet sobald der Nutzer eingeschlafen ist und wird wieder aktiv, wenn Sleep Sense eine erhöhte Temperatur erkennt und es dem Schlafenden zu heiß sein könnte.

Samsung Sleep Sense (samsung.com)
Samsung Sleep Sense (samsung.com)

 

In Zusammenarbeit mit der Havard Universität wurden Wege gefunden, dem Nutzer bei Verwendung von Sleep Sense Tipps für den Schlaf geben zu können. Sie sollen in Verbindung mit einer Schlafanalyse des Gadgets zu einem besseren Schlaf führen. Zur Einrichtung von Sleep Sense müssen lediglich die entsprechenden Geräte angeschlossen werden, die es zu steuern gilt und die Schlafanalyse kann beginnen. Einsatzbereich des Gadgets sind neben dem Standard-Haushalt auch Pflegeheime oder Krankenhäuser. Derzeit ist noch unklar wann die smarte Schlafunterstützung auf den Markt kommt.

IoT und das Auto

Auch die Automobil-Industrie hat künftig einen Sinn für IoT und vernetzt nicht nur Smartphones mit dem Bord-Computer, sondern auch Wearables. BMW und Volkswagen sind derzeit die wohl größten Unternehmen, die ihre PKW-Sparte für das Internet der Dinge öffnet. So spricht man von Plänen künftig eingehende Nachrichten des Smartphones direkt auf das smarte Armaturenbrett des BMWs zu übertragen. Volkswagen hingegen arbeitet klar in eine Richtung mit Samsung zusammen und nennt seine Art der IoT-Kommunikation „Car Mode for Galaxy“ und richtet sich hiermit klar an die beliebten Galaxy-Smartphones. Per Touch- und Spracheingabe soll es möglich sein Nachrichten sogar zu beantworten und internetbasierte Suchbefehle auszuführen.

Nicht nur Smartphones, sondern auch Wearables wie Smartwatches sollen vermehrt Verwendung im IoT-Bereich finden. Gekoppelt mit dem Fahrzeug kann der Anwender an heißen Tagen schon mal die Klimaanlage oder im Winter die Heizung anschalten, bevor er zur Arbeit fährt.

Wäsche waschen für Vergessliche

Einer Studie zufolge sprechen sich 90 Prozent der Europäer positiv darüber aus, dass sie nach eingeschalteter Waschmaschine noch übrige Kleidungsstücke finden, die sie nachträglich gerne in den Waschvorgang einspeisen würden. Durch den Überschwemmungsschutz, den herkömmliche Geräte verbaut haben, ist das nachträgliche Befüllen der Waschmaschine jedoch nicht möglich. Samsung hat sich diesem Problem angenommen und präsentiert auf der IFA 2015 stolz seine jüngste Haushaltshelferin – Die Samsung WW8500 AddWash.

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Samsung WW8500 AddWash (Bild: samsungtomorrow.com)

 

Wie aus dem Anhang „AddWash“ bereits herauszuhören ist, ist es bei der WW8500 möglich noch nachträglich anfallende Wäsche in das Innere der Waschmaschine einzuwerfen. Realisiert wurde dies durch eine Klappe, die sich in der eigentlichen Waschmaschinenklappe befindet. Hier kann der vergessliche Nutzer nun noch Wäsche oder Waschmittel hinzufügen. Gesteuert werden kann AddWash durch ein Android- oder iOS-Gerät, welches den Nutzer stets auf dem aktuellen Stand hält. Über das Smartphone kann somit auch schnell der Waschvorgang gestoppt und fortgeführt werden.

Der Internet-Kühlschrank geht in Serie

Auch in die Küche hat die neue Technik Einzug erhalten und bedient im Rahmen der IFA 2015 den IoT-Begriff in vollem Maße. Siemens stellt stolz seinen Internet-Kühlschrank („iQ500“) vor. Der Kühlschrank ist mit zwei WLAN-Kameras ausgestattet, die dem Nutzer erlauben von überall unterwegs den Inhalt des Kühlschranks im Überblick zu haben – und bei Bedarf die Einkaufsliste zu ergänzen. Aber nicht nur Kühlschränke kommen auf ihre Kosten, denn auch Backöfen sind neuerdings mit Bluetooth ausgestattet und werden mit einem Knopfdruck zur Mikrowelle oder zum Dampfgarer. Tefal präsentiert mit seinem ActiFry Smart XL, die erste Heißluft-Fritteuse, die mit dem Tablet gesteuert werden kann. Außerdem wandert immer mehr Touch-Bedienung auf die Kochfelder der Küchenzeilen und hier und da fällt der Begriff des „Fun-Cooking“, denn die Arbeit in der Küche wird Stück für Stück erleichtert und technisiert.

Das IoT nimmt einen immer größer werdenden Platz auf der jährlichen Funkmesse ein, und auch die Technikmesse CeBit in Hannover ist stark von IoT-Technologie geprägt. Der Alltag wird durch smarte Geräte ergänzt, die uns bei täglichen Aufgaben unterstützen. Wichtige Geräte werden vernetzt und kommunizieren miteinander. Dadurch entstehen neue Geschäftsmodelle, die nicht nur Anwendern im Endkundensegment, sondern auch Untenehmen viele Vorteile bieten.


Quellen

[1] http://www.samsung.com/de/home/

[2] http://www.hardwareluxx.de/index.php/news/consumer-electronics/gadgets/36489-ifa-2015-samsung-laesst-das-internet-der-dinge-iot-aufleben.html, Philipp Moosdorf, „IFA 2015: Samsung lässt das Internet der Dinge (IoT) aufleben“, 3. September 2015

[3] http://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Samsung-WW8500-AddWash-13074217.html, Kai Zantke, „Samsung WW8500 AddWash: Waschen für Vergessliche“, 3. September 2015

[4] http://www.ekitchen.de/kuechengeraete/news/ifa-2015-neuheiten-kueche-164957.html, „Die IFA 2015 – Neuheiten in der Küche“, 4. September 2015

[5] http://b2b.ifa-berlin.com/Press/Logos/

[6] http://global.samsungtomorrow.com/no-washing-left-behind-thanks-to-the-samsung-ww8500-addwash/, „No Washing Left Behind, Thanks to the Samsung WW8500 AddWash“, 3. September 2015

 

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Ein Kommentar zur “IFA 2015 – IoT-Trends auf der Berliner Funkmesse

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